Das Feature / Archiv /

 

Perelmans Entscheidung

Von Julia Solovieva

Der Mathematiker Grigory Perelman (AP/International Mathematician Congress)
Der Mathematiker Grigory Perelman (AP/International Mathematician Congress)

Grigorij Perelman, geboren 1966 in Leningrad als Sohn russisch-jüdischer Intellektueller, gewann 1982 die Goldmedaille beim Internationalen Mathematik-Wettbewerb für Jugendliche in Budapest, die ihm das Mathematikstudium an der Leningrader Universität ermöglichte.

1990 promoviert er und wird während seiner Zeit am Steklow-Institut für Mathematik zum bekannten Spezialisten im Bereich Differenzialgeometrie. Nach Forschungsaufenthalten an der State University of New York und an der University of California kehrt er 1995 nach St. Petersburg zurück.

2002 veröffentlicht er im Internet einen aufsehenerregenden Artikel. Darin gelingt ihm die Lösung der Poincaré-Vermutung. Alle Preise und Auszeichnungen für diese bahnbrechende wissenschaftliche Arbeit lehnt er ab.

Er verlässt das Steklow-Institut mit der Begründung, "er sei von der Mathematik enttäuscht". Heute lebt er völlig zurückgezogen bei seiner Mutter im Petersburger Bezirk Kuptschino.

DLF 2012



Mehr bei deutschlandradio.de

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Das Feature

DresdenStrich um Strich wie Wunden

Nach den Bomenangriffen amerikanischer und britischer Flugzeuge auf Dresden am 13. und 14.02.1945 werden die zahlreichen Leichen, die auf der Straße liegen geborgen. Bei dem Angriff wurde die historische Innenstadt von Dresden nahezu völlig zerstört, bis zu 35.000 Menschen wurden getötet. (picture alliance / dpa)

Der Zeichner Wilhelm Rudolph dokumentiert die Ruinen von Dresden: "Das herausdämmernde Licht des 14. Februar 1945 erhellt nur noch eine glühende, qualmende Brandstätte an der Elbe, da wo am Vortag Dresden gewesen war."

Schriftsteller Schreiben im Zeichen der Gewalt

Die Flagge Kolumbiens weht im Wind. (imago stock & people)

Gewalt ist das zentrale Thema der kolumbianischen Literatur. Denn das Leben in dem latein-amerikanischen Land ist immer noch geprägt von Mord, Willkür und Verfolgung. Verschiedene Schriftsteller aus Kolumbien schreiben über ihre Eindrücke des Lebens.

Zweiter Weltkrieg Vor euren Karren lassen wir uns nicht spannen

Dresdner Bürger stellen am 13. Februar 1993 brennende Kerzen an die Ruine der Frauenkirche auf dem Neumarkt. Sie gedenken der am 13. und 14. Februar 1945 bei allierten Luftangriffen ums Leben gekommenen mehr als 45 000 Menschen. Auf den zahlreichen Veranstaltungen zum 48. Jahrestag der Zerstörung Dresdens rufen sie außerdem zur Beendigung des Völkermordes in Bosnien-Herzegowina auf. (picture-alliance / dpa / Thomas Lehmann)

78 Kinder kamen in den Tagen um den 13. Februar 1945 im Krankenhaus Dresden-Johannstadt zur Welt. Die meisten Mütter überlebten die Bombennacht nicht, denn der Keller der Frauenklinik wurde fast vollständig zerstört, während der der Kinderklinik nahezu unversehrt blieb. So kommt es, dass fast alle Kinder überlebten und fast alle Mütter starben.