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Programm: Vor- und Rückschau

Samstag, 04.03.2017
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Mitternachtskrimi

Der Fall Cartouche
Von Helmuth M. Backhaus
Regie: Michael Peter
Mit Charles Brauer, Reiner Schöne, Peter Lühr, Helmut Stange, Saskia Vester, Felix von Manteuffel, Jan Biczycki, Joachim Höppner, Michael Gahr, Ulf Wagner und Werner Singh
Produktion: BR 1981
Länge: 48'34

Die Geschichte des Rebellen Cartouche wird im 13. Teil des 'Neuen Pitaval‘ von 1848 geschildert. Helmuth M. Backhaus präsentiert sie in seinem Hörspiel als farbiges Mantel- und Degenstück.
Frankreich, 1718. Louis-Dominique Cartouche, junger Hauptmann einer ihm treu ergebenen Räuberbande, treibt sein Unwesen in den Gegenden rund um Paris. Sein Credo: „Was nützt ein anständiger Mensch in einer unanständigen Zeit?!“ Die reichen Aristokraten, denen er auflauert, versetzt er in Angst und Schrecken. Bei der Bevölkerung gilt er daher als eine Art Robin Hood und ist auch deshalb durchaus populär, weil seinen Taten oft ein gewisser Witz innewohnt.
Da der Polizeipräfekt der Lage nicht Herr wird, die Ganoven aber immer dreister vorgehen, beauftragt der königliche Hof den Sonderbeamten Marquis de Serval mit der Ergreifung der Banditen. Noch einmal gelingt es Cartouche große Beute zu machen, doch der Marquis de Serval hat seine Schlinge bereits ausgelegt ...

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

Lied & Chanson

Zu Gast: Der Liedermacher Ulrich Zehfuß
Liederbestenliste - Die Platzierungen im März
Global Sound - Neue internationale Singer/Songwriter-Alben: Laura Marling, Joy Denalane, Alasdair Roberts u.a.
Original im Ohr - Ungewöhnliche Coverversionen
On Tour - Konzert-Highlights

Am Mikrofon: Anna-Bianca Krause

Früher wollte er Biobauer werden, heute ist er Chansonnier, Poet, Dozent für Songwriting, Romanautor und einer der interessantesten deutschsprachigen Liedermacher. Ulrich Zehfuß kommt wie Judith Holofernes, Dota Kehr oder Martin Betz aus der außergewöhnlichen „Akademie für Poesie und Musik“ des 2015 verstorbenen Christof Stählin. "Klare Lieder" zu schreiben hat er da gelernt. Dass er in seinen aktuellen Texten Stellung bezieht, das verlangt die Gegenwart. Zehfuß spricht im Interview über seine neue Veranstaltungsreihe "Ulis Wohnzimmer" in Speyer und die Rückkehr des politischen Liedes.

02:00 Nachrichten 

02:05 Sternzeit 

03:00 Nachrichten 

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

05:00 Nachrichten 

05:30 Nachrichten 

05:35 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

06:10 Uhr

Informationen am Morgen

Berichte, Interviews, Reportagen

06:30 Nachrichten 

06:35 Morgenandacht 

Pfarrer Thomas Steiger, Stuttgart-Degerloch

06:50 Interview 

07:00 Nachrichten 

07:05 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

07:15 Interview 

07:30 Nachrichten 

07:56 Sport am Morgen 

08:00 Nachrichten 

08:10 Interview 

08:30 Nachrichten 

08:35 Börse 

08:47 Sport am Morgen 

08:50 Presseschau 

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

Am Mikrofon: Martin Zagatta

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 25 Jahren: In Algerien wird die "Islamische Heilsfront" (FIS) verboten

09:10 Uhr

Das Wochenendjournal

Das Leiden der Schweine - Wie Tierrechtler Missstände und Gesetzesverstöße in deutschen Ställen aufdecken

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Klassik-Pop-et cetera

Am Mikrofon: Der Countertenor Philippe Jaroussky

Als "Strahlengott unter den Countertenören" rühmte ihn die Süddeutsche Zeitung. Philippe Jaroussky nimmt in seinem Fach eine herausragende Rolle ein. Zum einen wegen der außerordentlichen Schönheit und technischen Perfektion seiner Stimme, zum anderen wegen der großen Vielfalt seines Repertoires. Neben Opern und Oratorien des Barock singt der französische Künstler mit Vorliebe Lieder und Chansons seiner Heimat Frankreich. Ebenso lässt er sich immer wieder Musik für seine Stimme maßschneidern: So komponierten Marc-André Dalbavie und Kaija Saariaho Lieder und eine Oper für ihn. Philippe Jaroussky gehört seit knapp einem Dutzend Jahren zu den Weltstars der Klassikszene. Der 39-Jährige singt bei bedeutenden Festivals und auf den Bühnen der großen Musikinstitutionen. Seine weit über 20 CD-Veröffentlichungen wurden vielfach ausgezeichnet. Jaroussky selbst erhielt wiederholt die Auszeichnung 'Sänger des Jahres' - so auch im vergangenen Jahr beim ECHO Klassik. Am Mikrofon bei 'Klassik-Pop-et cetera' verwandelt sich die hohe samtene Stimme des Countertenors in eine angenehm tiefe, da heute ausnahmsweise seine Sprache im Vordergrund steht. Musik gibt es natürlich trotzdem.

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Gesichter Europas

Operation Halali - Alltag und Lobbyarbeit der französischen Jäger
Mit Reportagen von Suzanne Krause
Am Mikrofon: Andreas Noll

Die Jagd gehört zum französischen Alltag wie die Kirche im Dorf. Mit mehr als einer Million aktiven Jägern steht Frankreich europaweit an der Spitze. In manchen Regionen sind Jagdvereine das einzige Freizeitangebot. Doch die Älteren unter den Waidmännern schwören: Früher war alles besser. Es gab mehr Wild, weniger Vorschriften und weniger Gegner der Jagd.
Im Vorfeld der Präsidentenwahlen gehen Frankreichs Jäger auf die Pirsch nach politischer Unterstützung. Bei den bürgerlichen Parteien finden sie offene Ohren, denn mit waidmännischer Schützenhilfe wollen die Konservativen das Vorrücken des Front National auf dem Land stoppen.

12:00 Uhr

Nachrichten

12:10 Uhr

Informationen am Mittag

Berichte, Interviews, Musik

12:50 Internationale Presseschau 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:10 Uhr

Themen der Woche

13:30 Uhr

Eine Welt

Auslandskorrespondenten berichten

Die vergessene Katastrophe: Der Jemen am Abgrund

Steine aus Plastik und Asche: Junge Palästinenser als Erfinder in Not

Zwangsarbeit: Usbeken müssen Baumwolle ernten

Heimkinder-Skandal: Australien arbeitet dunkles Nachkriegskapitel auf

Am Mikrofon: Andreas Noll

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Campus & Karriere

Das Bildungsmagazin

Mehr Demokratie wagen - wie Schülerinnen und Schüler wirklich etwas bewegen können
'Campus & Karriere' fragt: Wie gut funktioniert die Mitbestimmung von Schülerinnen und Schülern aktuell schon? Dürfen sie bei wichtigen Entscheidungen wirklich mitreden? Wie lässt sich Partizipation über das Internet einfacher umsetzen? Und wo liegen die Grenzen des demokratischen Prinzips - sollten Schüler z.B. auch über Unterrichtsinhalte mitentscheiden dürfen?

Gesprächspartner:
Marina Weisband, entwickelt und testet die Software „Aula“ für mehr Demokratie an der Schule
Harald Willert, stellvertretender Vorsitzender beim Allgemeiner Schulleitungsverband Deutschland e. V.
Daniel Rosenkaymer, LandesschülerInnenvertretung NRW
Leo Selinger, der Lehrer möchte in Bayern eine „Demokratische Schule“ gründen
Am Mikrofon: Michael Böddeker

Beitrag:
Mitbestimmen oder nur mit dabei sein?
Reportage über die Arbeit von SchülervertreterInnen am Reichenbach-Gymnasium in Ennepetal, NRW

Hörertel.: 00800 - 4464 4464
campus@deutschlandfunk.de

Schülervertretungen gibt es inzwischen zwar an vielen Schulen, aber bei wichtigen Themen entscheidet letztlich doch oft nach wie vor die Schulleitung. Kritiker sprechen von einer „Scheinpartizipation“ - und für Schülerinnen und Schüler kann es frustrierend sein, wenn sie zwar bei der Gestaltung des Schulhofs mitwirken können, nicht aber an Entscheidungen zu Unterrichtszeiten und Pausen oder Konflikten an der Schule.
In Bayern versuchen deshalb gerade zehn Initiativen, eine Alternative anzubieten. Sie wollen sogenannte „Demokratische Schulen“ gründen. In diesem Konzept haben Schüler und Lehrer gleiche Rechte - die gemeinsame Schulversammlung entscheidet über alle wichtigen Schulangelegenheiten. Aber auch an klassischen Schulen wächst der Wunsch nach Partizipation, und die Kultusministerkonferenz (KMK) hat schon lange den Beschluss gefasst, Schülern mehr Mitwirkungsmöglichkeiten zu geben. Zugleich wird es durch digitale Medien immer einfacher, gemeinsam demokratische Entscheidungen zu treffen. Mehrere Schulen testen etwa gerade die Software „Aula“ als Online-Plattform, um Ideen zu diskutieren und Mehrheiten innerhalb der Schülerschaft zu finden.

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Corso - Kultur nach 3

Das Musikmagazin

Brexit-Pop: Englische Musikszene fürchtet um das Image von Cool Britannia
Das Pop-Land Großbritannien wirkt durch den Brexit nicht nur unsexy, der kommende Isolationismus könnte auch handfeste Konsequenzen haben. Die Londoner Musikszene befürchtet ein Ende des Vinyl-Revivals und der eigenen Dominanz im Konzertmarkt. Von bürokratisch verstopften Vertriebswegen bis zum beschädigten Ruf britischer Bands ist die Rede und in der international denkenden englischen Musikszene sorgen diese Szenarien bereits für gehörige Nervosität.

„Momentan ist da viel Hass gegenüber den Machern der Austritts-Kampagne und gegen jeden, der dafür gestimmt hat“
Ob Politiker, Musikerkollegen, Pub-Besitzer oder Manager: Auf dem neuem Werk der Sleaford Mods setzt es Hiebe für Dummheit, Skrupellosigkeit und Korruption. Für eine Nation, die von einer Verlegenheit in die nächste stolpert, von Hass und Gier gelenkt wird und ihren eigenen Kindern die Zukunft verbaut. Komplexer Stoff, den Jason Williamson und Andrew Fearn auf bewährte Art und Weise angehen - mit bissigen Texten, aggressivem Sprechgesang und minimalistischen Beats.

„Performance, Poesie, Politik und Haltung“
Das Musikerkollektiv Candelilla aus München und Hamburg hat ihr drittes Studioalbum mit dem Titel "Camping“ veröffentlicht. Auch wenn alle Bandmitglieder weiblich sind, möchten sie nicht als typische Frauenband verstanden werden. Selbstverständlich sind sie Feministinnen und genauso selbstverständlich möchten sie aber schlicht als Band, die rockt wahrgenommen werden.

Am Mikrofon: Christoph Reimann

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Büchermarkt

Bücher für junge Leser

DIE BESTEN 7
Das Ergebnis der Deutschlandfunk-Bestenliste im Monat März
Vorgestellt von Prof. Dr. Caroline Roeder

Pei-Yu Chang: Der geheimnisvolle Koffer von Herrn Benjamin
(NordSüd)

Øyvind Torseter: Der siebente Bruder
(Gerstenberg)

Håkon Øvreås/Øyvind Torseter: SuperMatze
(Hanser)

Mette Eike Neerlin: Pferd, Pferd, Tiger, Tiger
(Dressler)

Jo Cotterill: Eine Geschichte der Zitrone
(Königskinder)

Anna Woltz: Hundert Stunden Nacht
(Carlsen)

Sally Nicholls: Eine Insel für uns allein
(dtv/Reihe Hanser)

Am Mikrofon: Ute Wegmann

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Computer und Kommunikation

Schwerpunkt:
Mobile World Congress 2017 in Barcelona

Das Digitale Logbuch
Gastgeschenk

Sternzeit 04. März 2017
Ritt auf einem kosmischen Gesteinsbrocken

Am Mikrofon: Manfred Kloiber

Der Aufbau ein neuen Infrastruktur für das Internet der Dinge (IoT) war Thema vieler Diskussionen und Gespräche auf dem größten Mobilfunk-Event der Welt. Vor allem die Mobilfunkanbieter bauen jetzt Ihre Netze mit einer neuen Funktechnik auf, die es möglich machen soll, Milliarden von Dingen effizient, langlebig und vor allem kostengünstig zu vernetzen. Computer und Kommunikation diskutiert die Konzepte der Systemanbieter und den dadurch bevorstehenden Wandel der Telekommunikationsbranche.

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Markt und Medien

„Freiheit für Deniz“
Dürfen Journalisten Aktivisten sein?
Gespräch mit der Publizistin Carolin Emcke

Der Milliardär und der Brexit
Trump-Finanzier Robert Mercer unterstützte auch die Medienkampagne von Farage

Kritiker stets in die linke Ecke stellen
Netanjahus Kampf gegen unliebsame Journalisten

O-Ton-Nachrichten u.a.:
Ultrarechtes Nachrichtenportal künftig auch in Deutschland?: „Breitbart News“ konkretisiert Expansionspläne
„Publizieren wird zur Mutprobe“: Nach einer Umfrage behindern Hass und Aggression die journalistische Arbeit
Streit um Vergütungsregeln: Zeitungsverleger kündigen Vereinbarungen für freie hauptberufliche Journalisten

Eine linke Sehnsuchtsgeschichte
Feiern zu 30 Jahre Berliner Radio 100 - obwohl es den Sender nicht mehr gibt

Am Mikrofon: Brigitte Baetz

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen

"Den Teufel spürt das Völkchen nie" - Frank Castorf inszeniert mit Goethes "Faust" sein letztes Stück an der Volksbühne

Klug und auch mal stechend - Thea Dorn tritt die Nachfolge von Maxim Biller im "Literarischen Quartett" an

Radiokunst - Akira Takayama macht in den Räumen einer großen Fast-Food-Kette Radio mit Flüchtlingen

Nach vier Off-Theater-Inszenierungen in Istanbul - Frank Heuel vom Fringe Ensemble über die Lage der Kulturschaffenden in der Türkei

Am Mikrofon: Michael Köhler

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Verteidigung, Schengen, Euro - Was bedeutet ein Europa der unterschiedlichen Geschwindigkeiten?

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Samstag

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Hörspiel

Hörspiel des Monats
In darkness let me dwell - Lieder aus der Finsternis
Von Merzouga
Komposition & Regie: Merzouga
Mit Christian Brückner, Jean Paul Baeck, Bruno Winzen, Ulrike Schwab
Gesang: Tobias Christl
Schlagzeug: Lucas Niggli
E-Bass: Janko Hanushevsky
Redaktion: Sabine Küchler
Produktion: DLF/HR 2016
Unterstützt durch die Filmstiftung NRW und die AG Ozeanische Akustik des Alfred-Wegener-Instituts

anschließend:
Hörspielmagazin
Neues aus der Welt der akustischen Kunst.

Die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste in Frankfurt am Main zeichnet jeden Monat ein Hörspiel aus den Produktionen der ARD-Anstalten aus. Die Entscheidung über das HÖRSPIEL DES MONATS trifft eine Jury, die jeweils für ein Jahr unter der Schirmherrschaft einer ARD-Anstalt arbeitet. Am Ende des Jahres wählt die Jury aus den 12 Hörspielen des Monats das HÖRSPIEL DES JAHRES.

Begründung der Jury:
Das Hörspiel des Duos Merzouga (Janko Hanushevsky & Eva Pöpplein) beruht auf Ernest Shackletons gescheiterter Trans-Antarktis Expedition vor hundert Jahren. Sein Forschungsschiff Endurance wurde vom Packeis eingeschlossen und zerquetscht. Die Männer konnten sich auf ein Floß retten.
Die Geschichte eines dramatischen Überlebens im Eis wird überlagert von einer fiktiven Antarktis-Expedition im Winter 2016, die als Folge von Tagebuchnotizen in das Hörstück hineinmontiert ist.
Dem Duo Merzouga gelingt es, den zeitlichen Abstand eines Jahrhunderts klanglich verschwinden zu lassen. Mit der collagierten Komposition schaffen Merzouga einen atmosphärischen Raum aus experimentellen Instrumentalklängen und den mit Unterwassermikrofonen eingefangenen Lebenszeichen der antarktischen Fauna.
In den akustisch überwältigenden Klangraum der Eiswüste fügen sich äußerst sparsam Erzählfragmente ein. Sie stehen für das verzweifelte Standhaltenwollen in der Finsternis. In dieser eng verzahnten Wort Klangkombination verwandelt sich das Hörstück zum entrückten Lautspiel.

22:00 Uhr

Nachrichten

22:05 Uhr

Atelier neuer Musik

Topless Cellist
Charlotte Moorman, Fluxus und die sexuelle Revolution der Kunstmusik
Von Anna Schürmer

Am New Yorker Criminal Court stand im Mai 1967 ein Prozess auf der Tagesordnung, der Kunst und Recht vermengte und ästhetische wie juristische Konsequenzen nach sich zog: Mit Nam June Paiks 'Opera Sextronique' hielt die sexuelle Revolution Einzug in die Kunstmusik und wurde Charlotte Moorman zur legendären 'topless Cellist'. Die 'Jeanne d’Arc der Neuen Musik' (Edgard Varèse) wurde zur weiblichen Ikone der transnationalen Fluxus-Bewegung, die mit destruktiver Geste die Versprechen des Dada erneuerte und die Musik der surrealen Aktion öffnete. Das Feature von Anna Schürmer erzählt die wundersame Wandlung der Virtuosin Charlotte Moorman zur topless Cellist entlang klingender Exponate des Fluxus: von der musikaktionischen Vaterfigur John Cage über Phil Corners destruktiv-ästhetischen 'Piano Activities' bis hin zu Nam June Paiks 'Anti-Musik'. Der Koreaner avancierte zum Pionier der Medienmusik, indem er die Grenzen der Musik sprengte und in der Verbindung von Licht, Geräusch, Bewegung und Material das multimediale Gesamtkunstwerk der Moderne schuf.

22:50 Uhr

Sport aktuell

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Lange Nacht

Ein ungemeiner Drang nach Erkenntnis
Die Lange Nacht über das Internat Pforta
Von Tobias Barth, Lorenz Hoffmann und Hartmut Schade
Regie: Tobias Barth

Silentium, Refektorium, Ludorium - wem diese Begriffe leicht über die Lippen gehen, ist „Portenser“, Schüler in der Landesschule Pforta. Keine gewöhnliche Schule. Seit 1543 werden hier „würdige und bedürftige Knaben“ in „Künsten und Sprachen unterweiset“. Mädchen dürfen erst seit 1949 hier lernen. Das Besondere: Von der 9. Klasse an können Mädchen und Jungen nach Pforta, lassen ihren alten Freundeskreis hinter sich und treffen auf andere lernbegeisterte Teens. Sie verbringen Tage und Nächte miteinander, was sie oft mehr prägt als der Schulunterricht. Viermal wurde im 20. Jahrhundert fast die gesamte Lehrerschaft ausgetauscht. Wie konnte aus einem humanistischen Elitegymnasium eine „Nationalpolitische Erziehungsanstalt“ (NAPOLA) werden, wie daraus eine Internatsschule mit Sonderstatus und Schülerselbstverwaltung zu DDR-Zeiten? Das Internat in der Nähe von Naumburg (Sachsen-Anhalt) beschreiben die Schüler heute als Zentrum kreativer Energie. Pfortas berühmtester Schüler, Friedrich Nietzsche, schreibt 1859 ins Tagebuch: „Mich hat jetzt ein ungemeiner Drang nach Erkenntnis ergriffen.“ 1543 gründete der sächsische Kurfürst Moritz Pforta, damit es seinem Lande „an gelahrten Leute nicht mangle“ und schuf damit einen Schultyp, der Kriege und Revolutionen, Monarchien und Diktaturen überdauerte. Kluge Köpfe brauchten sie alle, und an dem Selbstbewusstsein einer traditionsreichen Institution scheiterten viele modische Unterrichtsneuheiten. Die 'Lange Nacht' erzählt vom Internatsleben, von berühmten und weniger berühmten Schülern und Lehrern, spürt dem Geist Pfortas nach. Der sorgt bis heute dafür, dass Absolventen stolz in ihren Lebenslauf „al.port“ schreiben - Alumnus portensis.

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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Die Oberfläche des Betriebssystems Windows 10 (picture alliance / dpa / Microsoft)
Windows 10Das Update zum Update, Datenschutz und andere Probleme
Marktplatz 29.06.2017 | 10:10 Uhr

Knapp zwei Jahre ist Windows 10 inzwischen auf dem Markt. Nutzer der Vorgängerversionen Windows 7 und 8 konnten kostenlos umsteigen und wurden von Microsoft durch nervige Werbebanner massiv zum Wechsel gedrängt. Trotzdem bleiben viele ihrem geliebten Windows 7 treu. Doch warum eigentlich?

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