Sonntag, 19.11.2017

Programm: Vor- und Rückschau

Samstag, 04.02.2017
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Mitternachtskrimi

Die Affäre D'Aubrey
Von Rolf Schneider
Regie: Walter Niklaus
Mit Jürgen Hentsch, Krista Posch, Bastian Trost, Friedhelm Ptok, Jürgen Thormann, Angelika Waller, Eva Weißenborn, Götz Schulte, Walter Niklaus u.a.
Produktion: MDR/RBB 2004
Länge: ca. 54'

Der Fall der Marquise von Brinvilliers ist einer der bekanntesten Fälle aus dem 'Pitaval', den z.B. auch E.T.A. Hoffmann in 'Das Fräulein von Scuderi' aufgreift. Man schreibt das Jahr 1676. Paris wird von einer wahren Giftmord-Welle überschwemmt. Mit dem 'poudre de succession' entledigen sich Eifersüchtige der Nebenbuhler, Gattinnen des Gatten, und Erben verkürzen den Weg zu so manchem Vermögen. Verdächtige und Verleumdete landen in der Bastille. Fehlurteile und Justizmorde sind an der Tagesordnung. Auch drei männliche Mitglieder der Familie D’Aubrey erleiden einen mysteriösen Tod. Desgrais, ein junger, aufstrebender Gefreiter der Pariser Polizei, widmet sich, gegen den Befehl seines Vorgesetzten, der Aufklärung dieses Falles in den höchsten Adelskreisen. Dabei stößt er auf die Leiche eines Alchimisten. Stammt das spurlos tötende Gift, das ganz Paris in Schrecken versetzt, aus den Phiolen seines Laboratoriums? Kam auch die schöne Marie de Brinvilliers, geborene D’Aubrey, auf diesem Weg daran? Da es nicht länger verborgen bleiben kann, dass selbst in nächster Nähe des Königs immer unverschämter mit Gift hantiert wird, beschließt die Justiz, ein abschreckendes Exempel zu statuieren.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

Lied & Chanson

Zu Gast: Die Musikerin und Autorin Christiane Rösinger
Vorgestellt: Liederbestenliste Februar
Global Sound: Neue Alben u.a. von Fetsum, Francois and the Atlas Mountains, Marie Boine
Original im Ohr: Ungewöhnliche Coverversionen
On Tour: Konzerthighlights des Monats

Am Mikrofon: Anna-Bianca Krause

Sechs Jahre nach ihrem melancholischen Debütalbum 'Songs Of L. And Hate' hat Christiane Rösinger ihr zweites Album fertig: 'Lieder ohne Leiden'. Auch wenn der Sound opulenter und deutlich farbenfroher geworden ist, der Titel bleibt ein Wunschtraum. Die Musikerin liefert stattdessen eine schonungslose Gegenwartsanalyse, die vom Leben im Prekariat bis hin zu den Renditesorgen der Generation Erben reicht. Dabei erinnern Christiane Rösingers trockener Humor und ihr Faible für die 1960er-Jahre, die Sixties, zwischendurch an ihre Berliner Bands Lassie Singers und Britta. Mit denen wurde sie in den 1990er-Jahren zu einer der wenigen weiblichen Indie-Heldinnen.

02:00 Nachrichten 

02:05 Sternzeit 

03:00 Nachrichten 

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

05:00 Nachrichten 

05:30 Nachrichten 

05:35 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

06:10 Uhr

Informationen am Morgen

Berichte, Interviews, Reportagen

06:30 Nachrichten 

06:35 Morgenandacht 

Gotthard Fuchs, Wiesbaden

06:50 Interview 

07:00 Nachrichten 

07:05 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

07:15 Interview 

07:30 Nachrichten 

07:56 Sport am Morgen 

08:00 Nachrichten 

08:10 Interview 

08:30 Nachrichten 

08:47 Sport am Morgen 

08:50 Presseschau 

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

Am Mikrofon: Jürgen Zurheide

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 20 Jahren: Der Bau des neuen Bundeskanzleramtes in Berlin beginnt

09:10 Uhr

Das Wochenendjournal

„Gut aufgelegt“ - Das Comeback der Vinylplatten

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Klassik-Pop-et cetera

Am Mikrofon: Die Hornistin Marie-Luise Neunecker

International gefeierte Hornisten sind selten, Hornistinnen rar. Eine hat es geschafft: Marie-Luise Neunecker. Aufgewachsen auf einem Bauernhof in Erbes-Büdesheim bei Mainz, bewies sie ihren drei älteren Brüdern, Mitgliedern im Posaunenchor, dass auch Mädchen Trompete spielen können. Später studierte sie zunächst Schulmusik und kam erst mit 19 zum Horn. Den Eltern sagte sie, dass sie Hornistin werden wollte, als sie die Stelle an der Oper in Frankfurt am Main schon in der Tasche hatte. Sie brillierte als Solohornistin der Bamberger Symphoniker und des Sinfonieorchesters des Hessischen Rundfunks in Frankfurt, tourte erfolgreich als Solistin wie Kammermusikerin und ist seit 2004 Professorin an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. 2001 spielte Marie-Luise Neunecker die Uraufführung des ihr gewidmeten Hornkonzerts von György Ligeti. Zu ihren Kammermusikpartnern gehören Frank Peter Zimmermann und Lars Vogt, sie ist Mitglied der Cappella Andrea Barca von András Schiff sowie gern gesehener Gast bei den Salzburger Festspielen und beim Marlboro Music Festival. Zahlreiche CD-Einspielungen dokumentieren ihre außergewöhnliche Musikalität und Virtuosität. Für 'Klassik-Pop-et cetera' stellt die heute 61-jährige Hornistin ihre persönliche Playlist zusammen.

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Gesichter Europas

Kommunaler Luxus in Wien: Wie Österreichs Metropole ihre Bürger umsorgt
Von Antonia Kreppel

Im internationalen Vergleich rangiert Wien heute in fast allen Bereichen an der Spitze. Die Wiener schützen besonders den kommunalen Luxus, die 'Daseinsfürsorge' der Stadt, die zurück in die Anfänge der Sozialdemokratie nach dem Zusammenbruch der Monarchie reicht. Kernpunkt war das städtische Wohnbauprogramm mit einem strengen Mieterschutzgesetz. Heute gilt die Donaumetropole international als Beispiel für bezahlbaren Wohnraum, demokratisch verwaltet. Bildung für alle ermöglicht ein dichtes Netz vielsprachiger Büchereien, das Wiener Wasser hebt die Lebensqualität, die zudem vom hohen Freizeitwert und der geografischen Lage der Stadt geprägt ist.

12:00 Uhr

Nachrichten

12:10 Uhr

Informationen am Mittag

Berichte, Interviews, Musik

12:50 Internationale Presseschau 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:10 Uhr

Themen der Woche

13:30 Uhr

Eine Welt

Auslandskorrespondenten berichten

Afrikanische Union für Rückzug vom Internationalen Strafgerichtshof

Jetzt erst recht: China will trotz Trump wirtschaftlich Gas geben

Schwierige Geschäftspartner: Saudi-Arabien in der Trump-Ära

Haitis neuer Präsident nimmt Amt auf - Geldwäschevorwürfe nicht geklärt

Am Mikrofon: Andreas Noll

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Campus & Karriere

Das Bildungsmagazin
Angriff auf die Hochschulen - bedroht Donald Trump den Wissenschaftsstandort USA?
'Campus & Karriere' fragt: Worauf muss sich die Wissenschaftscommunity in den USA einstellen? Wie können und werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studierende reagieren? Wie sehr wird der wissenschaftliche Austausch beeinträchtigt?

Gesprächsgäste:
Nina Lemmens, Leiterin des DAAD-Büros in New York
Christoph Meinel, Direktor des Hasso-Plattner-Instituts, Potsdam
Atina Grossmann, Historikerin an der Cooper Union for the Advancement of Science and Art, New York
Yascha Mounk, Dozent für politische Theorie an der Harvard University, Cambridge, MA
Am Mikrofon: Benedikt Schulz

Beiträge:
Wer ist Betsy DeVos? Porträt der designierten US-Bildungsministerin

Trump und die Wissenschaft - Was denken Studierende?

Eine Sendung ohne Hörerbeteiligung

Amerikanische Hochschulen stehen unter Schock. Das umstrittene Einreisedekret der Regierung behindert massiv den wissenschaftlichen Austausch, hunderte Forscher sind betroffen, dürfen nicht mehr einreisen, oder sind im Ausland gestrandet. Auch Deutschland bekommt die Folgen zu spüren: Eine Doktorandin des Hasso-Plattner-Instituts in Potsdam musste einen lange geplanten Forschungsaufenthalt in den USA absagen. Die Wissenschaftscommunity in den USA stellt sich auf harte Zeiten ein. Der neue US-Präsident Donald Trump hat ein schwieriges Verhältnis zu wissenschaftsbasierten Fakten - Stichwort: Klimawandel. Außerdem plant die Regierung offenbar die Zuschüsse für das National Endowment for the Humanities-Programm, eine Art amerikanische DFG für Geisteswissenschaften, zu streichen. Und bislang ist noch unklar, was im Hochschulbereich von der designierten US-Bildungsministerin Betsy DeVos zu erwarten ist.

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Corso - Kultur nach 3

Das Musikmagazin

Neustart ohne Drogen: Die deutsche Band Pictures
Es war nicht wirklich cool, die Sache mit den Drogen. Im Gegenteil. Sie wären als Band fast daran zerbrochen und wagen nun einen Neustart: Die Jungs der Band Pictures, deren Geschichte und Vorgeschichte demnächst auf der Berlinale in der Doku "Könige der Welt" gezeigt wird. Und ein neues Album gibt’s auch. Mit dem bezeichnenden Titel "Promise“.

„Musik war mein Psychiater“  - der israelische Musiker Aviv Geffen über sein neues Blackfield-Album
Der Sänger, der vor 20 Jahren Yitzhak Rabins Mord vor seinen Augen erlebte, geht mit seinem Projekt "Blackfield" weniger politische Wege als in seinem sonstigen Schaffen. Aber er arbeitet mit einem der großen Rock-Gitarristen unserer Zeit zusammen: Steven Wilson. Und: Das Album wurde teilweise von keinem Geringeren als Alan Parson produziert. Aviv Geffen, der sich als Botschafter der jungen Generation Israels sieht, erzählt vom neuen Blackfield-Album "V“ und offenbart seine Gedanken zum Nahost-Konflikt.

Ab ins Ungewisse: Debütalbum von Nadine Khouri
Nadine Khouri wurde im Libanon geboren und floh mit ihren Eltern während des Bürgerkriegs nach England. Nach ihrer ersten EP entdeckte PJ Harvey-Prozent John Parish die Musikerin und nahm ihr Debutalbum "The Salted Air“ auf: Ruhige, atmosphärische Musik, die mal minimalistisch und karg, mal episch daher kommt. Auf ihrem Debüt begibt sich Nadine Khouri nun auf eine besonders schwierige Reise - zu sich selbst.

Am Mikrofon: Anja Buchmann

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Büchermarkt

Bücher für junge Leser

DIE BESTEN 7
Das Ergebnis der Deutschlandfunk-Bestenliste im Monat Februar
Vorgestellt von Ursula Nowak

Richard Platt/James Brown: Das große Wissenssammelsurium
(Mixtvision Verlag)

Carson Ellis: Wazn Teez?
(NordSüd)

Kate DiCamillo: Little Miss Florida
(dtv junior)

Timothée de Fombelle: Die wundersamen Koffer des Monsieur Perle
(Gerstenberg)

Lauren Wolk: Das Jahr, in dem ich lügen lernte
(Hanser)

Andrew Smith: Winger
(Königskinder)

Mascha Kaléko/Hildegard Müller: Träume, die auf Reisen führen
(dtv/Reihe Hanser)

Am Mikrofon: Ute Wegmann

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Computer und Kommunikation

Schwerpunkt:
Texte vom Fließband
Computerlinguistiker bringen Maschinen zum Dichten

Kein Deep Learning
Hochautonome Rechenverfahren scheitern an der automatischen Texterzeugung

Aktuell:
Trump digital
Die High-Tech-Strategie des neuen amerikanischen Präsidenten

Leergeräumte Regale
Warum NoSQL-Datenbanken beliebtes Ziel von Cyber-Erpresser sind

Das Digitale Logbuch
Roaming home

Info-Update

Sternzeit 04. Februar 2017
Mehr Sonne aber noch keine Wärme

Am Mikrofon: Manfred Kloiber

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Markt und Medien

Programmschwerpunkt: „Mittelpunkt Mensch“
„Wir machen unser Radio selbst - Wenn Bürger auf Sendung gehen“
Live aus dem Studio von Radio Darmstadt

Gesprächsgäste:
Aurel Jahn, Vorstand Radio Darmstadt
Elham Masoud, Studentin ehrenamtlich engagiert bei Radio Darmstadt
Jürgen Radestock, Aus- und Fortbildung Radio Darmstadt
Am Mikrofon: Sören Brinkmann

In ganz Deutschland sind Menschen in fast 200 Bürgermedien engagiert. Diese bilden neben den öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern auch ein zusätzliches Hörfunkangebot in einer vielfältigen Medienlandschaft. Dabei zeichnen sie sich dadurch aus, dass es Bürgern auf einfache Weise ermöglicht wird, auf Sendung zu gehen.
Radio Darmstadt ist ein Bürgerradio, das seit 20 Jahren auf einer eigenen UKW-Frequenz sendet. Die Verantwortlichen verstehen ihre Angebote als „publizistische Ergänzung“. Es kommen Menschen zu Wort, die sonst in den Medien nur selten Raum bekommen, auch in mehreren nicht-deutschsprachigen Sendungen.
Am 04. Februar sendet 'Markt und Medien' live aus dem Studio von Radio Darmstadt, um mit Radiomachern und Programmverantwortlichen über die Möglichkeiten und Besonderheiten von Bürgermedien zu sprechen.

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen
Lebensrückblick - Georg Friedrich Haas‘ Oper „Morgen und Abend“ nach Jon Fosse in Heidelberg

„Heilig Abend“ von Daniel Kehlmann in Wien - Datensammeln und Überwachen gegen Freiheit und Rechtsstaatlichkeit

Neuer Blick? - Uwe M. Schneede kuratiert Paula Modersohn-Becker in Hamburg

„The sky is a great space“ -   Retrospektive der Arte-Povera-Künstlerin Marisa Merz in New York

Argentinien: ' Die Oper ist tot? Es lebe das Musiktheater an der Peripherie!

Am Mikrofon: Katja Lückert

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Zerstritten in der Flüchtlingsfrage, einig bei der Inneren Sicherheit - Vor dem Spitzentreffen von CDU und CSU

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Samstag

1. Fußball-Bundesliga, 19. Spieltag:
FC Bayern München - FC Schalke 04;
Borussia Mönchengladbach - SC Freiburg
Hertha BSC - FC Ingolstadt
1. FC Köln - VfL Wolfsburg
1899 Hoffenheim - 1. FSV Mainz 05
Borussia Dortmund - RB Leipzig

2. Fußball-Bundesliga, 19. Spieltag: 1. FC Heidenheim - 1. FC Nürnberg; SV Sandhausen - Erzgebirge Aue

BvB - Trainer Tuchel ist eine der Konfliktparteien im Verein

Finalrunde des Afrikacups of Nations - Spiel um dritten Platz

Tennis - Davis Cup: Deutschland - Belgien

Olympia2024 - Pariser Defilée
Olympia2026 - Zustimmung oder Ablehnung in Graubünden?

Wintersport

NFL - Vor dem 51. Super Bowl in Houston

Am Mikrofon: Astrid Rawohl

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Hörspiel

Hörspiel des Monats November 2016
Manifest 50 / Du darfst mich töten wenn du mich liebst
Von Michaela Falkner
Komponist: Manfred Engelmayr
Regie: Michaela Falkner
Mit Jörg Pohl, Gideon Maoz, Claude De Demo, Barbara Stollhans, Torben Kessler, Thomas Huber
Produktion hr 2016
Länge: 42'12

anschließend:
Hörspielmagazin
Neues aus der Welt der akustischen Kunst

In der Begründung der Jury der Akademie der Darstellenden Künste heißt es:
"In Fortführung der Manifestationen der Avantgarden der Moderne bezeichnet die österreichische Künstlerin FALKNER ihre ganz unterschiedlichen kreativen Arbeiten als Manifeste, streng durchnummeriert. Es entsteht ein Gesamtwerk, das über alle Gattungsgrenzen hinweg nach Ausdrucksformen sucht, Texte mit performativen, theatralisch-deklamatorischen Mitteln zu inszenieren. In der momentanen Phase dominieren apokalyptische Szenarien als Ausgangspunkt für ihre Geschichten. 'Du darfst mich töten, wenn du mich liebst' ist die ungeheuerliche Geschichte von der Sehnsucht des Menschen nach dem Menschen. Seit Monaten hat Ivan keinen lebenden Menschen mehr gesehen. Die Straßen sind leer. Auf den Feldern vor der Stadt liegen viele Tote, wacht er morgens auf, liegen noch mehr da. Ivan glaubt sich allein auf der Welt, 'Ich bin allein. Allein. Und. Ich ertrage das nicht mehr.' Aus Sehnsucht danach, jemanden zu umarmen, in jemandes Augen blicken zu können, beginnt er, aus Teilen der Toten ganze Menschen zusammenzusetzen, versucht diesen Körpern notwendige Bewegungen beizubringen. Deren Unvollkommenheit macht ihn wütend, rührt ihn aber auch. Eines Tages taucht ein junger Mann auf, Tomas. Ivan gefällt alles an ihm. Er verliebt sich in ihn. Sie erleben helle, unschuldige Tage, erzählen sich Geschichten, singen ihr Lieblingslied, tanzen. Als Ivan aber entdeckt, dass Tomas nicht einmal ein Herz hat, 'Da drinnen! Da wo das Herz ist, was hast du da!?', bricht alles zusammen. Der große Wunsch, tot zu sein, wird immer stärker …"

22:00 Uhr

Nachrichten

22:05 Uhr

Atelier neuer Musik

Transformationen und Energiezustände
Über Gerald Eckerts „ökologisches“ Komponierverständnis
Von Ingo Dorfmüller

Unschärfe, Instabilität, Auflösungsprozesse, Energiezustände: Wenn Gerald Eckert solche Begriffe im Zusammenhang mit seinen Kompositionen verwendet, so sind die entsprechenden Phänomene in der natürlichen wie der kulturellen Umwelt stets mitzudenken. Es sind die Randzonen des Lebens, die Gerald Eckert, 1960 geboren in Nürnberg, interessieren - hier vollziehen sich Umbrüche, Neuanfänge, Transformationen. Genau hier können sich die Beziehungen des Individuums zu seiner Umgebung besonders kritisch gestalten, und womöglich kreativ. Indem die Musik sich nicht länger als Kultur der rohen Materie entgegenstellt, hat sie teil am Beziehungsgeflecht der Biosphäre. Der Biologe Ernst Haeckel schuf dafür 1866 den Begriff der Ökologie: "Die gesamte Wissenschaft von den Beziehungen des Organismus zur umgebenden Außenwelt, wohin wir im weiteren Sinne alle Existenz-Bedingungen rechnen können."

22:50 Uhr

Sport aktuell

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Lange Nacht

Beautiful Extremes
Eine Lange Nacht über britische Pop-Originale
Von Florian Ehrich
Regie: Jan Tengeler

Sie sind weitgehend unbekannte Klassiker britischer Popmusik: John Martyn, Kevin Coyne und Robert Wyatt. In der unmittelbaren Nachkriegszeit geboren und unterschiedlichsten Einflüssen von Folk und Countryblues bis zu Freejazz und moderner Orchestermusik ausgesetzt, suchten diese Künstler nach einem ganz eigenen Ausdruck. Dabei entfernten sie sich zuweilen weit von gängigen Hörgewohnheiten des Publikums und Erwartungen der Musikindustrie. Während der kantige Kevin Coyne intuitiv bluesbasierte Songs erschuf, die mit minimalem Aufwand ein Maximum an Ausdruck erreichen, entwickelte der Jazzenthusiast Robert Wyatt Musik, die feinsinnigen Humor, Melancholie und politisches Bewusstsein verbindet. John Martyn dagegen verließ seine Folkwurzeln durch den innovativen Einsatz von Effektgeräten und gebrochenen Akkorden und gelangte zu einem eigenständigen Klang, der die Stilgrenzen zwischen Jazz, Folk, Rock, Blues und Reggae fließend überwindet. Die akustischen Zumutungen dieser drei Expressionisten haben bis heute kaum Patina angesetzt. Hinter der eigenartigen, ebenso schönen wie verstörenden Klangwelt dieser ebenso faszinierenden wie schwierigen Menschen verbergen sich jedoch persönliche Dramen, Katastrophen und Abgründe. Auch darüber sprechen Kritiker wie auch Weggefährten in der 'Langen Nacht'. Diese Sendung ist eine Hommage an drei sehr britische Künstler, die kaum dem Klischee des Pop- oder Rockstars entsprechen, in ihrer Heimat aber bisweilen als National Treasure - nationales Kulturgut - verehrt werden.

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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Programmtipps

Ein junger Mann mit schwarzen Haaren, Brille und weißem Hemd sitzt an einem Flügel und spielt. (Yann Orhan / Sony Classical)
Schubert und SzymanowskiAuf abseitigen Pfaden
Die neue Platte 19.11.2017 | 09:10 Uhr

Was haben Franz Schubert und Karol Szymanowski gemeinsam? Diese Frage wirft Lucas Debargue, der junge französische Pianist, mit seinem neuen Album auf. Sein zarter Tastenanschlag verzaubert und seine Virtuosität beeindruckt, aber die Antwort bleibt er schuldig.

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