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Seit 10:05 Uhr Gottesdienst

Programm: Vor- und Rückschau

Samstag, 23.08.2014
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Mitternachtskrimi

Erntefest
Die Spur des Bienenfressers
Von Nii Parkes
Aus dem Englischen von: Uta Goridis
Bearbeitung: Maria Franziska Schüller
Regie: Thomas Leutzbach
Mit: Walter Renneisen, Stefan Kaminski, Thomas Gimbel, Thomas Anzenhofer, Matthias Haase u.a.
Produktion: WDR 2013
Länge: ca. 54’

Sonokrom, ein Dorf im Hinterland Ghanas, hat sich seit Jahrhunderten kaum verändert. Hier spricht man noch die Sprache des Waldes, trinkt aphrodisierenden Palmwein und wandelt mit den Geistern der Vorfahren. Doch eine verstörende Entdeckung, ein unidentifizierbares fleischliches Ding, und das gleichzeitige Verschwinden eines Dorfbewohners stören die ländliche Ruhe. Wäre nicht die Geliebte des Ministers in den Fall verwickelt, ware er schon längst ad acta gelegt worden. Der Städter Kayo, Gerichtsmediziner und Anhänger wissenschaftlicher Vernunft, wird mit der Aufklärung beauftragt - schwierig fur jemanden, der nicht unbedingt an Übersinnliches glaubt und zugleich von seinem Vorgesetzten an der kurzen Leine gehalten wird.

Nii Parkes, geboren 1974 in Großbritannien, wuchs in Ghana auf, schreibt Prosa und Lyrik und performt seine Texte auf den Bühnen von New York, London, Amsterdam und Paris. 'Die Spur des Bienenfressers' ist sein erster Roman.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

Rock
Live im Studio: Günther Janssen

02:00 Nachrichten 

02:05 Sternzeit 

03:00 Nachrichten 

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

04:05 Spielraum 

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Early Morning Blues

Wake Up This Morning
Live im Studio: Leo Gehl

05:30 Nachrichten 

05:35 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

06:10 Uhr

Informationen am Morgen

Berichte, Interviews, Reportagen

06:30 Nachrichten 

06:35 Morgenandacht 

Pastoralreferentin Marliese Klees, Saarbrücken

06:50 Interview 

07:00 Nachrichten 

07:05 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

07:15 Interview 

07:30 Nachrichten 

07:35 Börse 

07:56 Sport am Morgen 

08:00 Nachrichten 

08:10 Interview 

08:30 Nachrichten 

08:35 Börse 

08:47 Sport am Morgen 

08:50 Presseschau 

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 25 Jahren: Mit einer Menschenkette von Vilnius über Riga nach Tallinn demonstrieren die baltischen Staaten für ihre Unabhängigkeit

09:10 Uhr

Das Wochenendjournal

Der Absicherungswahn - Eine neue Bürokratie lähmt das Land
Am Mikrofon: Ulrich Gineiger

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Klassik-Pop-et cetera

Am Mikrofon: Der Cellist Pieter Wispelwey

Bachs Cellosuiten spielte Pieter Wispelwey auf dem Barockcello, noch bevor er sich allzu ausführlich mit historischer Aufführungspraxis auseinandergesetzt hatte. Er selbst nennt seinen Zugang "ziemlich autodidaktisch". Er sei schlichtweg neugierig darauf gewesen, die Farben der älteren Musik auf Darmsaiten wiederzuentdecken, so Wispelwey. Mittlerweile hat er Bachs Cellosuiten drei Mal aufgenommen. Und über Beethoven mit Hammerklavier geht seine Reise mit dem historischen Instrumentarium bis hin zu Schubert und Brahms. Doch das hält ihn nicht davon ab, auch die bedeutenden Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts im Repertoire zu haben: von Britten bis Ligeti, von Schostakowitsch bis Gubaidulina. Wenn man ein Konzert gebe, dann sei jedes Werk lebendige, nicht-museale "neue Musik", sagt Pieter Wispelwey. Geboren 1962 im niederländischen Haarlem, studierte er bei Anner Bylsma und William Pleeth. Er tritt mit den bedeutenden Orchestern und Dirigenten auf und spielt im Quartett mit der Geigerin Patricia Kopatchinskaja.

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Gesichter Europas

Polen im Ersten Weltkrieg - Die Wiedergeburt eines Staates
Von Robert Baag

Die sogenannte Schlacht von Tannenberg nahe Allenstein in Ostpreußen, dem heutigen Olsztyn, endet Ende August 1914, mit einer vernichtenden Niederlage von zwei Invasionsarmeen des russischen Zaren Nikolaus II. gegen die Truppen des deutschen Kaisers. Nur wenige Monate später, nach der Schlacht von Gorlice, die von Zeitgenossen bald den Beinamen "Verdun des Ostens" erhält, muss sich das russische Heer schwer geschlagen von den verbündeten Heeren Osterreichs und Deutschlands hastig aus der damaligen k.u.k-Provinz Galizien zuruckziehen. Diese militärischen Katastrophen markieren den Beginn des Untergangs des russischen Zarenreichs 1917. Doch auch die im Osten zunächst siegreichen preußischen und osterreichischen Streitkräfte können den Zusammenbruch ihrer Monarchien in Berlin und Wien am Ende des Krieges nur um wenige Monate hinauszögern. In all diesen Schlachten und in den Reihen jeder dieser drei Armeen haben damals Polen als Untertanen ihrer jeweiligen Teilungsmächte Deutschland, Osterreich-Ungarn und Russland mit- und gegeneinander gekämpft. Und doch finden sich am Ende des Ersten Weltkrieges 1918 alle Polen auf der Siegerseite wieder. Denn genau 123 Jahre nach der abschließenden dritten Teilung Polens (1795) erleben sie nun die Wiedergeburt ihres Staates, auf die sie immer gehofft und an die sie immer geglaubt haben. Der Erste Weltkrieg im Osten ist ein wichtiger Meilenstein auf Polens mühevollem Weg zuruck zu Freiheit und Unabhängigkeit. - Ist die Erinnerung daran heute noch lebendig? Eine Spurensuche.

12:00 Uhr

Nachrichten

12:10 Uhr

Informationen am Mittag

Berichte, Interviews, Musik

12:50 Internationale Presseschau 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:10 Uhr

Themen der Woche

13:30 Uhr

Eine Welt

Auslandskorrespondenten berichten

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

PISAplus

Das Forum für lebenslanges Lernen
Die PISAplus SummerSchool im August: HörerInnen wünschen sich Weiterbildung - wir machen es möglich!
4. Radio-Kurs: Ran an die Gitarre!

Gesprächsgäste sind:
Julia Klomfass, Gitarrenlehrerin an der offenen Jazz-Haus Musikschule
Christoph Barth, Trompetenlehrer und Instrumentaldidaktiker an der Musikhochschule Köln
Till Doemming, Musik-Produktions-Student und Youtube-Gitarrenlehrer
Am Mikrofon: Manfred Götzke

Als Beitrag geplant:
Ein Tag, zehn Instrumente
Im Instrumenten-Karussell kann man in ein paar Stunden herausfinden, welches Instrument das richtige ist. Instrumenten-Karussell

Hörertel.: 00800 - 4464 4464
pisaplus@deutschlandfunk.de

Sie wollten eigentlich schon immer ein Instrument Lernen, sind aber nie dazu gekommen? So geht es vielen unserer Hörer - wir greifen Ihren Wunsch in unserer PISAplus Summer School im August auf. Ob Gitarre, Klavier oder Saxophon: Auch wer nicht schon mit drei bei der musikalischen Früherziehung war, kann ein Instrument erlernen. Selbst noch mit Mitte sechzig.
In unserer Summer School hauen wir deshalb in die Gitarrenseiten. Wir haben Gitarrenlehrer und Musikpädagogen ins Studio eingeladen und sagen Ihnen, wie Sie das Instrument entdecken können, das zu Ihnen passt. Wir geben Tipps für ältere Instrumental-Anfänger und sagen Ihnen, wie Sie den richtigen Lehrer finden. Außerdem zeigen wir Ihnen, wie Sie an der Gitarre schon mit vier Akkorden überzeugen und Ihre Lieblingssongs interpretieren können.

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Corso - Kultur nach 3

Das Musikmagazin
Endzeitgedanken hinter schimmernder Fassade - das Debüt von "Trümmer"
Das selbstbetitelte Debüt der Hamburger Band „Trümmer“ erinnert mit glattpoliertem Sound und griffigen Melodien ein wenig an die Spätphase von "Blumfeld". Doch in den Texten wird schon mal Ai Weiwei zitiert und ansonsten munter dem Weltuntergang entgegengesehnt. Alles werde zugrunde gehen, und er habe damit überhaupt kein Problem, sagt "Trümmer"-Sänger Paul Pötsch.

"Das Leben ist definitiv zu laut" - Tina Dico im Corsogespräch
Auf ihrem letzten Album "Where do you go to disappear?" hantierte die in Island lebende Dänin Tina Dico recht freiherzig mit ausgefeilten Poparrangements. Der nun erscheinende Nachfolger "Whispers" klingt viel sparsamer, ist über weite Strecken ein "Mädchen mit Gitarre"-Album, wie Dico es selbst nennt. Denn das Leben da draußen sei viel zu laut, da dürfe die Musik ruhig etwas leiser sein.

Ein Bett aus Steinen - die nigerianische Popsängerin Asa ist zurück
Vor sechs Jahren stieg die Nigerianerin Asa ins Musikgeschäft ein und etablierte sich schnell mit hervorragend gesungenem Afro-Pop. Doch sie fühlte immensen Druck auf sich und musste eine Pause einlegen. Diese Erfahrungen fließen in die Texte ihres neuen Albums "Bed of stone" ein.

Am Mikrofon: Fabian Elsäßer

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Büchermarkt

Bücher für junge Leser
Axel Scheffler und Susanne Rotraud Berner im Gespräch mit Hajo Steinert

Am Mikrofon: Hajo Steinert

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Computer und Kommunikation
Schwerpunkt:
Datenschutz in der EU
Plant die Europäische Union eine Reform gegen Google und Facebook?

Lobbyismus für die europäische IT
Wie Datenschutz zum Standortvorteil wird

Aktuell:
Vernetzte Inkompetenz
Warum die Digitale Agenda der Regierung weit hinter den Koalitionsvereinbarungen zurückbleibt

Ohne Programmier-Zwang
Die Gesellschaft für Informatik fordert flächendeckenden Informatik-Unterricht

Das Digitale Logbuch
Agenda-Agentur

Info-Update

Sternzeit 23. August
Fliegende Sternwarte beim TÜV

Am Mikrofon: Manfred Kloiber

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Markt und Medien

Projekt Eisberg
Kehraus beim Spiegel
Gespräch mit Brigitte Baetz, Medienjournalistin

Ferguson und der erste Verfassungszusatz
Pressefreiheit in den USA
Interview mit Sara Rafsky, Committee to Protect Journalists, New York

O-Ton-Nachrichten u.a.:
Anders als angekündigt: Deutsche Medien zeigen unverpixelte Enthauptungs-Bilder
Gefahr für DVB-T? Die Folgen des geplanten Breitbandausbaus
Wegweisende Kooperation: Süddeutsche und FAZ verkaufen zum ersten Mal gemeinsam Anzeigen

Böser Bube?
Der Streit um die Geschäftspraktiken des Online-Buchhändlers Amazon

Am Mikrofon: Bettina Schmieding

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen
"Sänger ohne Schatten" - Das Musiktheater des Theatermachers Boris Nikitin für die Ruhrtriennale

Antike in den Alpen - Die Innsbrucker Festwochen für Alte Musik mit Pietro Antonio Cestis "L'Orontea"

„Mit brennender Geduld“- Der Schriftsteller und ehemalige chilenische Botschafter in Deutschland Antonio Skármeta erhält den chilenischen Nationalpreis für Literatur

Was ist der Beitrag der kritischen Theorie zum Verständnis der heutigen Medienkultur? Die Konferenz "Critical Theory, Film and Media" an der Universität Frankfurt am Main

Bibel statt Mao-Bibel? Zur Diskussion über eine neue christliche Theologie in China

Am Mikrofon: Dina Netz

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Der Fluch ewigen Sonnenscheins - Jahrhundertdürre in Kalifornien

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Samstag

1. Fußball-Bundesliga, 1. Spieltag: 1899 Hoffenheim - FC Augsburg, Hannover 96 - FC Schalke 04, Hertha BSC Berlin - Werder Bremen, Eintracht Frankfurt - SC Freiburg, 1. FC Köln - Hamburger SV

Bundesliga-Gespräch - Was ist von der Saison 2014/15 zu erwarten? Interview mit Heribert Bruchhagen, Vorstandsvorsitzender von Eintracht Frankfurt

Strukturreform - Haupt- oder Ehrenamt? Die Situation beim Deutschen Fußball-Bund

2. Fußball-Bundesliga, 3. Spieltag: 1. FC Nürnberg - FSV Frankfurt, Fortuna Düsseldorf - Karlsruher SC

Fußball - Boliviens Präsident Evo Morales hat einen Profivertrag bei Sport Boys Warnes unterschrieben. Wem nutzt die Allianz?

Handball - Auftakt in die Bundesliga-Saison: Interview mit Ex-Profi Olivier Roggisch von Rhein Neckar Löwen

Formel 1 - 12. Lauf zum "Großen Preis von Belgien" in Spa-Franchorchamps: Qualifying

Radsport - Ausblick auf die Vuelta

Olympia-Bewerbung - Interview mit dem Leistungssportdirektor des Deutschen Olympischen Sport-Bundes, Bernhard Schwank
Jugendspiele in Nanjing

Sportförderung - Die Sportstiftung NRW will junge Talente über ein Zwillingsprojekt fördern

Erinnerung - Franz Orgler, Teilnehmer an der II. Makkabiah in Tel Aviv, wird 100 Jahre: Interview mit dem Historiker Prof. Dr. Lorenz Peiffer

Schwimmen - Europameisterschaften in Berlin

Turnen - Deutsche Meisterschaften in Stuttgart

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Hörspiel

Zum 100. Geburtstag von Julio Cortázar
Der Verfolger - Ein Stück Jazz
Nach Julio Cortázar
Aus dem Spanischen: Rudolf Wittkopf
Bearbeitung: Bodo Morshäuser
Regie: Christian Brückner
Mit: Wolfgang Condrus, Ron Williams, Anke Reizenstein, Marianne Lochert u.a.
Produktion: SWF/WDR 1990
Länge: 77'21

anschließend:
Tangos, Jazz und Gesualdo:
Julio Cortázar und die Musik
Von Karl Lippegaus

In Julio Cortázars Erzählung geht es um das spannungsreiche Verhältnis zwischen dem weltberühmten, durch Alkohol und Drogen ruinierten Jazzmusiker Johnny Carter und seinem französischen Biografen Bruno, der Johnny schon zu Lebzeiten fur die Nachwelt porträtiert. Mit gezügelten Emotionen aber nicht ohne Teilnahme verfolgt Bruno die letzten Stationen auf dem Lebensweg Johnnys, der als größter Altsaxofonist der Bebop-Avantgarde Amerikas in die Geschichte eingehen wird. Cortázars Erzählung trägt die Widmung "In memoriam Ch.P.". Der Altsaxofonist Charlie Parker starb 1955 im Alter von 35 Jahren.

Julio Cortázars (1914-1984) umfangreiches erzählerisches und essayistisches Werk machte ihn neben Borges und Sábato zum bedeutendsten Vertreter argentinischer Prosa.

22:00 Uhr

Nachrichten

22:05 Uhr

Atelier neuer Musik

Der Biss des Notenkrakers
Louis Andriessens Spätwerk
Von Rainer Schlenz

Mit lautem Protest während einer Orchesterauffuhrung im Concertgebouw Amsterdam hat er für Furore gesorgt: Louis Andriessens sogenannte Notenkrakers-Aktion in den 60er-Jahren richtete sich gegen die Politik des Hauses wie die Programmgestaltung. Beides betrachtete der Komponist als reaktionär. Er hielt dagegen, das Orchester habe die Pflicht, die gesamte niederländische Gesellschaft zu repräsentieren, nicht nur eine elitäre Minderheit. Heutzutage indessen werden die Werke des 75-Jährigen im Concertgebouw sogar uraufgeführt. Andriessen hat sogar einen Kompositionsauftrag vom einst so verhassten Haus erhalten. Hat der Notenkraker seine Zähne verloren? Seine früheren politischen Intentionen mögen einer eher philosophischen Auseinandersetzung mit der Welt gewichen sein. Die Musik ist jedenfalls immer noch voller Tiefgang, Biss und Ironie.

22:50 Uhr

Sport aktuell

Bundesliga-Topspiel: Borussia Dortmund - Bayer 04 Leverkusen
(Beginn 18.30 Uhr)

Schwimmen - Europameisterschaften in Berlin

Turnen - Deutsche Meisterschaften in Stuttgart

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Lange Nacht

Ich träume noch immer vom Lager...
Eine Lange Nacht über Gulag-Frauen und ihre Kinder
Von Meinhard Stark
Regie: Rita Höhne

Zwischen Ende der 20er- und Mitte der 50er-Jahre waren mehrere Millionen Frauen im Gulag, dem sowjetischen Straflagersystem, inhaftiert. Sie entstammten allen sozialen Schichten, den verschiedensten nationalen Identitäten und verfügten über ganz unterschiedliche politische und religiöse Überzeugungen. Eines jedoch war allen politischen Gefangenen gleich, sie trugen keinerlei Schuld. Frauen, die jahrelange Gulaghaft überlebten, erzählen in beeindruckenden Schilderungen über Alltagserfahrungen, Zwangsarbeit, Haftordnung und ihren Kampf ums Überleben. Zu den vergessenen Opfern des stalinschen Terrors gehören ihre Kinder - egal ob vor, während oder nach der Haft geboren. Hunderttausende Mädchen und Jungen vegetierten nach der Verhaftung ihrer Eltern jahrelang in Kinderheimen oder später mit ihren überlebenden Müttern bzw. Vätern in der Verbannung. Zehntausende kamen unter widrigsten Bedingungen im Gulag zur Welt und mussten ihre ersten Lebensjahre, völlig unzureichend versorgt, in kärglichen Kinderbaracken verbringen. Minderjährige sperrte die sowjetische Führung zu Hunderttausenden in "Arbeitsbesserungskolonien" oder gleich in den Gulag. Die Annäherung der Mütter und Kinder gestaltete sich nach den Jahren der Trennung als problematisch. Wie verlief das erste Wiedersehen? Welche Erwartungen erfüllten sich, welche wurden enttäuscht? Wie gingen sie mit ihren Erfahrungen um? Konnten sie sich ihre Erlebnisse erzählen oder schwiegen sie, in der Hoffnung, den anderen nicht zu belasten? Auch darüber erzählen uberlebende Gulag-Frauen und ihre Kinder in dieser "Langen Nacht".

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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Programmtipps

Verfassungsrechtler Paul Kirchhof, aufgenommen am 08.10.2012 in Bonn (Nordrhein-Westfalen).  (dpa / picture alliance / Rolf Vennenbernd)
Ehemaliger BundesverfassungsrichterKirchhof will Steuersystem radikal vereinfachen
Zeitzeugen im Gespräch 26.05.2016 | 19:15 Uhr

"Ich möchte keinen Tag missen, aber auch keinen Tag hinzufügen", sagt Paul Richter, früherer Richter am Bundesverfassungsgericht, rückblickend auf seinen Kurzausflug in die Politik. Warum er glaubt, dass Verfassungsrichter konservativ sein sollten und wie man sich um die Wähler der AfD kümmern sollte, verrät er im Zeitzeugen-Gespräch.

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