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Seit 03:05 Uhr Klaviermusik

Abgesang auf einen Traum

Heinz Bude über "Die Ausgeschlossenen"
Armut in Deutschland: Lebensmittelverteilung an Bedürftige in München. (AP)

Wenn es darum geht, soziale Ungleichheit zu beschreiben, dann hat sich der Dualismus zwischen arm und reich inzwischen verschärft zu einem zwischen drinnen und draußen. Die Rede ist auch von "sozialer Exklusion". Diesem Problem hat der Kasseler Soziologe Heinz Bude bereits vor zwei Jahren gemeinsam mit Andreas Willisch einen Sammelband gewidmet. Jetzt hat Bude seine Thesen zu einem düster pessimistischen Abgesang auf den Traum von der gerechten Gesellschaft verdichtet.

Wilhelm Hennis (privat)

Der große Unzeitgemäße

Stephan Schlak legt eine ungewöhnliche Biografie über den Freiburger Politologen Wilhelm Hennis vor

Systematisch abgeschlossene Monografien waren nicht seine Sache. Wilhelm Hennis entlud sein Denken vielmehr in "gewittrigen kleinen Aufsätzen", schreibt sein Biograf Stephan Schlak, der es jetzt mit seinen 200 leserfreundlichen Seiten dem Porträtierten gleichzutun scheint. Dabei verknüpft er die Gedanken des 1923 geborenen Freiburger Politologen Wilhelm Hennis mit den "Szenen einer Ideengeschichte der Bundesrepublik".


Irina Liebmann hat ihren Vater Rudolf Herrnstadt porträtiert. (AP)

Erst Spion, dann Unperson

Irina Liebmann: "Wäre es schön? Es wäre schön! Mein Vater Rudolf Herrnstadt"

Rudolf Herrnstadt, im Westen eher unbekannt, war Journalist und Kommunist. Im Zweiten Weltkrieg spionierte er für die Sowjetunion, später in der DDR wurde er Chefredakteur der Zeitung "Neues Deutschland". Auf dem Höhepunkt seiner politischen Karriere wurde er "parteipolitischer Fraktionsbildung" bezichtigt und aus der SED ausgeschlossen. Seine Tochter Irina Liebmann hat ein Porträt geschrieben.

Walter Ulbricht. (AP Archiv)

Geteilte Erinnerung

Stefan Wolle: "Der Traum von der Revolte. Die DDR 1968."

Die Wahrnehmung der 68er in der DDR: ein Aspekt, der bisher nicht sonderlich Beachtung gefunden hat. Einerseits war die SED-Spitze durchaus angetan von den Forderungen der westlichen Studentendemonstrationen in Paris und sonstwo. Andererseits konnte die DDR-Führung die Inhalte und Auswirkungen auf die ostdeutsche Jugend der 68er schwer kontrollieren. Der Historiker Stefan Wolle beschreibt die DDR-Seite der 68er stichhaltig und kenntnisreich.


Ein schmelzender Eisberg vor Grönland. (AP)

Klimamodelle, Gletscherschmelze und Hochrechnungen

Zwei Neuerscheinungen befassen sich mit dem Klimawandel

Der globale Klimawandel wird kaum noch von jemandem ernsthaft bestritten. Neben der puren Analyse kreist die Diskussion mittlerweile auch um den Umgang mit der Erderwärmung. Der Statistiker Bjorn Lomborg vertritt in seinem Buch: "Cool it - Warum wir trotz Klimawandels einen kühlen Kopf bewahren sollten" die These, dass es auf der Erde wichtigere Probleme gibt als die Erderwärmung. Eine ganz andere Position bezieht der Wuppertaler Klimaforscher Hermann E. Ott in "Wege aus der Klimafalle".

Adolf Hitler im Jahr 1937 (AP-Archiv)

Vorsehung und Religiosität

Der Theologe Rainer Bucher analysiert Hitlers Gottverständnis

Hitler selbst bezog sich in seinen Reden und Schriften auffallend häufig auf einen allmächtigen Gott, der das deutsche Volk zur Weltherrschaft und ihn zum Führer im Kampf ausersehen habe. Der katholische Theologe Rainer Bucher hält dies nicht für bloße Taktik, um die Massen hinter sich zu scharen. Er entdeckt darin eine geschichtstheologische Legitimation, die auf die Zeitgenossen Hitlers äußerst attraktiv wirkte.


Wahlplakate hängen an einer Straße in Rawalpindi, Pakistan (AP)

Pakistan im Blick

Ulrich Ladurner: "Bitte informieren Sie Allah!"

Zu den Kennern des Nahen und Mittleren Ostens gehört der Journalist Ulrich Ladurner, seit Jahren für die Wochenzeitung "Die Zeit" als Reporter in der Region unterwegs. Ladurner vereint analytische Fähigkeiten mit Empathie und dem Versuch, die Verhältnisse zu verstehen. Solche Qualitäten sind besonders wertvoll, wenn es in seinem neuen Buch um ein Land wie Pakistan geht, einem Schlüsselstaat im Kampf gegen den islamistischen Terror.


Paul Krugman glaubt an einen Machtwechsel im Weißen Haus. (AP)

Analytische Präzision

Paul Krugman schreibt über die Stunde der Demokraten

Es war in den Zeiten der fast einhelligen Medien-Unterstützung von George W. Bush immer ein besonderes Vergnügen, die Kolumnen des Wirtschaftswissenschaftlers Paul Krugman in der New York Times zu lesen. Nun, während die Bush-Ära zu Ende geht, wendet er sich stärker dem Treiben der Demokraten zu. Sein Buch "Nach Bush. Das Ende der Neokonservativen und die Stunde der Demokraten" ist nun auf Deutsch erschienen.

Der Markt wird es richten: Privatisierung der Atmosphäre als Deponie für Treibhausgase durch Ausgabe von Emissionszertifikaten? (AP)

Ideologie der Zumutungen

Eine Analyse des Neoliberalismus

Ideologiefrei und alternativlos sind die Stichworte, auf die sich der Werbefeldzug für mehr Markt und weniger Staat im Wesentlichen stützt. Wie die Strategie zur Durchsetzung dieses Konzepts im Weltmaßstab funktioniert, beschäftigt Wissenschaftler verschiedener Disziplinen. In einem Sammelband hat deshalb Christoph Butterwegge, gemeinsam mit Bettina Lösch und Ralf Ptak unterschiedliche Forschungsergebnisse zusammengestellt.



Das Bild zeigt, wie Eva Herman das Studio der Johannes B. Kerner-Show verlässt. (AP)

"Sie sind ein Volksschädling"

Wie Zeitungsleser auf die Diskussion um die Äußerungen Eva Hermans reagieren

Die Debatte um die Aussagen der Moderatorin und Autorin Eva Herman hatte es in sich, spülte sie doch Propaganda der NS-Zeit an die Oberfläche, die längst überwunden schien. Welche Spuren dieser Streit hinterlassen hat, beschäftigt den Berliner NS-Forscher Wolfgang Wippermann in seinem neuen Buch "Autobahn zum Mutterkreuz“. Darin dokumentiert er Reaktionen und Leserbriefe an die "Bild"-Zeitung.

Andruck

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