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Prima Klima für Mieter

Teil 3 der Serie "Klimaschutz zum Selbermachen"

Von Daniela Siebert

Richtig Heizen mit richtigen Ventilen spart Energie.
Richtig Heizen mit richtigen Ventilen spart Energie. (AP)

Richtiges Heizen und Lüften sind wichtig, um ein angenehmes warmes Innenraumklima zu schaffen und die Entwicklung von Schimmel zu vermeiden. Das gilt auch und erst recht in modernisierten Wohnungen, die durch Wärmedämmung und dichte Fenstern Energie sparen.

Daniela Borchardt hat voriges Jahr moderne Isolierfenster in ihre Wohnung eingebaut bekommen und ist sehr zufrieden damit.

"Das merkt man selber, weil meine Blumen nicht mehr eingehen. Jedes Jahr zum Winter sind meine Blumen eingegangen, weil es gezogen hat und jetzt leben sie schon seit zwei Jahren."

Allerdings: Weil neue Isolierfenster nicht nur weniger Kälte, sondern auch weniger Frischluft durchlassen, ist das Risiko erhöht, dass sich Schimmel in der Wohnung bildet. Regelmäßiges und richtiges Lüften ist deshalb besonders wichtig. Nicola Hoheisel, Beraterin des Mobilen Umwelttechnik Zentrums, empfiehlt Stoßlüften: Also Fenster weit auf, am besten sogar Durchzug. Aber nicht länger als fünf bis zehn Minuten, und keinesfalls stundenlang auf Kippstellung, damit das Mauerwerk nicht auskühlt.

"Wenn ich stoßlüfte, dann tausche ich wirklich die Luft aus und das Mauerwerk bleibt warm."

Isolierfenster haben oft Lüftungsschlitze im Fensterrahmen, um ein Mindestmaß an Luftzirkulation sicherzustellen. Solche Öffnungen dürfen auf keinen Fall verschlossen werden, sie verlieren sonst ihre Funktion. Weil Isolierfenster kaum Feuchtigkeit nach draußen entweichen lassen, kann auch ein Hygrometer eine gute Hilfestellung geben, wann und wie oft gelüftet werden muss. Es zeigt die Feuchtigkeitssättigung der Luft an und damit auch, ab wann es zu feucht im Raum ist. Das ist vor allem dort wichtig, wo viel Feuchtigkeit entsteht, findet Nicola Hoheisel. Also in der Küche, im Bad und dort wo die Wäsche getrocknet wird. Auch geschlossene Zimmertüren können das Raumklima verbessern. Denn nicht in allen Räumen des Hauses oder der Wohnung müssen die gleichen Temperaturen herrschen. Corinna Müller, ebenfalls Beraterin im Mobilen Umwelttechnik Zentrum.

"Auf alle Fälle sollte man bei Küche und Bad beachten, wenn man da drin ist und Feuchtigkeit produziert, dass man die Türen zulässt zu den anderen Räumen. Man sollte zum Beispiel nie versuchen, über die Zimmertüren irgendwelche Ausgleiche zu schaffen, das Gleiche gilt mit der Heizung: wenn man einen Raum hat, den man immer kühl hält - zum Beispiel das Schlafzimmer. Dann sollte auf alle Fälle die Tür zu den anderen Räumen zu sein."

In modernisierten Wohnungen werden auch gerne Heizungsthermostate installiert, die ein Thermometer integriert haben, das die Raumtemperatur misst und daran die Heizintensität ausrichtet. Es sollte nicht durch Möbel verbaut oder von einem Vorhang verdeckt werden:

"Das Problem ist, wenn ein Vorhang über ein Thermostat drüber fällt, dann bildet sich dahinter eine Wärme, also einen Wärmestau, das Thermostat denkt: Es ist warm in dem Raum, aber es ist eigentlich nur hinter dem Vorhang warm."

Die Folge: die Heizung heizt weniger, als es eigentlich für den ganzen Raum nötig wäre. Außerdem sinnvoll, so die Beraterin, während des Stoßlüftens die Heizung abzudrehen. Eine Alternative seien programmierbare Heizungsthermostate, die ab Temperaturunterschieden von 15 Grad beim Lüften automatisch abdrehen. Diese Drehgriffe könne man auch leicht selbst installieren sagt Nicola Hoheisel und so Heizungskosten sparen, etwa wenn man für mehrere Stunden Abwesenheit eine Absenkung programmiert.

"Die kriegt man so für um die 20 Euro im Baumarkt, die würde ich empfehlen, vor allem wenn jemand berufstätig ist. Geht ganz einfach, man braucht keinen Heizungsmonteur, es ist wirklich nur eine Schraube aufmachen, das alte Thermostatventil abmachen, das neue programmierbare draufschrauben, man muss sich natürlich die Bedienungsleitung für das Gerät durchlesen, aber die sind eigentlich auch verständlich."

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