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Pflichtbesuch im KZ"Vom Grundsatz her eine gute Idee"

Die Publizist und Preisträger der Buber-Rosenzweig-Medaille Micha Brumlik folgt am 06.03.2016 in Hannover (Niedersachsen) dem Festakt zur Eröffnung der diesjährigen christlich-jüdischen Woche der Brüderlichkeit. (dpa /  Hauke-Christian Dittrich)
Micha Brumlik, Erziehungswissenschaftler im "Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg" (dpa / Hauke-Christian Dittrich)

Der Erziehungswissenschaftler Micha Brumlik unterstützt den Vorschlag, Migranten zum Besuch einer KZ-Gedenkstätte zu verpflichten.

Die Erinnerung an den Holocaust gehöre zu den Grundlagen der politischen Kultur in Deutschland, sagte Brumlik im Deutschlandfunk. Von daher sei es wichtig, Migranten damit vertraut zu machen. Jeder, der dauerhaft in Deutschland leben und Deutscher werden wolle, müsse für den Holocaust die historisch politische Verantwortung übernehmen, betonte Brumlik. Das Grundgesetz fuße auf der Würde des Menschen. Im Konzentrationslager sei zu erfahren, was passiere, wenn diese Würde verletzt werde.

Die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli hatte verlangt, dass jeder, der in Deutschland lebt, mindestens einmal in seinem Leben eine KZ-Gedenkstätte besuchen müsse. Das solle auch für Zuwanderer gelten. Der Präsident des Zentralrats der Juden, Schuster, begrüßte den Vorschlag.

Diese Nachricht wurde am 14.01.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.