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Seit 17:35 Uhr Kultur heute
StartseiteVerbrauchertipp Last Minute, Standby oder Internet09.03.2016

Preiswert verreisen Last Minute, Standby oder Internet

Ans Reisen denken die Deutschen gern. Jeder dritte leistet sich mindestens eine Urlaubsreise im Jahr, sagt die Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen. Wenn der Geldbeutel klein ist, lassen sich allerdings keine großen Sprünge machen. Oder doch? Der Verbrauchertipp verrät drei entscheidende Tipps.

Von Anna Florenske

Eine Palme an einem Strand - im Hintergrund das Meer. (dpa / Stephan Persch)
Auch für Fernreisen muss man nicht unbedingt tief in die Tasche greifen. (dpa / Stephan Persch)
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Beim Thema Urlaub bleiben sie stehen. Passanten auf der Straße:

"Also erst mal liebe ich das Meer, das Ausspannen, Spazieren gehen. Am Strand Muscheln suchen und alles."

"Man sieht mal was anderes. Mann kommt mal aus seinem alten Trott raus.Das ist eigentlich immer richtig, dass das ein bis zwei Mal im Jahr passiert."

Doch was tun, wenn die Sehnsucht groß, aber die Reisekasse knapp ist? Der Elektriker Ralph Trompeter verreist nicht mehr in der Hauptreisezeit und lässt sich beraten.

"Dann guckste mal, wo Du denn hinfliegen kannst. Möglichst weit weg, wo die Sonne denn dann wirklich an ist, wo es dann wirklich warm ist."

Günstige Schnäppchen finden sich immer  -  vorausgesetzt, Kunden sind so flexibel wie Ralph Trompeter. Wer wie er Restplätze aus Pauschalangeboten nutzt, kann deutlich sparen, erklärt Stefan Kochems. Er führt ein kleines Reisebüro in Köln. Wie wäre es zum Beispiel mit Kuba im Februar?

"Es gibt sehr preiswerte Pauschalreisen in die Karibik, also man kann ohne weiteres 14 Tage Karibik für unter 1000 € bekommen."

Also, der Tipp Nr. 1: Flexibel sein, das hilft beim Sparen. Wer nicht auf Hauptreisezeiten angewiesen ist, kann günstiger verreisen. Ansonsten gilt aber, Tipp Nr. 2: Kurzentschlossene müssen heute tiefer in die Tasche greifen als Frühbucher.

Last Minute oft kein Schnäppchen mehr

"Grundsätzlich gilt zurzeit: Wer früh bucht, kriegt die guten Hotels zu einem anständigen Preis. Wer spät bucht, kriegt das, was noch übrig ist auf dem Markt. Und muss eventuell wegen den tagesaktuellen teuren Flugpreise einen höheren Preis bezahlen, als hätte er das sieben Monate vorher gemacht."

Vorbei die Zeiten, zu denen man mit Last Minute-Buchungen oder direkt am Flughafen mit "Stand-by-Flügen" auf den letzten Drücker wahre Preisknüller ergattern konnte. Der Hintergrund: Die Einkaufspolitik der Reiseveranstalter hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Torsten Schäfer vom Deutschen Reiseverband:

"Man kauft sehr zögerlich, sehr konservativ Kontingente ein. Sprich: Das klassische Last Minute Geschäft, was es früher mal gab, dass wirklich zum Ende der Saison die Reste noch zum Teil unter Preis verkauft worden sind, das gibt es nicht mehr."

Onlinebuchung oder am Flughafen nicht zwangsläufig günstiger

Wer also Geld sparen möchte und eine große Auswahl haben will, der bucht früh – etwa fünf bis sechs Monate vor Reisebeginn. Wo man bucht, ist generell aber nicht entscheidend, betont Reiseexperte Torsten Schäfer. Hartnäckig hält sich beispielsweise die Mär, dass das Buchen im Internet oder am Flughafen preisgünstiger sei.

"Das stimmt nicht. Eine 14-tägige Reise nach Mallorca mit Abflugdatum beispielweise Mitte Februar ab Düsseldorf muss im Internet genau den gleichen Preis haben wie am Flughafen, wie am Telefon oder aber im stationären Reisebüro auf der Ladenzeile."

Ähnlich wie bei der Buchpreisbindung ist in Deutschland nämlich auch der Reisemarkt gesetzlich geregelt. Daher müssen die Preise für eine identische Reise zu einem identischen Abflugzeitpunkt überall gleich sein. Trotzdem sind die Angebote im Internet hilfreich – daher Tipp Nr. 3: Zunächst im Internet in aller Ruhe Ideen sammeln, planen und Preise vergleichen. Anschließend mit den Informationen in ein Reisebüro des Vertrauens gehen. Und nicht vergessen – die Mühe lohnt sich.

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