Mittwoch, 20.06.2018
 
Seit 09:10 Uhr Europa heute

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 03.06.2018
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Sonnenuntergang im Wienerwald
Eine Lange Nacht über Ödön von Horváth
Von Nikolaus Scholz und Andreas Kloner
Regie: Nikolaus Scholz

‚Geschichten aus dem Wienerwald‘ ist wohl das bekannteste Theaterstück des österreichisch-ungarischen Schriftstellers Ödön von Horváth. Noch vor dessen Uraufführung im Jahre 1931 in Berlin erhielt Horváth auf Vorschlag Carl Zuckmayers den renommierten Kleist-Preis. Horváths Stück, geschrieben Ende der 20er-Jahre in einer Zeit katastrophaler Arbeitslosigkeit und der Weltwirtschaftskrise, ist ein Schlüsselwerk des modernen Dramas. Horváth demaskiert hier das Klischee von der verlogenen Wiener Gemütlichkeit lakonisch und auf brutale Weise. Ödön von Horváth, der Sohn eines österreichisch-ungarischen Diplomaten, wurde am 9. Dezember 1901 in Sušak (italienisch: Fiume) an der Adria geboren. Sein Interesse für die Kunst, insbesondere für die schöne Literatur, regte sich relativ spät. Ab den 20er-Jahren lebte der zutiefst abergläubische Horváth abwechselnd in Berlin, Salzburg und bei seinen Eltern im oberbayrischen Murnau am Staffelsee, wo er sich intensiv der Schriftstellerei widmete. Doch dem Autor der Theaterstücke wie ‚Jugend ohne Gott‘, ‚Glaube Liebe Hoffnung‘ und ‚Kasimir und Karoline‘ sollte kein langes Leben beschert sein. Nachdem er als entschiedener Gegner des Nationalsozialismus 1936 aus Deutschland verwiesen worden war, verließ er das Land und erreichte Ende Mai 1938 Paris. Wenige Tage später, am 1. Juni, traf er den deutschen Filmregisseur Robert Siodmak, um mit ihm über die Verfilmung des Romans ‚Jugend ohne Gott‘ zu sprechen. Noch am selben Abend wurde Horváth während eines Gewitters auf dem Heimweg auf dem Pariser Boulevard Champs-Élysées von einem herabstürzenden Ast erschlagen. Eine ‚Lange Nacht‘ über einen Poeten, der sich selbst als eine typisch österreichisch-ungarische Angelegenheit sah.

01:00 Nachrichten 

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

02:05 Sternzeit 

02:07 Klassik live 

Brett Dean
"Testament". Musik für Orchester

Arnold Schönberg
Konzert für Klavier und Orchester, op. 42

Marc-André Hamelin, Klavier
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Leitung: Vladimir Jurowski

Aufnahme vom 22.10.2017 aus dem Konzerthaus Berlin

03:00 Nachrichten 

03:05 Heimwerk 

Graun - Opera Arias

Carl Heinrich Graun
Arien aus den Opern "L'Orfeo", "Il Mithridate" und "Britannico"

Julia Lezhneva, Sopran
Concerto Köln
Leitung: Mikhail Antonenko

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

04:05 Die neue Platte XL 

05:00 Nachrichten 

05:05 Auftakt 

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

Auf der Suche nach der Toleranzdebatte - 25 Jahre nach Solingen

06:10 Uhr

Geistliche Musik

Johann Sebastian Bach
'O Ewigkeit, du Donnerwort'. Kantate zum 1. Sonntag nach Trinitatis für Soli, Chor und Orchester, BWV 20
Markus Forster, Countertenor
Daniel Johanssen, Tenor
Wolf Matthias Friedrich, Bass
Chor und Orchester der J. S. Bach-Stiftung
Leitung: Rudolf Lutz

Carl Philipp Bach
'Danket dem Herrn'. Kantate für Soli, Chor und Orchester, Wq deest
Joanne Lunn, Sopran
Jan Kobow, Tenor
Gotthold Schwarz, Bass
Kammerchor Stuttgart
Barockorchester Stuttgart
Leitung: Frieder Bernius

Nicolaus Vetter
Fuga für Orgel A-Dur zu 4 Stimmen
Rainer Goede, Orgel

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Information und Musik

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

Blick zurück - Paweł Machcewicz veröffentlicht ein Buch über seine Arbeit am Weltkriegsmuseum in Danzig

Italien, Europa und die Zukunft der Demokratie - Ein Interview mit dem Politologen Emanuel Richter

Freundschaft in der Politik? Ein Interview mit dem Philosophen Klaus-Dieter Eichler

07:30 Nachrichten 

07:50 Kulturpresseschau

Auszüge aus den Feuilletons der Woche

Russland: Terra incognita - Ein Interview mit der Publizistin Katja Gloger

Denk ich an Deutschland: die Schauspielerin und Schriftstellerin Emine Özdamar

Am Mikrofon: Birgid Becker

08:00 Nachrichten 

08:30 Uhr

Nachrichten

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgen

Religiöses Wort
„Was im Angesicht des Todes trägt“?
Von Eva-Maria Will
Katholische Kirche

08:50 Uhr

Presseschau

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 20 Jahren: Bei einem schweren Zugunglück in Eschede kommen 101 Menschen ums Leben

09:10 Uhr

Die neue Platte

Sinfonische Musik

09:30 Uhr

Essay und Diskurs

Der andere Blick auf ´68 - Die 1968er-Jahre als globale Kulturrevolution
Von Jens Kastner

Im Jahr 1968 kulminierte eine globale Kulturrevolution. Das Kulturelle daran betraf nicht nur die Kunst, sondern auch die Denk- und Wahrnehmungsweisen. Und es zeichnet die Globalität der 68er-Jahre aus, dass - theoretisch wie praktisch - transnationale Verbindungen an vielen Orten hergestellt wurden.

Gemeinsame Klammern dieser sozialen Bewegungen waren sicherlich die Proteste gegen den Vietnamkrieg und der Anspruch auf gesamtgesellschaftliche Demokratisierung. Die bestehende Welt mit ihrem Kapitalismus un d Krieg sollte verändert werden, aber auch das alltägliche Leben wurde zur Disposition gestellt. Die Bewegungen zielten zugleich auf das große Ganze und auf die vermeintlichen Kleinigkeiten, sie agierten makro- und mikroperspektivisch. Das Kulturelle dieser Revolution zu betonen bedeutet auch, auf ein Paradox hinzuweisen. Es besteht darin, dass die Bewegungen der 1968er-Jahre zugleich sehr erfolgreich waren und total gescheitert sind. Verloren haben sie hin­sichtlich ihrer weitreichenden ökonomischen und selbst in Bezug auf ihre politischen Erneuerungsvorstellungen. Erfolgreich waren sie hingegen vor allem in kultureller Hinsicht.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Gottesdienst

Übertragung aus der Kirche in Schleife
Predigt: Pfarrerin Jadwiga Mahling
Evangelische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Interview der Woche

Sahra Wagenknecht, Ko-Vorsitzende der Bundestagsfraktion Die Linke

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergang

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

Gefiederte Patienten
In der Falkenklinik von Abu Dhabi

Blumige Top-Adresse
Der Rosenpark Groß-Siemen (Mecklenburg-Vorpommern)

"Stadt von Herren für Herren"
Besuch in Valetta, der Hauptstadt Maltas

Reisen ohne Plan
Mit 50 Euro um die Welt

Am Mikrofon: Andreas Stopp

12:00 Nachrichten 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Informationen am Mittag

13:30 Uhr

Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person
Die Architektin Ulrike Eichhorn im Gespräch mit Joachim Scholl

Von Häusern und Menschen - seit vielen Jahren erzählt die Architektin Ulrike Eichhorn von berühmten Kollegen und Persönlichkeiten, die Architekturgeschichte geschrieben haben. Bei Meinhard Gerkan hat sie studiert, nach Lehrjahren in Hannover und Chicago hat Ulrike Eichhorn, Jahrgang 1959, in Berlin ein Büro für Architekturvermittlung gegründet. Mit Büchern über Bruno Taut, Oskar Niemeyer, Le Corbusier und Palladio hat sich Ulrike Eichhorn mittlerweile einen glänzenden Namen als Architekturhistorikerin gemacht. Inzwischen hat sie ihren eigenen Verlag, und ihr Blick reicht immer weiter: In ihren jüngsten Arbeiten wandelt Ulrike Eichhorn auf den architektonischen Spuren von Richard
Wagner und Johann Wolfgang von Goethe.

14:00 Nachrichten 

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Rock et cetera

Das Magazin
Neues aus der Szene
Am Mikrofon: Tim Schauen

16:00 Uhr

Nachrichten

16:10 Uhr

Büchermarkt

Aus dem literarischen Leben
Das Buch der Woche

Michael Chabon: "Moonglow"
Aus dem amerikanischen Englisch von Andrea Fischer
(Kiepenheuer & Witsch Verlag, Köln)
Ein Beitrag von Wolfgang Schneider

Am Mikrofon: Hubert Winkels

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Wissenschaft im Brennpunkt
Unter Quallen.
Begegnung mit dem Schwarm
Von Dagmar Röhrlich

Lange galten sie als unnütze Salzwassersäcke. Dann häuften sich die Zwischenfälle: Quallen verstopften die Kühlwasserzuflüsse von Kraftwerken, rissen Boote in die Tiefe und wüteten auf Lachsfarmen. Für die Quallenforschung floss plötzlich Geld und es wurde klar: Quallen nehmen wichtige Positionen in den Weltmeeren ein.

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Kulturfragen

Debatten und Dokumente

Weltkultur im Humboldt-Forum - Der neue Generalintendant Hartmut Dorgerloh im Gespräch mit Christiane Habermalz

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen

Eine Nonne auf der Flucht - Dietrich W. Hilsdorf inszeniert Poulencs "Dialog der Karmelitinnen" in Hannover

Literaturfestival im norwegischen Lillehammer - Das Buchmessen-Gastland in spe bereitet sich vor

Dramatiker-Kür in Mülheim - Eine Bilanz der "stücke 2018"

Die großen Wandmaler Mexikos - Ausstellung im Palazzo Ducale in Genua

"Neues Stück II" - Das Tanztheater Wuppertal arbeitet mit Alan Lucien Oyen

Am Mikrofon: Doris Schäfer-Noske

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Zwischen den Fronten - Katar und die Folgen der saudischen Blockade

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Sonntag

Fußball - DFB: Pressekonferenz vom Trainingslager Südtirol
Fußball - DFB: Vor der WM-Teamentscheidung, Gespräch mit Fußballreporter Marcus Bark
Fußball - Außerordentliche Mitgliederversammlung 1. FC Kaiserslautern

Tennis - French Open

Handball - Bundesliga: SG Flensburg-Handewitt - FA Göppingen
Handball - Bundesliga: TBV Lemgo - TuS N-Lübbecke
Handball - Bundesliga: Rhein-Neckar Löwen - SC DHfK Leipzig

Basketball - Playoff Finale: FC Bayern München - ALBA Berlin

NBA - Cannabis-Konsum in der Basketball-Profiliga

Sportindustrie - Warum PUMA und ADIDAS Angst vor US-Strafzöllen haben

Kanu - Kanuslalom-Europameisterschaft in Prag
Kanu - EM in Prag und keine Perspektive für Olympia? Interview mit dem Slalom-Kanuten Franz Anton

Am Mikrofon: Astrid Rawohl

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Freistil

Vom Springen
Ein Bewegungsmuster in Körper und Geist
Von Almut Schnerring und Sascha Verlan
Regie: Philippe Bruehl
Produktion: DLF 2015

Wir springen weit und hoch, wir springen in die Luft vor Freude. Auch Quanten springen oder Gedanken. Die Flut springt, Elektronen springen, das Ei springt oder auch nicht. Beim Zappen springen wir durch die Programme und im Internet springen wir von Knotenpunkt zu Knotenpunkt - die Verbindungswege der Algorithmen jedoch bleiben uns meist verborgen. Springen bedeutet notwendigerweise, dass etwas übersprungen wird: ein Graben, ein Hindernis, etwas, das wir nicht für wichtig halten oder nicht einmal wahrnehmen. Mit jedem Sprung geht also etwas verloren. Der Weg ist das Ziel, gilt das auch für den Sprung? Die Landung ist nicht immer vorhersehbar. Der Sprung wird zu einer Metapher unserer Zeit und Geisteshaltung. Heute hier, morgen dort. Oder überspringen wir womöglich das Wesentliche?

21:00 Uhr

Nachrichten

21:05 Uhr

Konzertdokument der Woche

Forum neuer Musik „Echoes of ‘68“
Aufnahmen aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal vom 13.4.2018

Elena Mendoza
Fragmentos de teatro imaginario

Lea Letzel
Lines-Constructions (UA)

Hans-Joachim Hespos
PSI

Ensemble ascolta

Julia Mihály
Grand Hotel Establishments (UA)

Julia Mihály - Performance, Stimme, Live-Elektronik

Von Hanno Ehrler

In den 60er-Jahren war Fluxus der beste Ausdruck davon: Fluxus kommt von Fließen, und tatsächlich zerflossen damals bei dieser Kunst die Grenzen zwischen Bild, Musik und Theater. Gleichzeitig fand ganz Ähnliches auch auf der politischen Bühne statt. Die 68er-Bewegung stellte alles Bestehende radikal infrage. In Kunst wie in Politik ging es um das Abschütteln veralteter Normen. Das hatte Folgen bis heute: Nach wie vor fragen viele Komponistinnen und Komponisten, was ein Konzert eigentlich ist. Beim Forum neuer Musik 2018 im Deutschlandfunk Kammermusiksaal ließ Elena Mendoza die Instrumentalisten zwischen Musik- und Theaterspiel hin und her switchen. Hans-Joachim Hespos inszenierte Bühnenrituale wie das Umbauen zwischen zwei Stücken. Lea Letzel kombinierte Klang mit Video und Computerprogrammen und Julia Mihály zerstückelte politische Texte der 68er-Bewegung und fragte, was diese uns heute noch zu sagen haben.

22:00 Nachrichten 

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Das war der Tag

23:30 Uhr

Sportgespräch

Das deutsche Turnen und Konsequenzen aus dem Nasser-Skandal:

„Ich glaube, bei uns im System kann das nicht passieren“

Turnerin Elisabeth Seitz und Bundestrainerin Ulla Koch im Gespräch mit Marina Schweizer und Sandra Schmidt

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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