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StartseiteDas FeatureZwischen Hochkultur und Problembezirk28.11.2014

PorträtZwischen Hochkultur und Problembezirk

Szenensprünge mit dem türkischen Rapper Kutlu Yurtseven

An manchen Tagen hat Kutlu Yurtseven mit fünf Szenen gleichzeitig zu tun: Morgens arbeitet er als Sozialarbeiter in Kölner Problembezirken. Abends spielt er in einem Theaterstück über den Anschlag gegen Migranten in der Kölner Keupstraße im Schauspiel Köln.

Von Almut Schnerring und Sascha Verlan

Die Keupstraße fotografiert am 02.06.2014 in Köln (Nordrhein-Westfalen). Am Pfingstmontag ist es genau zehn Jahre her, dass vor dem Friseursalon in der Kölner Keupstraße eine Bombe explodierte. (picture alliance / dpa / Oliver Berg)
Die Keupstraße fotografiert am 02.06.2014 in Köln (Nordrhein-Westfalen). Am Pfingstmontag ist es genau zehn Jahre her, dass vor dem Friseursalon in der Kölner Keupstraße eine Bombe explodierte. (picture alliance / dpa / Oliver Berg)

Zwischendurch trifft er die Väter seiner Problemfälle im türkischen Kulturverein, um zwischen den Einwanderern der unterschiedlichen Generationen zu vermitteln. Außerdem steht er seit über 20 Jahren mit seiner Hip-Hop-Gruppe "Microphone Mafia" auf der Bühne. Mindestens so lange engagiert er sich auch politisch, kämpft gegen Rassismus auf der einen und Abschottung auf der anderen Seite.

Yurtseven muss viele Sprachen beherrschen: Nicht nur Türkisch und Deutsch, sondern auch die Sprache der Jugend und die ihrer Eltern, die Sprache der Musik und den Duktus der Sozialpädagogen genauso wie den der Kommunalpolitiker und Theaterliebhaber. So springt er zwischen den Szenen, übersetzt, hilft, vermittelt; und er kann spannende Einblicke liefern in die unterschiedlichen Szenen mit ihren je eigenen Konflikten und Vorurteilen.

Manuskript: 2014-11-28-Zwischen Hochkultur und Problembezirk (pdf)

Manuskript: 2014-11-28-Zwischen Hochkultur und Problembezirk (txt)

Produktion: DLF 2014

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