Montag, 20.11.2017

Programm: Vor- und Rückschau

Samstag, 28.06.2014
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Mitternachtskrimi

Die letzten Stunden der Menschheit
Von Otto Brusatti
Regie: Otto Brusatti
Mit: Kurt Jaggberg, Herbert Probst, Heinrich Schweger, Thomas Stroux, Lotte Ledl, Carlo Böhm, Herbert Prikopa, Erni Mangold u.v.a.
Produktion: ORF/WDR 1984
Länge: ca. 52'

Wir schreiben den 28. Juni 1914. Während eines Blumencorsos auf dem Wurstlprater wurden Ferdinand Frantz und seine junge Frau Sophie hinterrücks erschossen. Ferdinand Frantz war der Großneffe von Josef Frantz, dem „Prater-Paten“ der Kleinbudenbesitzer. Joseph ist fest davon überzeugt, dass der zugewanderte Niki Romansky, der Kontrolleur der Gruselkabinette, alle Konkurrenten - die aus Böhmen, Ungarn und Serbien wie die einheimischer aus dem Weg räumen will, um alleiniger Herrscher über den Prater zu werden. Ist Romansky tatsächlich der Mörder bzw. Anstifter dieses Doppelmordes? Criminalobercommissär von Cotan hat gleich am Tatort ein provisorisches Verhörzimmer eingerichtet, als am Abend kolportiert wird, auch auf dem Balkan habe es einen Doppelmord gegeben ...

Otto Brusatti, geboren 1948 in Zell am See, österreichischer Musikwissenschaftler, Radiomoderator, Autor, Regisseur und Ausstellungsmacher. Hörspiele u.a.: "Liebe Clara" (WDR/ORF 1983), "Malina-Suite" (ORF 1985), "Doktor-Faustus-Musik" (ORF/WDR/SRG 1986)

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

Rock
Live im Studio: Günther Janssen

02:00 Nachrichten 

02:05 Sternzeit 

03:00 Nachrichten 

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

04:05 Spielraum 

Soul City
Von Jan Tengeler

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Early Morning Blues

Wake Up This Morning
Live im Studio: Leo Gehl

05:30 Nachrichten 

05:35 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

Brigitte Fehrle, Berliner Zeitung:
Der Haushalt und die Debatte: Solide Rechnung oder Trickserei?

06:10 Uhr

Informationen am Morgen

Berichte, Interviews, Reportagen

06:30 Nachrichten 

06:35 Morgenandacht 

Schwester Aurelia Spendel, Augsburg

06:50 Interview 

07:00 Nachrichten 

07:05 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

07:15 Interview 

07:30 Nachrichten 

07:35 Börse 

07:56 Sport am Morgen 

08:00 Nachrichten 

08:10 Interview 

08:30 Nachrichten 

08:35 Börse 

08:47 Sport am Morgen 

08:50 Presseschau 

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 100 Jahren: In Sarajewo werden der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand und seine Frau ermordet

09:10 Uhr

Das Wochenendjournal

Bis er schwarz wird - Der Ostfriese und sein Tee
Am Mikrofon: Thielko Grieß

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Klassik-Pop-et cetera

Am Mikrofon: Der Dirigent Thomas Hengelbrock

Nikolaus Harnoncourt steckte ihn mit seiner Leidenschaft für die Alte Musik an, die Komponisten Witold Lutos³awski und Mauricio Kagel waren für ihn Mentoren in der Neuen Musik: Der Dirigent Thomas Hengelbrock hat schon früh eine Neugier auch für Randbereiche der klassischen Musik entwickelt. Als Geiger hat er 1985 das Freiburger Barockorchester mitbegründet, später dann als Dirigent den Balthasar-Neumann-Chor und das dazugehörige Ensemble. Als Künstlerischer Leiter der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen musizierte er Sinfonisches im kammermusikalischen Geist. Als Musikdirektor der Wiener Volksoper frönte Thomas Hengelbrock seiner Leidenschaft für Oper und Operette. 2011 wurde er Chefdirigent des NDR Sinfonieorchesters und bringt seitdem frischen musikalischen Wind nach Hamburg. Der Wechsel war für ihn auch eine Art Heimkehr: Thomas Hengelbrock ist ein echtes Nordlicht, geboren in Wilhelmshaven. In Hamburg ist er nun mit seiner Frau, der Schauspielerin Johanna Wokalek, und ihrem gemeinsamen kleinen Sohn heimisch.

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Gesichter Europas

Schlachtfelder der Erinnerung - Serbien und der große Schatten des 1. Weltkrieges
Mit Reportagen von Dirk Auer
Am Mikrofon: Gerwald Herter

"Die serbische Armee hat wahre Heldentaten vollbracht, aber vor allem hat das serbische Volk unfassbare Leiden durchlebt." So wird in Belgrad bis heute Robert Lansing zitiert; zur Zeit des Ersten Weltkrieges war er amerikanischer Außenminister unter Präsident Wilson. Tatsächlich hatte Serbien - gemessen an seiner Größe - so viele Opfer zu beklagen wie keine andere Nation. Fast jeder vierte Serbe überlebte den Ersten Weltkrieg nicht. Jetzt, 100 Jahre später, wittern viele Politiker und Intellektuelle eine Verschwörung: Serbien, so behaupten sie, werde als Drahtzieher des Attentats von Sarajevo wieder einmal an den Pranger gestellt - und damit solle Belgrad zumindest eine Mitschuld am Ausbruch des Ersten Weltkrieges zugeschrieben werden. Entsprechend heftig wird noch immer um die Deutungshoheit über die Ereignisse gekämpft. Wie sehen die Gedenkfeiern in Serbien aus? Wer teilt die offizielle Interpretation der Ereignisse und wer teilt sie nicht?

12:00 Uhr

Nachrichten

12:10 Uhr

Informationen am Mittag

Berichte, Interviews, Musik

12:40 WM-Magazin

FIFA WM Magazin

12:50 Internationale Presseschau 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:10 Uhr

Themen der Woche

Markus Bickel, Frankfurter Allgemeine Zeitung:
Isis, Maliki und die Glaubwürdigkeit des Westens

Tobias Armbrüster, Deutschlandfunk:
EU-Gipfel: Machtkampf um Juncker

Michael Stürmer, Die Welt:
Friedensgrüße aus Moskau? Putins gewagtes Spiel

Klaus Stratmann, Handelsblatt:
Nötig ist ein europäisches EEG

Am Mikrofon: Ina Rottscheidt

13:30 Uhr

Eine Welt

Auslandskorrespondenten berichten
Somalia: Unser Mann in Mogadischu - Deutsches Vorauskommando eingetroffen

Hongkong: Rege Aktivisten-Beteiligung bei Demokratie-Referendum - Peking ist erbost

Argentinien: Bald Staatsbankrott? - Regierung schaltet Inserate gegen US-Hedgefonds

Indonesien: Proteste gegen Schließung von Südostasiens zweitgrößtem Rotlicht-Viertel

Am Mikrofon: Simonetta Dibbern

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

PISAplus

Das Forum für lebenslanges Lernen
Bildungslücken zwischen BIP und DAX: Deutschlands Schüler brauchen Nachhilfe in Wirtschaft und Finanzen - nur wie?
PISAplus fragt: Was fehlt den Schülern in Sachen Wirtschaftskompetenz? Was können und müssen die Schulen vermitteln? Braucht es dafür ein eigenes Fach Wirtschaftsunterricht? Wie hilfreich und sinnvoll sind außerschulische Initiativen? Und wie kann ein kritischer Umgang mit der Wirtschaft garantiert werden?

Gesprächsgäste sind:
Ilka Hoffmann, GEW, Leiterin des Organisationsbereichs Schule
Dirk Loerwald, Universität Oldenburg, Professor für ökonomische Bildung
Am Mikrofon: Markus Dichmann

Als Beiträge sind dazu geplant:
Wofür stehen eigentlich BIP und DAX?
Umfrage unter Schülern eines Berliner Gymnasiums

Wirtschaft lernen
Live-Reportagen vom Schülerwettbewerb "My Finance Coach"

Hörertel.: 00800 - 4464 4464
pisaplus@deutschlandfunk.de

Andauernd neue Wasserstandsmeldungen über Wirtschaftswachstum, Inflation und Leitzins - und dann auch noch das Kalkulieren mit dem eigenen Taschengeld: Keine Frage, auch für Schüler sind Geld und Wirtschaft allgegenwärtig. Doch ihr Kenntnisstand in diesen Bereichen ist gering. An der Schule tauchen Finanzfragen oft nur beiläufig auf, ein explizites Unterrichtsfach Wirtschaft findet man nur vereinzelt. Abhilfe schaffen wollen immer mehr Wettbewerbe und Förderprojekte, in denen sich Schüler Wirtschafts- und Finanzkompetenzen aneignen können. Initiiert werden sie häufig von Unternehmen oder Großkonzernen. Kritiker warnen, die Schüler sollten nicht von Akteuren der Wirtschaft lernen, sondern über sie.

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Corso - Kultur nach 3

Das Musikmagazin
Reime aus Emden. Das Debütalbum von Sierra Kid
Die Wege zu Erfolg und Popularität haben sich für junge Musiker in den letzten Jahren sehr verändert. Das Netz spielt als Selbstdarstellungsforum eine wichtige Rolle - und bietet die Möglichkeit, sich durch Eigeninitiative eine Fangemeinschaft aufzubauen. Genau das hat Manuel Jungclaussen aus Emden gemacht. Mit Erfolg. Jetzt erscheint sein Debütalbum als Sierra Kid

Sanfte elektronische Hypnose. The Acid veröffentlichen ihr Debütalbum
James Blake hat es vorgemacht: Elektronische Musik kann auch atmen, kann eine fluffige Leichtigkeit versprühen. Ganz ähnlich geht das Drei-Kontinente-Projekt The Acid mit den Synthesizern um. Auf dem Debütalbum "Liminal" versucht sich das Trio, bestehend aus einem Musikprofessor, einem Künstler und einem DJ, an seiner atmosphärischen Variante der elektronischen Musik

Planbarer Erfolg? Ein Buch will jungen Bands Karrieretipps geben
Das britische Nonsens-Dada-Duo The KLF hat es vorgemacht: Sie haben 1988 das Buch "The Manual. How To Have A Number One The Easy Way" veröffentlicht, in dem sie Strategien beschrieben haben, wie man möglichst ohne viel Aufwand einen Nummer-1-Hit produzieren kann. Ähnliches versucht jetzt auch Ian F. Svenonius. Er will in seinem Buch "22 Strategien für die erfolgreiche Gründung einer Rockband" Wege aufzeigen, wie man es als Band schaffen kann, im schmutzigen Musikgeschäft

Am Mikrofon: Sascha Ziehn

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Büchermarkt

Bücher für junge Leser
Neue Kinder- und Jugendbücher aus Holland
Ein Feature von Siggi Seuss

Gideon Samson: 70 Tricks, um nicht baden zu gehen
Mit Bildern von Anke Kuhl
Aus dem Niederländischen von Rolf Erdorf
Gerstenberg

Gideon Samson: Der Himmel kann noch warten
Aus dem Niederländischen von Rolf Erdorf
Coppenrath

Edward van de Vendel & Mattias De Leeuw: Lena und dasGeheimnis der blauen Hirsche
Aus dem Niederländischen von Rolf Erdorf
Gerstenberg

Bibi Dumon Tak: Mikis, der Eselsjunge
Mit Bildern von Philip Hopman
Aus dem Niederländischen von Meike Blatnik
Gerstenberg

Am Mikrofon: Tanya Lieske

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Computer und Kommunikation
Schwerpunkt:
Zentrale Intelligenz Agentur
Die Vorteile von Software Defined Networks

Zentrale Überwachungsstelle
Die Datenschutzrisiken von Software Defined Networks

Aktuell:
Android total
Google kündigt sein eigenes 64-Bit-Betriebssystem an

Planmäßige Ruhe
Auf der Top-500-Liste der schnellsten Supercomputer bewegt sich wenig

Das Digitale Logbuch
Die Sau rauslassen

Info-Update

Sternzeit, 28. Juni
Die Mondsichel für den Ramadan

Am Mikrofon: Manfred Kloiber

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Markt und Medien

Internationale Proteste gegen Verurteilung der Al-Jazeera Reporter
Wie gefährlich ist die Arbeit für ausländische Journalisten in Ägypten?
Interview mit Karim El Gawhary, deutsch-ägyptischer Journalist in Kairo

Einhundert Prozent Journalismus
In Wuppertal will die Wochenzeitung "Talwaerts" ohne Werbung Leser locken

O-Ton-Nachrichten u.a.:
"Nicht zielführend": Opposition kritisiert Pläne des Justizministers zur Verschärfung des Leistungsschutzrechtes
"Eine rechtliche Grauzone": Ermittlungsbehörden verlangten von Darmstädter Echo Herausgabe von Nutzerdaten
"Ich fühle mich rehabilitiert": Rebekah Brooks in Abhöraffäre freigesprochen

Medien unter Wandlungsdruck
Albanien muss als EU-Beitrittskandidat Reformen anstreben

Am Mikrofon: Bettina Köster

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen
Frieden durch Bücher - Zur Wiedereröffnung der Bibliothek von Sarajevo

Das Lächeln des Donald Rumsfeld - Errol Morris Dokumentation "The Unknown Known"

Energie zwischen zwei Polen - Die Multiples von Joseph Beuys in der Pinakothek der Moderne in München

Faust-Verdopplung in München - Johan Simons inszeniert Elfriede Jelineks "FaustIn and Out" an den Kammerspielen

Steinzeit. Bronzezeit. Eisenzeit - Neue Schau-Werte einer uralten Sammlung in der Dauerausstellung im Neuen Museum in Berlin

Am Mikrofon: Michael Köhler

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Geschichte aktuell - Vor 100 Jahren: Das Attentat von Sarajewo und der Weg in den Ersten Weltkrieg

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Samstag

WM 2014 - Achtelfinale 1 in Belo Horizonte: Brasilien - Chile
Achtelfinale 2 in Rio de Janeiro: Kolumbien - Uruguay

WM 2014 - Die Fußball-WM und der Ramadan - Wie gehen muslimische Spieler in Brasilien mit dem Fastenmonat um?

Tennis - Grand Slam Turnier in Wimbledon

„Kultur des Risikos“: Starke Schmerzen - notwendige Begleiterscheinung des Leistungssports? Interview mit Professor Ansgar Thiel zur „Goal-Studie“, der bislang größten interdisziplinären Studie zum Umgang mit Gesundheit und Ernährung im olympischen Nachwuchsleistungssport

Golf - International Open bei Köln

Was bewegt der Sportausschuss? Bilanz nach der letzten Sitzung vor der Sommerpause

Vor 25 Jahren: Die deutschen Fußballfrauen werden zum ersten Mal Europameisterinnen

Moderation: Andrea Schültke

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Studio LCB

Aus dem Literarischen Colloquium Berlin
Lesung: Lutz Seiler
Gäste: Antje Ravic Strubel und Lothar Müller
Am Mikrofon: Maike Albath

Es begann mit Brandqualm, süßlichen Gasen und Gestank, der die Schleimhäute zerfraß: Schon in seinen ersten Gedichten machte Lutz Seiler, 1963 in Gera in Thüringen geboren und in der Gegend des Uranabbaus aufgewachsen, seine Herkunft zum Thema. In der Lyriksammlung "Pech und Blende" (2000) lotete er die Industrielandschaften der DDR weiter aus. 2007 gewann Seiler mit der Erzählung "Turksib" den Ingeborg-Bachmann-Preis, zwei Jahre später kam der Band "Die Zeitwaage" heraus, außerdem erschienen weitere Gedichte und Essays. Im kommenden Herbst wird der Schriftsteller und Leiter des Peter-Huchel-Hauses seinen ersten, lang erwarteten Roman vorlegen: "Kruso". Es geht um einen jungen Mann namens Bendler, der auf die Insel Hiddensee flüchtet, ein Ort jenseits der Nachrichten, wo sich alle Arten von Aussteigern und Systemverweigerern als Tellerwäscher und Saisonarbeiter durchschlagen können. Er schließt Freundschaft mit dem Inselpaten Kruso, dessen Utopie von Freiheit zu funktionieren scheint. In seinem Roman, der die Zeit zwischen 1989 bis in die Gegenwart umfasst, spürt Lutz Seiler auch den Spuren verschollener Ostseeflüchtlinge nach. Lutz Seiler liest zum ersten Mal aus seinem Romanmanuskript und diskutiert mit der Schriftstellerin Antje Rávic Strubel und dem Literaturkritiker Lothar Müller über das Vermächtnis der DDR.

22:00 Uhr

Nachrichten

22:05 Uhr

Atelier neuer Musik

Ausgelotete Klänge und träumende Lotosblumen
Intuition und Intellekt bei Joanna Wozny und Toshio Hosokawa
Von Peter Gahn

In Japan wird das bewusste Arbeiten mit Bereichen, die über das Bewusstsein hinausgehen, seit vielen Hundert Jahren trainiert - in Europa liefern erst seit den letzten Jahren Psychologie und Hirnforschung wissenschaftliche Erklärungen zur Intuition jenseits von Esoterik und Naivität. Die in Graz lebende polnische Komponistin Joanna Wozny (*1973) und der japanische Komponist Toshio Hosokawa (*1955) könnten keine unterschiedlicheren Ausgangspunkte zu Beginn des Kompositionsprozesses haben: Wozny geht von instrumentalen Klangkonstrukten aus, während bei Hosokawa häufig poetische Bilder am Anfang stehen. Beide treffen sich aber darin, im Verlauf der Komposition Klänge auszuloten, musikalische Verläufe zu erspüren, zahlreiche Entscheidungen nicht bewusst intellektuell, sondern aus einem Bauchgefühl heraus, mit ihrem musikalischen Spürsinn zu fällen. Die bewusste Arbeit der Komponisten und Interpreten mit dem Unbewussten, das unbewusste Schulen und Schärfen der Intuition, das Wechselspiel zwischen intellektuellen Gedanken und Gedanken, die sich durch Gefühle bemerkbar machen, zeigt eine Fülle von Möglichkeiten, sich der Musik zu nähern.

22:50 Uhr

Sport aktuell

WM 2014 - Zusammenfassung des Spieltages:
Achtelfinale 1 in Belo Horizonte: Brasilien - Chile
Achtelfinale 2 in Rio de Janeiro: Kolumbien - Uruguay

Tennis - Grand Slam Turnier in Wimbledon

Golf - International Open bei Köln

Moderation: Andrea Schültke

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Lange Nacht

Eine Quelle nie versiegenden Staunens
Jean-Henri Fabre und die Lange Nacht der Insekten
Von Astrid Nettling
Regie: Rita Höhne

„Mir ist die Biologie des Insekts zugefallen, ich weiß nicht einmal wie. Es endet nie, selbst ein Methusalem käme damit nie zu Ende.“ Schreibt Jean-Henri Fabre, der legendäre Insektenforscher aus Südfrankreich, der seine faszinierenden Einsichten in das Leben dieser Tiere in der ebenso faszinierenden Prosa seiner zehnbändigen „Souvenirs Entomologiques“ der Nachwelt überliefert hat. Als den „Homer der Insekten“ hat man ihn bezeichnet, ihn mit Balzac verglichen, dessen „›Comédie humaine“ seine „Comédie entomologique“ zur Seite zu stellen wäre. Das Sittengemälde der emsigen Völkerschar geflügelter Kleinstlebewesen, deren Instinkte und Gewohnheiten er 30 Jahre lang - zwischen 1879 bis 1907 - mit Akribie und Leidenschaft erforscht hat. Warum nicht auch als Außenstehender einmal einen Blick in die so staunens- wie bewundernswerte Welt dieser Lebewesen werfen? Die „Lange Nacht“ möchte zusammen mit Fabre und anderen Insektenliebhabern einen Eindruck davon vermitteln und neben der Leidenschaft Fabres für seine Sache auch etwas von jenem Forscherethos spürbar machen, das der Wegbereiter der modernen Verhaltensforschung seinen damaligen Forscherkollegen ins Stammbuch geschrieben hat: „Ihr schlitzt das Tier auf, ich studiere es lebend; ihr macht aus ihm ein Objekt des Abscheus und des Mitleids, ich mache es liebenswert; ihr arbeitet in einer Werkstatt, wo gefoltert und zerstückelt wird, ich beobachte unter blauem Himmel beim Gesang der Zikaden; ihr erforscht den Tod, ich erforsche das Leben.

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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Programmtipps

Eine junge Frau befestigt in Berlin Luftballons in den Jamaika-Farben an einem Geländer bei der Parlamentarischen Gesellschaft an der Spree. (dpa-Bildfunk / Kay Nietfeld)
Schwierige SondierungenWie weiter mit Jamaika?
Kontrovers 20.11.2017 | 10:10 Uhr

Dass es einfach wird hat niemand erwartet. Das erste Mal in der Geschichte der Bundesrepublik wird in einer komplizierten Konstellation verhandelt: CDU, CSU, Grüne und die FDP versuchen ein Jamaika-Bündnis. Noch nie gab es so viele unterschiedliche Positionen, die zusammen geführt werden müssten - falls die Sondierungsgespräche nicht scheitern.

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