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StartseiteInformationen am Abend"Die Afghanen wollen eine neue Politik"05.04.2014

Präsidentenwahl"Die Afghanen wollen eine neue Politik"

Lange Schlangen vor den Wahllokalen - trotz Terrordrohungen, Kälte und heftigen Regens: Die Präsidentschaftswahl in Afghanistan könnte als historischer Tag in die Geschichte des Landes eingehen, meint DLF-Reporter Martin Gerner, der die Abstimmung in Kabul beobachtete. Ob es zu einer friedlichen Machtübergabe kommt, werden allerdings erst die nächsten Wochen zeigen.

Lange Schlangen von Wählern vor einem Wahllokal in Mazar-i-Scharif am 5. April 2014. Trotz Anschlagsdrohungen der Taliban haben sich die Afghanen in großer Zahl an der Wahl des neuen Präsidenten beteiligt.  (AFP/FARSHAD USYAN)
Ein Wahllokal in Masar-i-Scharif: Trotz Anschlagsdrohungen haben sich die Afghanen in großer Zahl an der Präsidentenwahl beteiligt. (AFP/FARSHAD USYAN)
Weiterführende Information

Afghanistan vor Präsidentenwahl: Ein Land zwischen Hoffen und Bangen (Deutschlandfunk, Hintergrund, 03.04.2014) 

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Technokrat im Paschtunengewand (Deutschlandfunk, Eine Welt, 29.03.2014)

Festlich und euphorisch sei die Stimmung bisweilen gewesen, berichtet Afghanistan-Kenner Martin Gerner von der Präsidentenwahl in Kabul. Nicht nur Terrordrohungen der Taliban, auch ungünstige Witterung, hatten eine niedrige Wahlbeteiligung erwarten lassen. Mit schweren Regenfällen und Kälte habe "Hamburger Wetter" geherrscht, so Gerner. Trotzdem ließen sich viele Afghanen nicht von der Wahl abhalten. Nach Schätzungen der Wahlkommission (IEC) beteiligten sich am Samstag rund sieben Millionen der mehr als zwölf Millionen Wahlberechtigten an der Abstimmung. Die Beteiligung läge demnach bei fast 60 Prozent.

Um die Nachfolge von Präsident Karsai hatten sich acht Kandidaten beworben. Es wird erwartet, dass keiner von ihnen die absolute Mehrheit erhält. In diesem Fall kommt es am 28. Mai zu einer Stichwahl. Die radikal-islamischen Taliban hatten im Vorfeld mit Anschlägen gedroht. Bei zwei Bombenexplosionen wurden mehrere Menschen getötet oder verletzt. Korrespondenten zufolge war die Lage jedoch insgesamt ruhig.

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