Freitag, 15.12.2017

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 05.03.2017
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Ein ungemeiner Drang nach Erkenntnis
Die Lange Nacht über das Internat Pforta
Von Tobias Barth, Lorenz Hoffmann und Hartmut Schade
Regie: Tobias Barth

Silentium, Refektorium, Ludorium - wem diese Begriffe leicht über die Lippen gehen, ist „Portenser“, Schüler in der Landesschule Pforta. Keine gewöhnliche Schule. Seit 1543 werden hier „würdige und bedürftige Knaben“ in „Künsten und Sprachen unterweiset“. Mädchen dürfen erst seit 1949 hier lernen. Das Besondere: Von der 9. Klasse an können Mädchen und Jungen nach Pforta, lassen ihren alten Freundeskreis hinter sich und treffen auf andere lernbegeisterte Teens. Sie verbringen Tage und Nächte miteinander, was sie oft mehr prägt als der Schulunterricht. Viermal wurde im 20. Jahrhundert fast die gesamte Lehrerschaft ausgetauscht. Wie konnte aus einem humanistischen Elitegymnasium eine „Nationalpolitische Erziehungsanstalt“ (NAPOLA) werden, wie daraus eine Internatsschule mit Sonderstatus und Schülerselbstverwaltung zu DDR-Zeiten? Das Internat in der Nähe von Naumburg (Sachsen-Anhalt) beschreiben die Schüler heute als Zentrum kreativer Energie. Pfortas berühmtester Schüler, Friedrich Nietzsche, schreibt 1859 ins Tagebuch: „Mich hat jetzt ein ungemeiner Drang nach Erkenntnis ergriffen.“ 1543 gründete der sächsische Kurfürst Moritz Pforta, damit es seinem Lande „an gelahrten Leute nicht mangle“ und schuf damit einen Schultyp, der Kriege und Revolutionen, Monarchien und Diktaturen überdauerte. Kluge Köpfe brauchten sie alle, und an dem Selbstbewusstsein einer traditionsreichen Institution scheiterten viele modische Unterrichtsneuheiten. Die 'Lange Nacht' erzählt vom Internatsleben, von berühmten und weniger berühmten Schülern und Lehrern, spürt dem Geist Pfortas nach. Der sorgt bis heute dafür, dass Absolventen stolz in ihren Lebenslauf „al.port“ schreiben - Alumnus portensis.

01:00 Nachrichten 

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

02:05 Sternzeit 

02:07 Klassik live 

Forum neuer Musik 2016 „Jüdische Identitäten“

Gabriel Iranyi (*1946)

Shir ha‘Maalot

Wie man zum Stein spricht

Ich schau empor nach jenen Bergen

Sabine Akiko Ahrendt, Violine
Dominik Susteck, Orgel

Aufnahme vom 10.4.16 aus der Kunststation Sankt Peter in Köln

03:00 Nachrichten 

03:05 Heimwerk 

Ludwig van Beethoven
An die ferne Geliebte

Richard Strauss
Mädchenblumen

Hugo Wolf
Mörike-Lieder

Ludwig van Beethoven
Resignation

Julian Prégardien, Tenor
Christoph Schnackertz, Klavier

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

04:05 Die neue Platte XL 

05:00 Nachrichten 

05:05 Auftakt 

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

06:10 Uhr

Geistliche Musik

Anonym
3 Gesänge zum Aschermittwoch und zur Fastenzeit
Immutemur habitu in cinere et cilicio. Antiphon
Kyrie
Laetatus sum. Graduale
Chanticleer

Johann Sebastian Bach
'Ein feste Burg ist unser Gott'. Kantate BWV 80
Barbara Schlick, Sopran
Gerard Lesne, Countertenor
Howard Crook, Tenor
Peter Kooy, Bass
Collegium Vocale
La Chapelle Royale
Leitung: Philippe Herreweghe

César Franck
Choral für Orgel Nr. 3 a-Moll (M 40)
Daniel Roth, Orgel

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Information und Musik

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

Kleider machen Künstler

Migration, Flucht, Asyl - Ein Interview mit dem Historiker Jochen Oltmer

Schönheit und Schrecken der Revolution - Ein Interview mit dem Publizisten Gero von Randow

07:30 Nachrichten 

07:50 Kulturpresseschau

Auszüge aus den Feuilletons der Woche

Renaissance der Klassik? Ein Interview mit dem Musikmanager Folkert Uhde

Denk ich an Deutschland: die Opernsängerin Simone Kermes

Am Mikrofon: Maja Ellmenreich

08:00 Nachrichten 

08:30 Uhr

Nachrichten

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgen

Religiöses Wort
Schmerz als Herausforderung christlicher Ethik
Von Katharina Klöcker, Münster
Katholische Kirche

08:50 Uhr

Presseschau

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 75 Jahren: Schostakowitschs "Leningrader Symphonie" wird uraufgeführt

09:10 Uhr

Die neue Platte

Sinfonische Musik

09:30 Uhr

Essay und Diskurs

Kölner Kongress 2017 - Erzählen in den Medien
Zwischengeschichten
Von Kathrin Röggla

„Es ist in diesen Tagen jedenfalls besser, keine Reden zu halten, sondern um sie herumzukommen, indem man Geschichten erzählt“, schreibt Kathrin Röggla im November 2016 in der NZZ. „Ja, die gute alte Fiktion, die für mich gar keine gute alte Fiktion ist, vielmehr eine neue Fiktion, da ich sie bisher für verdächtig hielt, weil sie als ein zu leicht verfügbarer Möglichkeitsraum in einer unmöglichen Gesellschaft auftritt“. In ihren Vorträgen im Zürcher Literaturhaus/Deutsches Seminar der Universität Zürich entwirft Kathrin Röggla den Gedanken, dass im Zeitalter von Populismus, Postfaktischem und Politikberatung die alten Heldengeschichten immer wieder erzählt werden, auch wenn sie über Online-Foren verbreitet und von Algorithmen konstruiert werden. Sie entwickelt die Idee für Zwischengeschichten, für die Konflikte und gesellschaftliches Personal erfunden werden müssen, Zwischenfiguren, die zwischen den Stühlen sitzen, zwischen Dokumentation und Fiktion, zwischen Mündlichem und Schriftlichem. Was für eine Erzählform entsteht da? Gibt es interessantere Handlungsverknotungen als das Dilemma? Kathrin Röggla nimmt Literatur und Theater in den Blick und überprüft die „Fiktionalisierung der Welt und ihr Gegenteil“.
Kathrin Röggla eröffnet das Symposium „Erzählen in den Medien“ beim Kölner Kongress 2017 am 10. - 11. März. Ihr Vortrag ist bei 'Essay & Diskurs' in einer Vorabfassung zu hören.
Kathrin Röggla, geboren 1971, lebt in Berlin. Sie schreibt Prosa, Essays, Theaterstücke und Hörspiele. Zuletzt veröffentlichte sie "Nachtsendung. Unheimliche Geschichten" im S. Fischer Verlag.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Gottesdienst

Übertragung aus der Jakobikirche in Chemnitz
Predigt: Pfarrerin Dorothee Lücke
Evangelische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Interview der Woche

Hannelore Kraft, SPD, Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergang

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

Schmuggeln am Schlappiner Joch
Geschichten aus der Madrisa im Montafon

Bei den Wolkenkriegern
In der altperuanischen Festungsstadt Kuélap

Die wilde Schönheit des Nirgendwo
Bären, Wölfe und Wildschweine in den rumänischen Karpaten

Die letzte Männerdomäne
Ehrwürdige gastronomische Gesellschaften im Baskenland

Makellose Schönheit
Welche Rolle kostbare Puppen am „Mädchentag“ in Japan spielen

Gelebtes Utopia
Mensch und Tier in einer Aachener Hofgemeinschaft

Am Mikrofon: Andreas Stopp

12:00 Nachrichten 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Informationen am Mittag

13:30 Uhr

Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person
Der Botaniker Johannes Vogel im Gespräch mit Tanja Runow

Johannes Vogel ist seit 2012 Generaldirektor des Naturkundemuseums in Berlin. Zuvor hat er die botanische Abteilung am Natural History Museum in London geleitet. Er weiß also, wovon er spricht, wenn er sagt: "Wir haben von der Natur noch so gut wie gar nichts verstanden." Allein Mitarbeiter seines Hauses entdecken jeden dritten Tag eine neue Art. Und wenn es nach dem Citizen-Science-Verfechter Johannes Vogel ginge, wäre Naturkunde sowieso längst Volkssport. Auf der anderen Seite schreitet weltweit das Artensterben voran. Aufmerksamkeit erregte der Museumschef vor einiger Zeit mit seiner Forderung, große 'Biodiversititätsentdeckungsfabriken' zu errichten, um die Erforschung unserer Umwelt zu beschleunigen. Britischer Humor oder westfälischer Pragmatismus? Vogel wurde 1963 in Bielefeld geboren und ist mit einer britischen Tomatenforscherin verheiratet, die nicht zufällig den Nachnahmen Darwin trägt.

14:00 Nachrichten 

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Rock et cetera

Das Magazin
Neues aus der Szene
Am Mikrofon: Tim Schauen

16:00 Uhr

Nachrichten

16:10 Uhr

Büchermarkt

Aus dem literarischen Leben
Das Buch der Woche

Ingeborg Bachmann: Male Oscuro. Aufzeichnungen aus der Zeit der Krankheit. Traumnotate, Briefe, Brief- und Redeentwürfe
Hg. von Isolde Schiffermüller und Gabriella Pelloni
(Suhrkamp Verlag, Berlin)
Ein Beitrag von Helmut Böttiger

Am Mikrofon: Hubert Winkels

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Wissenschaft im Brennpunkt
Das Böse im Brot
Über eine grassierende Weizenunverträglichkeit
Von Lucian Haas

Weizen ist in den vergangenen Jahren ins Gerede gekommen. Immer mehr Konsumenten klagen nach dem Verzehr über einen gereizten Darm und greifen verstärkt nach glutenfreien Ersatz-Brötchen. Dabei handelt es sich bei den Beschwerden gar nicht um eine klassische Zöliakie, die tatsächlich auf eine Glutenunverträglichkeit zurückzuführen ist. Genauso wenig handelt es sich um eine Weizenallergie, die sich anhand entsprechender Antikörper nachweisen ließe. „Nicht-Zöliakie-Weizensensitivität" (NCWS) wird die neue, geheimnisvolle Krankheit genannt, die laut Schätzungen bis zu 10 Prozent der Bevölkerung betreffen soll. Jetzt sucht die Forschung nach der Wurzel des Bösen.

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Kulturfragen

Debatten und Dokumente

"Ich mache, was mein Herz bewegt" - Der Choreograf John Neumeier im Gespräch mit Dorion Weickmann

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen

Ein neuer Konzertsaal für die Hauptstadt - Der Pierre Boulez Saal von Frank Gehry wird in Berlins Mitte eröffnet

"Gute Pässe, schlechte Pässe - Eine Grenzerfahrung" von Helena Waldmann - Uraufführung in Ludwigshafen

"Drei Tage auf dem Land" - Andreas Kriegenburg inszeniert nach Turgenjew am Frankfurter Schauspiel

Blick hinter die Fassade - Ausstellung mit Fotografien aus Nordkorea in Ulm

"Bannfluch" am Warschauer Theater und die Folgen - Regisseur Oliver Frljic schreibt offenen Brief an die EU

Am Mikrofon: Beatrix Novy

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Fünf Jahre nach der Pleite: Anton Schlecker vor Gericht

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Sonntag

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Freistil

Think big!
Der Weltenmacher Ken Adam
Von Christian Buckard
Regie: Nikolai von Koslowski
RBB/SWR 2014

Jeder Held braucht seine Welt, die er retten kann. Die einzigartige Welt des einzigartigen Geheimagenten James Bond hat Sir Ken Adam erträumt und erschaffen. Eine wunderbare Kombination aus futuristischem Design und klassischer Eleganz, revolutionär, fand einer, der es wissen muss: Bond-Darsteller Roger Moore. Die Träume des am 5. Februar 1921 als Klaus Hugo Adam in Berlin geborenen Produktionsdesigners und Filmarchitekten haben unser Bild von der Welt geprägt - zumindest von jenen Teilen, die wir sonst nie zu Gesicht bekommen: die tiefste Unterwelt mysteriöser Kommandozentralen und Schaltstellen und die höchste Überwelt luxuriöser Villen und Anwesen der Reichen, Schönen und Bösen. Vor einem Jahr ist Ken Adam in London gestorben.

21:00 Uhr

Nachrichten

21:05 Uhr

Konzertdokument der Woche

Grundton D 2016 - Konzert und Denkmalschutz (10)

Europa hören
Barockmusik von Neapel bis Dresden

Mit Werken u.a. von
Johann Adolph Hasse
Antonio Caldara
Antonio Vivaldi
Johann Sebastian Bach

Joowon Chung, Sopran
Terry Wey, Altus
Wiener Sängerknaben
Bach Consort Wien
Leitung: Rubén Dubrovsky

Aufnahme vom 16.9.16 aus der St. Wolfgangskirche in Schneeberg / Sachsen
Am Mikrofon: Jochen Hubmacher

Es mutet ein wenig an, wie Eulen nach Athen zu tragen, wenn man ausgerechnet in Sachsen versucht, mit einem Knabenchor aus dem Ausland zu reüssieren. Sind es doch die Thomaner aus Leipzig und der Dresdner Kreuzchor, 
die auf diesem Gebiet seit Jahrhunderten Maßstäbe setzen. Nun gastierte Mitte September 2016 nicht irgendein Chor in der St. Wolfgangskirche in Schneeberg, sondern die Wiener Sängerknaben. Der Auftritt dieses wohl berühmtesten Knabenchors der Welt ließ selbst die in dieser Hinsicht verwöhnten Sachsen scharenweise in den riesigen Bergmannsdom strömen. Beim Saisonfinale der Deutschlandfunk-Benefizreihe 'Grundton D', das in Kooperation mit dem Musikfest Erzgebirge stattfand, lautete das Motto 'Europa hören'. Es erklang Barockmusik, die das Publikum mitnahm auf eine Reise von Neapel über Venedig und Wien durch Böhmen bis Leipzig und Dresden.

22:00 Nachrichten 

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Das war der Tag

23:30 Uhr

Sportgespräch

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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Programmtipps

Mit einem Feuerwerk wird am 21.10.2017 das 175-jährige Jubiläum der Walhalla bei Donaustauf (Bayern) gefeiert.  (dpa, Armin Weigel)
Das letzte MalDie Kunst des Abschiednehmens
Lebenszeit 15.12.2017 | 10:10 Uhr

In zwei Wochen feiern wir Silvester und nehmen damit Abschied vom Jahr 2017. Nur sehr selten begehen wir solch einen Moment des Abschiednehmens so bewusst wie am Jahresende. Das Zelebrieren des letzten Mals kann schön oder sogar lustig sein - aber auch sehr schmerzhaft und traurig.

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