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StartseiteAus Kultur- und SozialwissenschaftenDie Grenzen des Sagbaren23.03.2017

Politische KorrektheitDie Grenzen des Sagbaren

Ursprünglich ist Political Correctness die Aufforderung, alle Menschen egal welcher Hautfarbe oder welcher Religion mit dem gleichen Respekt zu behandeln und sie nicht durch Worte zu herabzusetzen und zu beleidigen. Eine durchaus wünschenswerte Haltung in demokratischen Gesellschaften, die allerdings, so immer wieder die Kritik, bizarre Blüten treibt, wenn etwa aus "verhaltensauffälligen" "verhaltensoriginelle" Kinder werden oder gar von lieben "Gästen und Gästinnen" die Rede ist.

Moderation: Bettina Köster

Plakat mit dem Hinweis auf eine Veranstaltung mit Sally Kohn, politische CNN-Kommentatorin und Daily Biest-Kolumnistin, zur Verteidigung von Politischer Korrektheit im September 2016 in Hempstead, New York (imago/ZUMA Press)
Plakat mit dem Hinweis auf eine Veranstaltung mit Sally Kohn, politische CNN-Kommentatorin und Daily Biest-Kolumnistin, zur Verteidigung von Politischer Korrektheit im September 2016 in Hempstead, New York (imago/ZUMA Press)

Seit dem Erstarken des Rechtspopulismus wird die politische Korrektheit sogar verdächtigt, "kontraproduktiv" zu sein. Sie fördere womöglich die Spaltung der Gesellschaft. Denn sie trete selbst mit normativen Ansprüchen auf, die jene, die sich diesen Normen nicht anschließen wollen, aus dem gesellschaftlichen Diskurs ausschließen. Bestimmt also mittlerweile ein "kosmopolitischer Geist mit überschießender Moralität", so Politikwissenschaftler Wolfgang Merkel,  die Grenzen des Sagbaren? Wie umgehen mit politisch unkorrekten Äußerungen, wie sie vor allem aus dem rechtspopulistischen Ecke zu vernehmen sind?

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