Sonntag, 21.01.2018

Programm: Vor- und Rückschau

Samstag, 28.12.2013
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Mitternachtskrimi

Die schwarze Kerze (3/3)
Von Edward Boyd
Aus dem Englischen von: Marianne de Barde und Hubert von Bechtolsheim
Regie: Gustav Burmester
Musik: Enno Dugend
Mit: Hansjörg Felmy, Horst Michael Neutze, Hans Caninenberg, Helga Zeckra, Werner Rundshagen, Lilly Towska, Wolfgang Reichmann, Jaromir Borek u.a.
Produktion: WDR 1970
Länge: 51'59 mono

Steve Gardiner wühlt in der Familiengeschichte der Mortons und trifft auf einige Personen, die wie Trabanten um Frank Lennox und seinen Nachruhm kreisen - und um Wilfried und Jimmy Morton. Was verbergen die beiden Männer? Als sie das rabiate Hausmädchen Deliah hinauswerfen, verlässt sie das Haus mit einer großen Szene: "Sie sind wirklich ein besonders Gescheiter, was, Mr. Gardiner? Antworten wissen Sie immer. Aber wissen Sie auch die richtigen Fragen? Vielleicht gäb’ ein paar, die Sie mal stellen sollten hier. Fragen Sie sie nach dem Dolch, den Jimmy aus Korea mitgebracht hat. Und fragen Sie, wer ihn von der Wand genommen hat, und wo er jetzt ist. Fragen Sie sie, was sie draußen zu suchen haben in der Nacht, wenn andere Leute schlafen. Und fragen Sie sie nach der Nacht, in der Jimmy mit blutbeschmierten Händen nach Hause kam. ... Und fragen Sie sie, was sie vom "netten Mann" wissen."

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

01:05 Soundcheck

Mali, Kuba, Los Angeles
Ry Cooder überrascht mit einem neuen Live-Album
Am Mikrofon: Udo Vieth

02:00 Nachrichten 

02:05 LiederLaden 

Überlebende des US-Folkrevivals
Livemusik aus dem Caffè Lena in New York
Am Mikrofon: Michael Kleff

Das Caffè Lena dürfte das älteste noch geöffnete "Coffeehouse" in den USA sein. Wobei es kein "normales" Kaffeehaus ist, sondern ein Musikcafé, das seit
seiner Eröffnung im Jahr 1960 bis heute Singer/Songwritern ein Podium bietet. Von Lena Spencer 1960 in Saratoga Springs in Upstate New York gegründet,
nahm dort schon ein Jahr später ein junger Bob Dylan an einer "Open Mic"-Nacht teil. Ihm folgten unzählige Musiker, die sich im Laufe der Jahre einen Namen in der Folkszene machten. Die Liste der Künstler, die auf Spencers kleiner Bühne standen, reicht von David Amram und Tom Paxton über Jerry Jeff Walker und Kate McGarrigle bis zu Arlo Guthrie und Pete Seeger. Der Tod der Gründerin 1989 bedeutete nicht das Ende vom Caffè Lena. Anais Mitchell, Mary Gauthier und Sean Rowe sind nur einige von der jungen Garde des Folk, die heute dort auftreten. Von rund 700 Konzertmitschnitten aus der über fünf Jahrzehnte alten Geschichte des Musikcafés sind jetzt knapp 50 Aufnahmen auf einem 3-CD Boxset veröffentlicht worden. Neben einigen Künstlern kommt in der Sendung auch Steve Rosenthal zu Wort, der das aufwendige Projekt betreut hat.

03:00 Nachrichten 

03:05 Spielraum 

Rock ohne Grenzen
Am Mikrofon:Carlo May

04:00 Nachrichten 

04:05 Milestones 

Klassiker der Jazzgeschichte
Milestones - Klassiker der Jazzgeschichte
Cedar Walton (1934-2013): ‚Eastern Rebellion‘(1976/77)
Mit Karl Lippegaus

05:00 Nachrichten 

05:05 Alte Musik 

Georg Philipp Telemann
Sonate für Diskantgambe und Basso continuo G-Dur, TWV 41: G6
Hamburger Ratsmusik

Arcangelo Corelli
Concerto grosso g-Moll, op. 6 Nr. 8
Enrico Onofri, Violine
Il Giardino Armonico Mailand
Leitung: Giovanni Antonini

05.30 Nachrichten
05.35 Presseschau
Aus deutschen Zeitungen

Johann Sebastian Bach
Konzert für Cembalo, Streicher und Basso continuo g-Moll, BWV 1058
Lars Ulrik Mortensen, Cembalo
Concerto Copenhagen
Leitung: Lars Ulrik Mortensen

Evaristo Felice Dall'Abaco
Concerto a quattro da chiesa a-Moll, op. 2 Nr. 4
Concerto Köln

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

06:10 Uhr

Informationen am Morgen

Berichte, Interviews, Reportagen

06:30 Nachrichten 

06:35 Morgenandacht 

Pfarrer Ulrich Lüke, Aachen

06:50 Interview 

07:00 Nachrichten 

07:05 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

07:15 Interview 

07:30 Nachrichten 

07:40 Sport am Morgen 

07:50 Podium 

08:00 Nachrichten 

08:10 Interview 

08:30 Nachrichten 

08:35 Börse 

08:40 Sport am Morgen 

08:50 Presseschau 

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 125 Jahren: Der Filmregisseur Friedrich Wilhelm Murnau geboren

09:10 Uhr

Das Wochenendjournal

Tanz mit uns ! -
Der erste Schritt ins neue Jahr

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Klassik-Pop-et cetera

Am Mikrofon: Der Abenteurer und Reiseautor Helge Timmerberg

Er hat im Dschungel dem Tiger in die Augen geblickt. Er hat vier Tage in einem indischen Pestquartier überstanden. Und er hat vom Golfkrieg berichtet und von seinen Drogenerlebnissen in Amsterdam. Helge Timmerberg, Jahrgang 1952, bereiste fast alle Winkel der Erde - bis auf die Fidschis und Australien. Seine abenteuerlichen Reiseberichte erschienen in den wichtigsten Blättern der Republik und im legendären Lifestyle-Magazin Tempo, außerdem in Buchform. Helge Timmerberg gilt als "Enfant terrible" des deutschen Journalismus, seine fesselnden Geschichten sind auch ein Trip durch innere Erlebniswelten: Die sehr subjektiven Reportagen haben ihm den Ruf des deutschen Tom Wolfe oder Hunter S. Thompson eingebracht. Mit 20 Jahren beschloss Timmerberg auf einem Trip durch den Himalaja Journalist zu werden. Seine ersten Gehversuche machte er als Lokalredakteur in Ostwestfalen, doch schnell zog es ihn in die Welt hinaus. Und heute macht er eine Stunde Halt bei "Klassik-Pop-et cetera".

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Gesichter Europas

Das Meer im Topf: Kopenhagen entdeckt seine kulinarischen Wurzeln
Eine Sendung von Simonetta Dibbern und Marc-Christoph Wagner

Die traditionelle dänische Küche ist, wie in fast allen nordischen Regionen, fett und deftig. Reichlich belegtes Smørrebrød, Pølser, Gänseschmalz und Schweinekotelett - ohne Verdauungsschnaps geht selten etwas. Die Dänen haben sich nie besonders viele Gedanken über das Essen gemacht, bis sich Anfang des 21. Jahrhunderts ein paar innovative wie sinnliche Küchenchefs aus Kopenhagen zusammentaten und ein Manifest für die neue nordische Küche formulierten. In zehn Punkten verpflichteten sie sich, auf Qualität, Regionalität und Originalität zu achten, um sich mit neuen Ideen und typisch skandinavischen Zutaten an die Weltspitze zu kochen: mit Kräutern von Salzwiesen, alten Gemüse- und Obstsorten, Moltebeeren, Möweneiern, eingekochten Tannenzapfen und zum Nachtisch Eichenholzeis - der Fantasie scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein. Haben sich der Erfolg der Sterneköche und die Gebote ihres kulinarischen Manifests auch auf die Ernährungs- und Kochgewohnheiten der Dänen ausgewirkt? Die Bevölkerung langt nämlich nach wie vor reichlich zu - mit einer Fettsteuer hatte die dänische Regierung versucht, die Zahl der Übergewichtigen zu reduzieren, ohne Erfolg. So werden die Dänen wohl auch in Zukunft die Westeuropäer mit der niedrigsten Lebenserwartung sein und zugleich - laut aktueller UN-Studie - das glücklichste Volk der Welt.

12:00 Uhr

Nachrichten

12:10 Uhr

Informationen am Mittag

Berichte, Interviews, Musik

12:50 Internationale Presseschau 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:10 Uhr

Themen der Woche

13:30 Uhr

Eine Welt

Auslandskorrespondenten berichten
Südsudan: Afrikanisches Gipfeltreffen in Kenia -
Chance, die Gewalt zu stoppen ?

Äthiopien: Hoffnung auf Besserung dreißig Jahre nach der Hungerkatastrophe

Syrien: Bashar al-Assad - Politischer Gewinner des Jahres 2013 ?

Indien: Aufbruch -
Jugend ein Jahr nach der Gruppenvergewaltigung

Moderation: Birgit Morgenrath

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Lesung und Musik

Thomas Mann
Meerfahrt mit "Don Quijote" (4/6)
Eine literarisch-musikalische Schiffspassage zusammengestellt von Matthias Sträßner
(Teil 5 am 29.12.2013)

Thomas Mann veröffentlichte sein Tagebuch einer Schiffsreise "Meerfahrt mit Don Quijote" erstmals vom 5. - 15. 11.1934 in der Neuen Zürcher Zeitung. Aber Thomas Mann hat bei dieser Schiffspassage nicht nur Don Quijote im Gepäck. Auch aus Iwan Gontschwarows "Oblomov" oder aus dem "Goldenen Esel" von Apuleius wird zitiert, wenn der Dichter nicht im Liegestuhl ein Nickerchen macht oder im Speisesaal mit anderen Gästen diniert. Aber dann gibt es auch eine Notfallübung: "Hier kommt das Boot, ein Motorboot, sehr nett, nur etwas klein... wir steigen ein, dann geht es aufs Wasser, und dann bringe ich Sie nach Haus." Diese Formulierung hätte der Steward vielleicht besser nicht benutzt. Denn was heißt für Thomas Mann 1934 "nach Haus bringen"….? Umrahmt wird die Schiffspassage von Musik aus 5 Jahrhunderten, die gleichfalls das literarische Werk von Don Quixote umkreist.

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Hörspiel Extra

Miguel de Cervantes:
Don Quijote von der Mancha (4/6)
Aus dem Spanischen von Susanne Lange
Bearbeitung, Komposition, Regie: Klaus Buhlert
Mit: Rufus Beck, Thomas Thieme und Anna Thalbach
Produktion: DLF/HR 2010
Länge: 54'27

Der Barbier und der Pfarrer veranstalten in Don Quijotes Haus ein Autodafé (Bücherverbrennung), dem nahezu alle Ritterromane zum Opfer fallen. Doch der eingebildete Ritter wird keinesfalls geheilt, im Gegenteil, er erwählt sich den Bauern Sancho Panza zu seinem Schildknappen. Der lange dünne Ritter von der traurigen Gestalt auf seinem alten Klepper und der kleine dicke Sancho auf seinem Esel, der selbstlose Träumer und der bauernschlaue Vielfraß. Zusammen sollen sie unsterbliche Abenteuer bestehen: Don Quijote kämpft gegen die Windmühlen, die ihm als Riesen erscheinen, besteht einen Kampf mit einigen Schläuchen roten Weines und vieles andere mehr. Immer erleidet der tapfere Ritter allerlei Unbill, Prügel und Spott ... und Sancho Panza, dem sein Herr für treue Dienste ein Eiland versprochen hat, steht ihm wacker zur Seite. Wiederum sind es am Ende der Barbier und der Dorfpfarrer, die den Don Quijote überlisten und im Käfig auf einem Ochsenkarren in seine Heimat zurückbringen ...

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Büchermarkt

Bücher für junge Leser
Neue Bücher im Gespräch mit Sylvia Schwab und Tilman Spreckelsen

Sarah Crossan / Cordula Setsman: Die Sprache des Wassers
(mixtvision)

Paola Predicatori / Verena von Koskull: Der Regen in Deinem Zimmer
(Aufbau)

Nikolaus Nützel: Mein Opa, sein Holzbein und der Große Krieg
(arsedition)

Am Mikrofon: Tanya Lieske

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Computer und Kommunikation
Schwerpunkt: #30C3
30. Jahrestreffen Chaos Computer Club
Live aus Hamburg mit Peter Welchering und Jan Rähm

Sternzeit 28. Dezember
Ein ungleiches Paar

Am Mikrofon: Manfred Kloiber

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Markt und Medien

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen
Kultur im Kino -
Ein neuer Konzertsaal samt Kulturzentrum des französischen Komponisten Raoul Lay bei Marseille

Geprägt von "Le sacre du printemps" -
Eine Bilanz des Tanzjahres 2013

Urbanes Leuchten -
Weltraumfotografien im Stadthaus Ulm

Moderation: Michael Köhler

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Sendereihe Wegmarken 2013/2014
Der Weg in den Ersten Weltkrieg (3/6)
Habsburger Reich: Vielvölkerstaat in der Dauerkrise
Von Karl-Markus Gauß

Im Jahr 2014 wird an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor einhundert Jahren erinnert. Er gilt heute als die "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts", als der
"Dreißigjährige Krieg der Moderne", "La Grande Guerre", "The Great War", "Der Große Krieg". Der Erste Weltkrieg war der erste industriell geführte militärische
Konflikt in Europa. Doch nicht nur aus humanitärer Perspektive wurde er zur europäischen Urkatastrophe. Auch politisch blieb nichts, wie es vorher war: Vier
Reiche gingen unter - das Osmanische Reich, die Habsburger K.u.K - Monarchie, das russische Zarenreich und das Deutsche Kaiserreich. Am Ende dieses
"Zeitalters der Extreme" (Eric Hobsbawm), welches das 19. Jahrhundert im Zeichen des Nationalismus und des nationalsozialistischen Rassenwahns bis 1945 verlängerte, lag Europa in Schutt und Asche. Die vielzitierte "europäische Zivilisation" war fortan nicht mehr ohne Auschwitz zu denken. Das Trauma dieser Kriegserfahrungen gehört zum Gründungsmythos der Europäischen Union unserer Tage. In einer Essay-Reihe wird der Deutschlandfunk an den Weg in den Ersten Weltkrieg erinnern - und zwar aus der Perspektive von sechs verschiedenen Ländern, die allesamt Protagonisten dieser "europäischen Urkatastrophe" waren. Dabei sollen die vielen Brüche und Widersprüche deutlich werden, die dieses unruhige Zeitalter am Vorabend des Ersten Weltkrieges kennzeichnen: Einerseits befindet sich Europa mitten im Aufbruch in die Moderne, andererseits wird der Kontinent durch den kruden Nationalismus verantwortungsloser Staatsmänner in den Abgrund gestürzt. Für die Essays konnten namhafte Historiker als Autoren gewonnen werden. Sie wollen einen politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Rückblick ermöglichen und den Ersten Weltkrieg als entscheidende politische Zäsur für das gesamte 20. Jahrhundert verorten. Die Essays sind ein Versuch, den Ersten Weltkrieg als einen bis heute wirksamen Teil gemeinsamer europäischer Geschichte zu begreifen und ihn damit aus dem Kontext vorwiegend nationalstaatlichen Erinnerns herauszulösen. Die Sendereihe "Wegmarken" ist der Auftakt zu einem
großen Programmschwerpunkt, den das Deutschlandradio in diesem Erinnerungsjahr 2014 setzen wird. Dabei verbinden sich mit der Erinnerung an den
Ausbruch des Ersten Weltkriegs im nächsten Jahr auch das Gedenken an den Beginn des Zweiten Weltkriegs sowie das 25. Jubiläum des Mauerfalls und
der 10. Jahrestag der sogenannten Osterweiterung der Europäischen Union.

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Samstag

62. Internationale Vierschanzentournee - Qualifikation Oberstdorf
Crash Reel - Filmische Verarbeitung des Unfalls des Snowboarders Kevin Pearce
Biathlon World Team Challenge in der Arena auf Schalke
Ski Alpin: Weltcup der Frauen in Lienz/A -Riesenslalom
Ski Nordisch: Auftakt der Tour de Ski in Oberhof, 1. Rennen
Crash Reel -Filmische Verarbeitung des Unfalls des Snowboarders Kevin Pearce
Eishockey: DEL, 32. Spieltag mit den Partien Eisbären Berlin - Straubing Tigers und
Hamburg Freezers - Krefeld Pinguine
Basketball Bundesliga: Würzburg - Bamberg
Aufbruch zum Global Player: GoalControl will Torlinientechnik zum festen Bestandteil
aller Spitzenfußballwettbewerbe machen
Buchrezension "Die Weltmeister" von Ronald Reng
Der satirische Sport-Jahresrückblick von Jürgen Roth
Nina Bezzubova und Marius Balan -Deutsche Weltmeisterträume im Lateinamerikanischen Tanz

Moderation: Astrid Rawohl

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Studio LCB

Aus dem Literarischen Colloquium Berlin
Lesung: Hans Pleschinski
Gesprächspartner: Tilman Krause und Volkmar Hansen
Am Mikrofon: Maike Albath

Thomas Mann hätte dieses Buch bestimmt gemocht: Mit großer Nonchalance entwirft Hans Pleschinski in seinem neuen Roman "Königsallee" die Geschichte einer Begegnung zwischen dem betagten Nobelpreisträger und seiner früheren Liebe Klaus Heuser, zu der es 1954 in Düsseldorf kommt. Thomas Mann soll dort aus seinem "Felix Krull" lesen, Klaus Heuser, längst ein erfolgreicher Geschäftsmann in Asien, ist mit seinem indonesischen Freund auf Heimaturlaub. Aus Zufall steigen beide in demselben Hotel ab; sofort sieht sich der Schriftsteller mit seinen großen Lebensfragen konfrontiert. Was macht ein geglücktes Leben aus, was bedeutet ihm der Ruhm, war der Verzicht die Voraussetzung für den literarischen Erfolg? Elegant verknüpft Pleschinski dokumentarisches Material mit Erfundenem und greift auf das Handlungsmuster von "Lotte in Weimar" zurück. Hans Pleschinski, 1956 in Celle geboren und seit vielen Jahren in München zu Hause, debütierte 1984. In "Ostsucht" (1993) nahm er seine Herkunft aus dem deutsch-deutschen Grenzland unter die Lupe, in dem autobiografischen "Bildnis eines Unsichtbaren" (2002) hielt er eine melancholisch-heitere Totenrede auf den Geliebten und "Ludwigshöhe"(2010) drehte sich um das aberwitzige Erbe eines brasilianischen Onkels. Neben seinen erzählerischen Werken legte Pleschinski immer wieder Übersetzungen vor. Auf große Resonanz stießen zuletzt die von ihm herausgegebenen und übertragenen "Tagebücher des Herzogs von Croÿ" (2011). Im Studio LCB diskutiert er mit dem Thomas-Mann-Spezialisten Volkmar Hansen und dem Literaturkritiker Tilmann Krause über das Zusammenspiel von Fiktion und Wirklichkeit.

22:00 Uhr

Nachrichten

22:05 Uhr

Atelier neuer Musik

Fließende Bewegung und Verwandlung
Junge Komponisten in Tschechien
Vorgestellt von Robert Nemecek

Aufführungsverbote und musikalisch-ästhetische Vorschriften kennen die jungen Komponisten in Tschechien nur vom Hörensagen. Selbst nicht sehr viel älter als die "Samtene Revolution" im Herbst 1989, können sie ohne ideologische Altlasten heranreifen und ihr musikalisches Denken an selbst gewählten Fixpunkten ausrichten. Aus der neugewonnenen Freiheit erwachsen individuelle musikalische Konzepte, die sich der ideologischen Vereinnahmung durch Beweglichkeit und Offenheit musikalischer Strukturen oder durch Vermeidung festgelegter Botschaften widersetzen. Auch die einst strenge Unterscheidung zwischen unterhaltender und ernster Musik spielt oft keine Rolle mehr. Fest steht: Die jungen Komponistinnen mischen die tschechische Szene der Neuen Musik mit Courage und Fantasie kräftig auf. Robert Nemecek stellt einige von ihnen, z.B. Luboš Mrkvièka, Lucie Vítková und Sylva Stejskalová vor.

22:50 Uhr

Sport aktuell

62. Internationale Vierschanzentournee - Qualifikation Oberstdorf
Biathlon World Team Challenge in der Arena auf Schalke
Ski Alpin: Weltcup der Frauen in Lienz/A -Riesenslalom
Ski Nordisch: Auftakt der Tour de Ski in Oberhof, 1. Rennen

Moderation: Astrid Rawohl

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Lange Nacht

Chaos für mehr Sicherheit im Netz
Die Lange Nacht vom Club der Hacker
Von Christine Watty und Manfred Kloiber

Seit 30 Jahren schon ist der "Chaos Communication Congress" so etwas wie das Familientreffen der internationalen Hacker-Szene. Er ist gleichzeitig die Keimzelle des datenschutzkritischen "Chaos Computer Clubs" (CCC). Zwischen Weihnachten und Silvester kommen über 6.000 vor allem junge technikbegeisterte Menschen zusammen, um sich kritisch mit den Folgen zunehmender Vernetzung, immer dichter werdender Überwachung und der Automation des Alltags auseinanderzusetzen. Das Hacken, das analytische und gleichzeitig spielerische Auseinandernehmen von Software und Hardware, dient dabei vor allem dem Verstehen. So haben sich die Aktivisten des CCC in Systeme wie Bildschirmtext, Mobilfunknetz, elektronischer Personalausweis oder Staatstrojaner eingehackt, um Sicherheitslücken und Risiken für die informationelle Selbstbestimmung aufzudecken. Und längst wird das Hacken als Methode auf andere Gebiete von Wissenschaft und Forschung, etwa der Gentechnik, ausgeweitet. Ihren heutigen Status als gefragte Sachverständige für Daten sicherheit und Daten - schutz haben sich etliche Clubmitglieder in mühsamer Annäherung an das Establishment in Politik und Wirtschaft erarbeitet. Über lange Zeit galten sie als Außenseiter und wurden in die Nähe von Spionen und politischen Extremisten gerückt. Eine "Lange Nacht" live vom 30. "Chaos Communication Congress" im Congress Center in Hamburg.

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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