Samstag, 21.04.2018
 

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 31.12.2017
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Fröhlich wie selten
Eine Lange Nacht über den Schriftsteller Jurek Becker
Von Vera Teichmann
Regie: Vera Teichmann

„Ich bin da, um ein bisschen Remmidemmi zu machen. Ich bin da, um für ein bisschen Stimmung zu sorgen. Ich bin da, um für ein bisschen Wachheit zu sorgen“, sagte Jurek Becker in einem Interview über sich und seine Arbeit. 1937 in der polnischen Stadt Łódź geboren, überlebte er die Konzentrationslager Ravensbrück und Sachsenhausen. Nach Kriegsende fand ihn sein Vater über eine Hilfsorganisation wieder und ließ sich mit ihm in Ostberlin nieder, wo Jurek achtjährig die deutsche Sprache lernte. Auf das Abitur und ein kurzes Gastspiel an der Universität folgte eine Anstellung als Drehbuchautor für die DEFA. ,Jakob der Lügner', Jurek Beckers erster Roman, entstand aus einem Filmstoff, der zunächst nicht realisiert wurde - und war ein Welterfolg. Übersetzt in 23 Sprachen, schließlich doch verfilmt und, als einzige DEFA-Produktion, für den Oscar nominiert. Als die Bücher des scharfsichtigen und streitbaren Schriftstellers in der Bundesrepublik, aber nicht mehr in der DDR publiziert wurden, übersiedelte er 1977 in den Westen, wo er einige Jahre später seinem Freund Manfred Krug mit viel Wortwitz die Rolle des Anwalts in der Fernsehserie ,Liebling Kreuzberg' auf den Leib schrieb. Am 30. September 2017 wäre Jurek Becker, der im März 1997 starb, 80 Jahre alt geworden.

01:00 Nachrichten 

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

02:05 Sternzeit 

02:07 Klassik live 

Geistliche Gesänge aus dem mittelalterlichen Zypern

Fatimische, normannisch-sizilianische und griechisch-byzantinische Weisen
sowie andalusische und tunesische Sufi-Traditionen

Graindelavoix
Leitung: Björn Schmelzer

Aufnahme vom 11.11.2016 aus der Klosterkirche Malgarten in Bramsche

03:00 Nachrichten 

03:05 Heimwerk 

Beethoven Klavierkonzert Nr. 5

Ludwig van Beethoven
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 Es-Dur, op. 73

Lars Vogt, Klavier
Royal Northern Sinfonia
Leitung: Lars Vogt

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

04:05 Die neue Platte XL 

05:00 Nachrichten 

05:05 Auftakt 

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

06:10 Uhr

Geistliche Musik

Magister Leoninus
Viderunt omnes fines terre salutare Dei nostri. Messe
Red Byrd

Dietrich Buxtehude
'Ihr lieben Christen, freut euch nun'. Kantate für 2 Soprane, Alt, Tenor, Bass, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo, BuxWV 51
La Capella Ducale
Musica Fiata
Leitung: Roland Wilson

Heinrich Scheidemann
'Benedicam Dominum' für Orgel
Klaus Eichhorn. Orgel

Friedrich Wilhelm Zachow
'Vom Himmel kam der Engel Schar'. Kantate zum Weihnachtsfest für Chor, 4 Trompeten, Pauke, Streicher und Basso continuo
Capella Cantorum Berlin
Mitglieder des Ensembles "La Dolcezza"
Leitung: Klaus Eichhorn

Johann Sebastian Bach
'Gottlob! nun geht das Jahr zu Ende'. Kantate am Sonntag nach Weihnachten für Soli, Chor und Orchester, BWV 28
Joanne Lunn, Sopran
Daniel Taylor, Countertenor
James Gilchrist, Tenor
Peter Harvey, Bass
Monteverdi Choir
The English Baroque Soloists
Leitung: John Eliot Gardiner

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Information und Musik

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen
Reihe "Fragen nach Identität" - Was bedeutet nationale Identität?

Drohkulisse Globalisierung - Ein Interview mit dem Ökonom Heribert Dieter

Zeitenwende: das Jahr 1918 - Ein Interview mit dem Historiker Daniel Schönpflug

07:30 Nachrichten 

07:50 Kulturpresseschau

Auszüge aus den Feuilletons der Woche

Bulgariens EU-Ratspräsidentschaft - Ein Interview mit der Ex-Botschafterin Antoinette Primatarova

Denk ich an Deutschland: der Boxer Henry Maske

Am Mikrofon: Jonas Reese

08:00 Nachrichten 

08:30 Uhr

Nachrichten

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgen

Religiöses Wort
"Silvester" - auf den Spuren eines (kaum bekannten) misteriösen... Heiligen
Von Corinna Mühlstedt, Freising
Katholische Kirche

08:50 Uhr

Presseschau

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 175 Jahren: Albert Lortzings Spieloper "Der Wildschütz" wird uraufgeführt

09:10 Uhr

Die neue Platte

Alte Musik

09:30 Uhr

Essay und Diskurs

Realitäten und Zustände
Durchschnitt
Dirk von Gehlen im Gespräch mit Barbara Schäfer

Warum hören wir so häufig Klagelieder, wenn es um Handys geht? Und: Wem nützt eigentlich die alte Schallplatte vom Niedergang der Kultur? Dirk von Gehlen befasst sich mit der digitalen Transformation von Kultur, Gesellschaft und Unternehmen. Irgendwo zwischen Massenmedien und Massenkultur, Digitalisierung, Datennutzung und deren Folgen erweitert sich die Welt des Durchschnittsangebots, das für alle gleich ist, um das digitale Prinzip der Personalisierung: Inhalte entstehen nicht mehr einzig beim Hersteller und Absender, sondern werden mittels Datensammlung und -auswertung auf den Konsumenten und Empfänger zugeschnitten. Entgegen der vorschnellen Verteufelung dieser Entwicklung als Entmündigung und Überwachung beleuchtet Dirk von Gehlen Chancen des Endes des Durchschnitts und zeigt sehr konkret, wie Personalisierung, Datennutzung und Digitalisierung die Arbeit von Medizinern, Marktforschern, Fußballern und Carsharing-Anbietern verändern. Dirk von Gehlen, geboren 1975, ist Journalist, Buchautor und Crowdfunding-Pionier. Er war Chefredakteur von jetzt.de und leitet heute bei der Süddeutschen Zeitung die Abteilung Social Media/Innovation. Auf digitale-notizen.de bloggt er über die Veränderungen der Medienlandschaft.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Gottesdienst

Übertragung aus dem Alten Rathaus in Wittenberg
Predigt: Pfarrer Jan von Campenhausen
Evangelische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Interview der Woche

Wolfgang Bosbach, CDU, MdB, a.D.

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergang

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

C'era una volta - Es war einmal...
Vom Wiederaufbau des umbrischen Norcia nach dem Erdbeben

Was der Mensch nicht sieht
Geisterreise zu den Dogon im westafrikanischen Mali

Glocken läuten übers Land
Das Europäische Glockenzentrum im Allgäu

Am Mikrofon: Andreas Stopp

12:00 Nachrichten 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Informationen am Mittag

13:30 Uhr

Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person
Der Ethnologe und Islamwissenschaftler Jürgen Wasim Frembgen im Gespräch mit Michael Langer

Jürgen Wasim Frembgen, Jahrgang 1955, ist Ethnologe, Islamwissenschaftler und Schriftsteller. Er ist Professor für Religions- und Kulturgeschichte des Islam an der Münchener Universität und ehemaliger Leiter der Orient-Abteilung am Museum Fünf Kontinente, dem früheren Staatlichen Museum für Völkerkunde München.

Zahlreiche Gastprofessuren und Forschungsaufenthalte führten ihn in die ganze Welt, wobei einem Land noch immer sein besonderes Interesse gilt. Seit 1981 unternimmt er alljährlich Forschungsreisen nach Pakistan. Zu seinen ungewöhnlichen literarischen Veröffentlichungen zählen "Am Schrein des roten Sufi“, "Das Rätsel des Pfeils“ und "Sufi Tonic. Unterwegs in Pakistan und Indien“.

14:00 Nachrichten 

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Rock et cetera

Der Jahres-ROCK-Blick
Am Mikrofon: Tim Schauen

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Büchermarkt

Aus dem literarischen Leben
Das Buch der Woche
 
Michael Opitz: „Wolfgang Hilbig. Eine Biografie“
(S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main)

Am Mikrofon: Hubert Winkels

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Wissenschaft im Brennpunkt
Gangster Code
Betrüger mit künstlicher Intelligenz
Von Piotr Heller

Stellen Sie sich vor, Sie erhalten einen Anruf von Ihrem Vater. Er habe ein Problem mit seinem E-Mail-Account, sagt er und will, dass Sie sich für ihn einloggen. Allein, es ist gar nicht Ihr Vater, der da spricht. Es ist ein Computerprogramm, das seine Stimme perfekt imitiert. Noch scheint eine solche Betrugsmasche, die an den altbekannten Enkeltrick erinnert, weit hergeholt. Rein technisch gesehen jedoch, wäre sie heute schon machbar. Kanadische Informatiker haben jüngst ein Programm entwickelt, das die Stimme jeder Person imitieren kann. Alles, was es dafür braucht, ist eine einminütige Sprachaufnahme als Vorlage. Das alles funktioniert mit maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz. Mit diesen Zutaten können Algorithmen heutzutage auch die Gesichtszüge von Menschen in Videos verändern oder Handschriften nachmachen. Noch sind sie nicht perfekt, aber sie werden immer besser. So langsam sollten wir uns fragen: Was glaubt man in einer Welt, in der man keiner Stimme, keinem Video und keinem Foto mehr trauen kann?

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Kultur heute

Das Kulturjahr 2017 - Prominente im Gespräch

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Die gelbe Post im Wettbewerb - Vor zehn Jahren. Das Ende des Briefmonopols

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Neujahrsansprache der Bundeskanzlerin

19:15 Uhr

Das Feature

Das Schwarze Meer ist oben auf dem Berg
Mit Karl Eisbein durch Park Babelsberg
Von Heike Tauch
Regie: die Autorin
Produktion: DLF 2016

Dass heute Schloss und Park Babelsberg in solcher Pracht zu bewundern sind, grenzt fast an ein Wunder: Erst hinterließen die Weltkriege ihre Spuren am Werk von Lenné und Pückler, dann kam die DDR: Auf einem Teil errichtete man als Plattenbau die Walter-Ulbricht-Akademie. Der andere - eine angelegte Hügellandschaft - wurde planiert, um mit Maschendraht, Kolonnenweg und Hundelaufanlage Menschen davon abzuhalten, das Land zu verlassen. Zeuge dieser Veränderungen war auf Ostseite der Gartendenkmalpfleger Karl Eisbein. Überzeugt davon, dass solch eine Barbarei nicht von Dauer sein kann, dokumentierte er Urzustand wie Zerstörungen mit professionellem Blick - für eine Zeit danach. Eisbein sollte sie selbst erleben. Nach der Wende war er bis 2008 für den Park verantwortlich. Er ließ Erdschichten zurückschieben, stellte alte Blickbeziehungen wieder her, widmete sich der Rekonstruktion des Wegenetzes. Eisbein ist kein ‚Homme de lettres’, er ist ein ‚Homme de l’ arbre’. Seine Sprache sind Bäume, Sträucher, Seen und Bäche. Ein Streifzug durch Schichten und Geschichte von Park Babelsberg.

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Freistil

Corny, St. Pauli
Das zunehmend lustige Leben des Cornelius Littmann
Von Tom Schimmeck
Regie: Alexander Schuhmacher
Produktion: NDR 2016

Corny Littmann, Jahrgang 1952, Schauspieler, schwuler Aktivist, Politiker, Unternehmer, Regisseur, ehemaliger Fußballpräsident. Sein Werdegang ist wie eine Zeitreise durch die Bundesrepublik. Schon mit elf spielt Corny in ,Ali Baba und die 40 Räuber'. Mit 18 hat er sein schwules Coming-out, bricht sein Studium ab und folgt dem Ruf der Bühne. Mit der Agitprop-Gruppe Brühwarm - fünf Männer - zieht er durch das Deutschland der 70er-Jahre. Engagiert sich bei den gerade gegründeten Grünen. Ist mit dem Theater Familie Schmidt unter dem Motto "deutsch, aufrecht, homosexuell" auf Tour. Am 8. August 1988 um 8.08 Uhr wird er sesshaft. Unter seiner Leitung eröffnet das legendäre Schmidt Theater auf der Hamburger Reeperbahn. Corny ist der ungekrönte König vom Kiez.

21:00 Uhr

Nachrichten

21:05 Uhr

Konzertdokument der Woche

Silvesterkonzert mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

Arnold Schönberg
,A Survivor from Warshaw' für Sprecher, Männerchor und Orchester op. 46

Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 9 d-Moll, op. 125 (mit Orchesterretuschen von Gustav Mahler)

Christina Landshamer, Sopran
Maria Gortsevskaya, Alt
Torsten Kerl, Tenor
Dietrich Henschel, Sprecher/Bass
Rundfunkckor Berlin
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Leitung: Vladimir Jurowski

Mitschnitt vom 30.12.2017 aus dem Konzerthaus Berlin

Am Mikrofon: Klaus Gehrke

1910 schrieb der Komponist Arnold Schönberg in seinen Aphorismen über die Kunst: „Kunst ist der Notschrei jener, die an sich das Schicksal der Menschheit erleben. Die nicht mit ihm sich abfinden, sondern sich mit ihm auseinandersetzen. Die nicht stumpf den Motor dunkler Mächte bedienen, sondern sich ins laufende Rad stürzen, um die Konstruktion zu begreifen. Die nicht die Augen abwenden, um sich vor Emotionen zu behüten, sondern sie aufreißen, um anzugehen, was angegangen werden muss. Und innen, in ihnen, ist die Bewegung der Welt; nach außen dringt nur der Widerhall: das Kunstwerk!“ Zu diesem Zeitpunkt ahnte Schönberg nicht, dass er, getreu seiner Zeilen, nach dem Zweiten Weltkrieg mit ,Ein Überlebender aus Warschau’ eine klingende Anklage gegen den nationalsozialistischen Völkermord schreiben sollte. Doch die Sätze gelten ebenso für Gustav Mahler, den bedeutendsten Sinfoniker an der Schwelle zur Moderne, als auch für Ludwig van Beethoven, der trotz seiner fast völligen Ertaubung ein so lebensbejahendes und richtungweisendes Werk wie die ‚9. Sinfonie‘ schrieb. Mit dem traditionellen Silvesterkonzert des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin unter seinem neuen Chefdirigenten Vladimir Jurowski lässt der Deutschlandfunk sein Programm am letzten Tag des Jahres ausklingen.

22:30 Nachrichten 

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Pro Swing Neujahr

Am Mikrofon: Götz Alsmann

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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Programmtipps

Ein Portrait der herztransplantierten Angelika Breuer bei einer Feierlichkeit.  (Franz-Werner Breuer)
(K)ein geschenktes Leben Organspende in der Krise
Das Wochenendjournal 21.04.2018 | 09:10 Uhr

Seit einem Vierteljahrhundert lebt Angelika Breuer bereits mit ihrem neuen Herz. Dass ihr ein Verstorbener ein zweites Leben geschenkt hat, daran denkt sie jeden Tag. Denn sie weiß: Nicht alle schwerkranken Menschen in Deutschland haben so viel Glück.

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