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Seit 19:10 Uhr Sport am Sonntag

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 01.10.2017
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

„Ich spieße die Zeit mit der Feder auf"
Eine Lange Nacht über Virginia Woolf
Von Astrid Nettling
Regie: Stefan Hilsbecher

Unbestritten zählt Virginia Woolf (1882 - 1941) zu den Großen der literarischen Moderne. Früh nimmt sie die Herausforderung an, mit ihrem Schreiben dem neuen Jahrhundert gerecht zu werden. „Ich will alles Nutzlose, Abgestorbene, Überflüssige eliminieren: dem Augenblick ganz geben, was immer er enthält.” Von Kindheit an ist sie oft krank und übernervös. Seelische Krisen zwingen sie, als Schriftstellerin zu pausieren. Trotz all dieser Probleme hat sie ein beeindruckendes Oeuvre geschaffen. Neun Romane - darunter ‚Mrs. Dalloway‘, ‚Zum Leuchtturm‘, ‚Orlando‘, ‚Die Wellen‘, viele Essays, in denen sie sich mit literarischen Fragen beschäftigt, aber ebenso mit spitzer Feder in die männerdominierte Welt ihrer Zeit hineinsticht. Unzählige Briefe und Tagebücher kommen hinzu. Brillant, witzig, boshaft, zugleich nachdenklich und freimütig gewährt Virginia Woolf so Einblicke in ihre ebenso fragile wie dem Leben zugewandte Persönlichkeit. Lange stemmt sie sich durch ihr Schreiben gegen all die lauernden Abgründe. Zudem überschatten Krieg und Zerstörung die letzten Jahre ihres beschwerlichen Lebens: „Wenn der Krieg nicht wäre, dann würde ich immer weiter nach oben schweben, in diese erregende Schicht, in der man so selten lebt."

01:00 Nachrichten 

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

02:05 Sternzeit 

02:07 Klassik live 

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

Bohuslav Martinů
Doppelkonzert für zwei Streichorchester, Klavier und Pauken

Paul Hindemith
Konzert für Violine und Orchester

Arabella Steinbacher, Violine
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Leitung: Vladimir Jurowski

Aufnahme vom 14.1.2017 aus dem Konzerthaus Berlin

03:00 Nachrichten 

03:05 Heimwerk 

Lars Vogt - Chopin

Frédéric Chopin
aus: 3 Nocturnes für Klavier, op. 9
Nr. 1: Nocturne b-Moll
Nr. 2: Nocturne Es-Dur

Sonate für Klavier Nr. 2 b-Moll, op. 35

Lars Vogt, Klavier

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

04:05 Die neue Platte XL 

05:00 Nachrichten 

05:05 Auftakt 

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

06:10 Uhr

Geistliche Musik

Johann Hermann Schein
,Halleluja! Lobet den Herrn in seinem Heiligtumb'. Für 2 - 4 Chöre
La Capella Ducale
Musica Fiata Köln
Leitung: Roland Wilson

Johann Sebastian Bach
,Christus, der ist mein Leben'. Kantate am 16. Sonntag nach Trinitatis für Soli, Chor und Orchester, BWV 95
Dorothee Mields, Sopran
Hans Jörg Mammel, Tenor
Thomas Bauer, Bass
Chor und Orchester Collegium Vocale Gent
Leitung: Philippe Herreweghe

Max Reger
,O Tod, wie bitter bist du'. Motette für 5-stimmigen Chor, op. 110,3
Rundfunkchor Stockholm
Leitung: Eric Ericson

Felix Mendelssohn Bartholdy
Sonate für Orgel c-Moll, op. 65 Nr. 2
Ludger Lohmann, Orgel

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Information und Musik

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

Landgrabbing und Migration - Das Afrika Film Festival in Köln

Sprache und Politik - Ein Interview mit dem Germanisten Peter Schlobinski

Freiheit in Verantwortung - Ein Interview mit dem Philosophen Carlo Strenger

07:30 Nachrichten 

07:50 Kulturpresseschau

Auszüge aus den Feuilletons der Woche

Separatismus in Europa - Ein Interview mit dem Politologen Emanuel Richter

Denk ich an Deutschland: der Schauspieler Ulrich Tukur

Am Mikrofon: Birgid Becker

08:00 Nachrichten 

08:30 Uhr

Nachrichten

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgen

Religiöses Wort
Erntedank. Von vollen Scheunen, leerem Leben und wahrem Reichtum
Von Pastorin Andrea Schneider
Evangelische Kirche

08:50 Uhr

Presseschau

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 125 Jahren: Die erste Ausgabe von Maximilian Hardens Zeitschrift "Die Zukunft" erscheint

09:10 Uhr

Die neue Platte

Sinfonische Musik

09:30 Uhr

Essay und Diskurs

Das Bild muss weg.
Über Kunst, Zensur und Zerstörung
Von Julia Pelta Feldman
Aus dem Amerikanischen von Hannes Bajohr

„The painting must go.” Vor einigen Monaten hallte dieser Satz laut durch die New Yorker Kunstwelt. Das Gemälde, das gehen soll, ist ,Open Casket’ (Offener Sarg), eines von mehreren Werken, mit denen Dana Schutz auf der diesjährigen Whitney-Biennale vertreten war - amerikanische Gegenwartskunst und eine abstrahierende Interpretation eines Schwarz-Weiß-Fotos, das den Jugendlichen Emmett Till 1955 in seinem Sarg zeigt und die Gewalt, die gegen Till verübt wurde, thematisiert. Die Stimme, die „Das Bild muss weg.“ fordert, gehört Hannah Black. Auch sie ist Künstlerin. In ihrem an das Whitney Museum gerichteten offenen Brief erhebt sie gegen das Bild Anklage, verbunden „mit der dringenden Empfehlung, das Bild zu zerstören und es weder auf den Kunstmarkt noch in ein Museum gelangen zu lassen“. In diesem viel diskutierten Brief verurteilt Black die Darstellung schwarzen Leids durch eine weiße Künstlerin. Sie erkennt darin einen Akt der Ausbeutung und der Gewalt, der gegen Emmett Tills Andenken verübt werde. Julia Pelta Feldman untersucht in ihrem Essay die Debatte um Verbote und Zensur von Kunst und berücksichtigt eine in Deutschland oft vernachlässigte Perspektive: die Idee einer Zensur von unten.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Gottesdienst

Übertragung aus der Herz-Jesu-Kirche in Reinbek
Predigt: Regens Jürgen Wätjer
Katholische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Interview der Woche

Stanislaw Tillich, CDU, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergang

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

Vom Wendland in die Altmark
Eine „grenzüberschreitende“ deutsch-deutsche Radtour

Japan: Tempel, Tee und Totenmasken
„Langnasen“ im Land der aufgehenden Sonne

Im Moor sind wir daheim
Bad Kohlgrub in Oberbayern

Ratternd durch den großen Garten
Die Parkeisenbahn Dresden

Am Mikrofon: Andreas Stopp

12:00 Nachrichten 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Informationen am Mittag

13:30 Uhr

Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person
Der Künstler und Verleger Philipp Keel im Gespräch mit Marietta Schwarz

„Das Verlegerische geht nicht ohne das Künstlerische“, sagt Philipp Keel, der 2012 die Nachfolge seines verstorbenen Vaters als Leiter des Diogenes-Verlags antrat. Keel ist nicht nur Verleger, sondern auch Künstler, Autor und Fotograf. Er studierte Musik und Film und lebte einige Jahre in Kalifornien, veröffentlichte eigene Bücher, die sich millionenfach verkauften, und seine Kunst wird regelmäßig in Galerien gezeigt. Die Mutter Künstlerin, der Vater Verleger. In Philipp Keels Elternhaus gingen Friedrich Dürrenmatt, Loriot und Federico Fellini ein und aus. Er selbst gab zunächst seiner künstlerischen Ader nach, drehte Filme, arbeitete in einer Werbeagentur und fotografierte, bevor er nach Zürich zurückkehrte und das Familienunternehmen übernahm. Seither pflegt er Kunst und Verlegertum. Hier wie da gilt nach Philipp Keel, den flüchtigen Augenblick zu fassen und dann einen langen Atem zu behalten. Seine Fotografien etwa bearbeitet er monatelang nach. Und im Verlag dauert es oft Jahre, bis aus einer Idee ein gedrucktes Buch wird.

14:00 Nachrichten 

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Rock et cetera

Das Magazin
Neues aus der Szene
Am Mikrofon: Tim Schauen

16:00 Uhr

Nachrichten

16:10 Uhr

Büchermarkt

Aus dem literarischen Leben
Das Buch der Woche

Richard Ford: Zwischen ihnen
Aus dem Englischen von Frank Heibert
(Hanser Berlin)
Ein Beitrag von Rainer Moritz

Am Mikrofon: Hubert Winkels

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Wissenschaft im Brennpunkt
Die Unbesiegbaren
Leben mit resistenten Keimen
Von Christine Westerhaus

Antibiotikaresistente Keime breiten sich aus. Überall auf der Welt. Wer sich mit ihnen infiziert, läuft Gefahr, an Blasenentzündung oder Blutvergiftung zu sterben, denn inzwischen tauchen die ersten Stämme auf, gegen die kein einziges Antibiotikum mehr hilft. Obwohl Experten seit vielen Jahren vor einem Engpass warnen, haben Pharmafirmen ihre Forschung auf Eis gelegt. Jetzt wird das Problem offensichtlich und fordert Politiker, Forscher und Ethiker gleichermaßen heraus. Wie verteilt man eine Ressource, die selbst bei korrekter Anwendung mit der Zeit unwirksam wird? Noch gibt es Reserveantibiotika. Sie werden gerade dort gebraucht, wo sehr viele Menschen mit den robusten Keimen infiziert sind, dort also, wo diese allerletzten Waffen am schnellsten stumpf werden. Wer also darf gesund werden?

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Kulturfragen

Debatten und Dokumente

Republik auf dem Sonderweg - Wie historisch ist der Rechtsruck?
Der Historiker Andreas Wirsching im Gespräch
Am Mikrofon: Michael Köhler

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen

Ein frauenfeindliches Singspiel? Sandra Leupold inszeniert Mozarts „Zauberflöte“ in Erfurt

„Iphigenie" - Mohammed Attars Überschreibung des Klassikers mit syrischen Frauen auf dem Tempelhofer Feld

Schauspieler-Regisseur und Sprach-Künstler - Peter Stein zum 80. Geburtstag

Landgrabbing und Migration - Das Afrika Film Festival in Köln

Am Mikrofon: Doris Schäfer-Noske

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Geschichte aktuell: Zwei Leichen und viele offene Fragen
Vor 25 Jahren: Der Tod von Petra Kelly und Gert Bastian

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Sonntag

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Freistil

Cyclomania
Radfahrer - Anarchisten in Funktionskleidung
Von Günter Beyer
Regie: Uta Reitz
Produktion: DLF 2015

Mit seinem Mountainbike fegt ein Mann rücksichtslos über den belebten Bürgersteig. Schülerinnen mit Ohrhörern radeln traumverloren auf Hollandrädern entgegen der Fahrtrichtung. Radfahrer haben seit geraumer Zeit ein ausgedehntes ,Du darfst!'-Biotop besetzt, getragen von einer warmen Welle gesellschaftlichen Wohlwollens und dem Credo: „Die Stadt gehört uns!". „Deutschland ist auch eine Fahrradnation", findet selbst die Bundeskanzlerin. Radler sind eben die Guten. Sie verschleudern keine fossilen Energien und tun was für ihre Gesundheit. Ihretwegen müssen keine Autobahnen und Tiefgaragen gebaut werden. Vorbei die Zeit der Hosenspangen. Heute kommen Radfahrer selbstbewusst in teurer schweißsaugender Funktionskleidung daher. Radfahren: Eine anhaltende Erfolgsstory ohne Rücktritt.

21:00 Uhr

Nachrichten

21:05 Uhr

Konzertdokument der Woche

Beethovenfest 2016
Ostdeutsche Avantgarde in Bonn

Paul Dessau
Quartett Nr. 5

Friedrich Goldmann
Vier Klavierstücke

Steffen Schleiermacher
Festgefressen

Reiner Bredemeyer
Novembernes

Ludwig van Beethoven
Quartett Nr. 14 cis-Moll, op. 131

Matthias Bäcker, Oboe
Steffen Schleiermacher, Klavier
Leipziger Streichquartett

Aufnahme vom 29.9.2016 aus dem Beethoven-Haus in Bonn
Am Mikrofon: Anna Schürmer

Expressiv, querständig, unangepasst - so klinge Neue Musik aus der ehemaligen DDR. Einst war das ein Gütesiegel. Heute suggeriert es, dass es sich bei den Machern womöglich um Ewiggestrige handle. Doch es lohnt sich, ostdeutsche Avantgardemusik mit Abstand wieder zu hören. Das Leipziger Streichquartett spannte beim Beethovenfest 2016 den Bogen von Paul Dessau bis Steffen Schleiermacher und spielte Kammermusik mit verschiedentlichen Untertönen. Dessaus Felsenstein-Quartett weist in die Exilzeit zurück, Bredemeyers herbem Trio Novembernes liegen wegweisende Jahreszahlen deutscher Geschichte zu Grunde. Schleiermacher artikuliert in seinem Streichquartett wiederkehrende Gefühle von Ausweglosigkeit. Beethovens spätes Quartett Nr. 14 cis-Moll op. 131 verdeutlicht im zweiten Konzertteil, dass auch in früheren Zeiten avancierte Kompositionen entstanden, die sich an erlebter Wirklichkeit rieben.

22:00 Nachrichten 

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Das war der Tag

23:30 Uhr

Sportgespräch

Ex-FIFA-Präsident Sepp Blatter über Fußball, Korruption und sein Leben.

Das Gespräch führt Dietrich-Karl Mäurer.

23:57 Uhr

National- und Europahymne

Auswahl nach Datum

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Programmtipps

Ein Mann liegt in einer Hängematte, macht eine Pause und genießt das warme Wetter (picture-alliance / dpa / Lukas Schulze)
Von großen und kleinen UnterbrechungenPause
Freistil 22.10.2017 | 20:05 Uhr

Der Begriff "Pause" stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet Ruhe oder Stillstand. Eine Pause kann regenerativ, schöpferisch-kreativ, bedeutungsvoll oder einfach notwendig sein. Es kann die Mittagspause sein, die komponierte Pause innerhalb eines Musikstückes, die rhetorische Pause oder die Atempause.

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