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StartseiteSport am Wochenende"Was Bremen macht ist goldrichtig"26.07.2014

Polizeieinsätze"Was Bremen macht ist goldrichtig"

Björn Tschöpe, Fraktionsvorsitzender der SPD Bremen, hat den Vorstoß des Bremer Senats, die Kosten für Polizeieinsätze bei Hochrisikospielen der DFL in Rechnung zu stellen, verteidigt. Die Angelegenheit müsse auf dem Rechtsweg geklärt werden.

Björn Tschöpe im Gespräch mit Jessica Sturmberg

Polizisten führen nach einer Massenschlägerei unter Fußballfans in Köln eine verhaftete Person ab. (dpa / Costa Belibasakis)
Polizisten führen eine verhaftete Person ab. (dpa / Costa Belibasakis)
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Björn Tschöpe sagte im Deutschlandfunk, die Kosten für die Hochrisikospiele würden Jahr für Jahr ansteigen. "Das kann man in Bremen niemanden mehr vermitteln." 

Der Deutsche Fußball Bund (DFB) hatte daraufhin am Freitag die Austragung des EM-Qualifikationsspiels zwischen der deutschen Nationalmannschaft und Gibraltar am 14. November 2014 vom Bremer Weserstadion nach Nürnberg verlegt. Bis auf weiteres werde es keinerlei Auswahlspiele von DFB-Mannschaften in der Hansestadt geben, entschied das DFB-Präsidium.

"Wir sind nicht isoliert"

Tschöpe sähe Bremen durch den Vorstoß nicht isoliert. "In allen Umfragen sagen bis zu 80 Prozent der Befragten, dass, was Bremen macht, ist goldrichtig." Man habe den Bund der Steuerzahler und die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) an der Seite.

Im Gespräch kritisierte er auch DOSB-Präsident Alfons Hörmann: "Er nimmt den Breitensport in Geiselhaft für die wirtschaftlichen Interessen eines Milliardenunternehmens, wie die DFL. Herr Hörmann sollte sich fragen, ob er an der Stelle ein richtiger Vertreter des gemeinwohlorientierten Sports ist."

Für ein normales Bundesligaspiel seien in Bremen 200 bis 300 Polizisten im Einsatz, zählte der SPD-Politiker auf. Bei Hochrisikospielen, wie gegen den Hamburger SV oder Hannover 96, seinen es 1.200. "Da kommen Zusatzkosten von 300.000 bis 500.000 Euro auf uns zu." Man sei gewillt die Angelegenheit nun höchstrichterlich klären zu lassen.

Das vollständige Gespräch können Sie bis mindestens 26. Januar 2015 als Audio-on-demand abrufen.

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