Mittwoch, 13.12.2017

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 06.08.2017
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Vor der Kaserne vor dem großen Tor
Eine Lange Nacht über Musik im Zweiten Weltkrieg
Von Knut Benzner
Regie: Knut Benzner

‚Lily Marleen‘ kannte jeder. Dieses sentimentale Soldatenlied, 1939 von Lale Andersen gesungen, ist wohl bis heute das bekannteste aus jenen vernebelten Jahren. Als Andersens Kontakte zu Schweizer Juden öffentlich wurden, ließ Joseph Goebbels das Lied 1942 verbieten. Musik, ob Gospel, Swing, Oper oder Schlager, wurde zur Propaganda, als Instrument des Widerstands, zur Agitation und nicht zuletzt zum Vergnügen der Bevölkerung eingesetzt. Der Rundfunk bot zum ersten Mal ein Medium zur weltweiten Verbreitung. Musik wurde zum Massenphänomen. „Wir haben es hier mit einer rätselhaften Situation zu tun: dem Nebeneinander von Kunst und Verbrechen”, so der britische Historiker Patrick Bade, Autor einer Kulturgeschichte der Musik im Zweiten Weltkrieg, Musik war für die Kriegsbemühungen allgegenwärtig. Eine ‚Lange Nacht‘ voller Beispiele aus Radio-Ansprachen, Durchhalteparolen, lärmenden Lauten und schrillen, scharfen Tönen.

01:00 Nachrichten 

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

02:05 Sternzeit 

02:07 Klassik live 

Spannungen

Olivier Messiaen
"Quatuor pour la fin du temps" für Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier

Isabelle Faust, Violine
Jean Johnson, Klarinette
Gabriel Schwabe, Violoncello
Steven Osborne, Klavier

Aufzeichnung vom 22.6.2016 aus dem Kraftwerk Heimbach

03:00 Nachrichten 

03:05 Heimwerk 

Antonio Vivaldi
3. Akt aus: „L'incoronazione di Dario". Dramma per musica, RV 719

Anders Dahlin, Tenor
Sara Mingardo, Alt
Delphine Galou, Alt
Riccardo Novaro, Bariton
Roberta Mameli, Sopran
Lucia Cirillo, Mezzosopran
Sofia Soloviy, Sopran
Giuseppina Bridelli, Alt

Accademia Bizantina
Leitung: Ottavio Dantone

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

04:05 Die neue Platte XL 

05:00 Nachrichten 

05:05 Auftakt 

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

Fortschritte in der Gentechnik - Zeit, über Konsequenzen nachzudenken

06:10 Uhr

Geistliche Musik

Georg Philipp Telemann
'Die Hoffnung'. Kantate für Sopran und Basso continuo, TWV 20: 24
Dorothee Mields, Sopran
Hamburger Ratsmusik

Johann Sebastian Bach
'Erforsche mich, Gott, und erfahre mein Herz'. Kantate am achten Sonntag nach Trinitatis für Soli, Chor und Orchester, BWV 136
Bogna Bartosz, Alt
Gerd Türk, Tenor
Klaus Mertens, Bass
Amsterdam Baroque Choir and Orchestra
Leitung: Ton Koopman

Johann Gottfried Walther
Concerto für Orgel solo F-Dur, LV 126
Kei Koito, Orgel

Joseph Haydn
Messe für 4-stimmigen Chor mit Sopransolo, Orgel und Orchester, Hob XXII:7
Barbara Hendricks, Sopran
Ann Murray, Alt
Hans-Peter Blochwitz, Tenor
Matthias Hölle, Bass
Andrea Pitt, Alt
Reinhard Ginzel, Tenor
Rundfunkchor Leipzig
Staatskapelle Dresden
Leitung: Sir Neville Marriner

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Information und Musik

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

Memoria - Kolumbiens neuer Umgang mit der Erinnerungskultur

Der Spitzenkandidat und die Politische Kommunikation - Interview mit dem Publizisten Stefan Aust

Reihe: Qual der Wahl - Die Psychologin Maja Storch über kluge Entscheidungen

Trumps Tollhaus. Interview mit dem Schriftstellerund ÜbersetzerGregor Hens

Am Mikrofon: Maja Ellmenreich

07:30 Nachrichten 

07:50 Kulturpresseschau

08:00 Nachrichten 

08:30 Uhr

Nachrichten

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgen

Religiöses Wort
Wege aus dem Seelenleid. Gemeinde als soziale Stütze bei Depression
Von Susanne Lohse
Evangelische Kirche

08:50 Uhr

Presseschau

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 100 Jahren: Der amerikanische Filmschauspieler Robert Mitchum geboren

09:10 Uhr

Die neue Platte

Vokalmusik

09:30 Uhr

Essay und Diskurs

Das Private wird wieder politisch
Frauenbilder und Integration
Von Barbara Sichtermann

Zu den Forderungen, die Politik und Gesellschaft an Flüchtlinge und Zuwanderer stellen, gehört die Anerkennung der Gleichberechtigung von Mann und Frau. Aber was heißt das konkret? Kann man Familien Vorschriften machen, wie sie miteinander leben sollen? Nein, aber es gibt Kanäle zwischen Haus und Öffentlichkeit, Privatleben und Politik, inneren Einstellungen und wahrnehmbaren Handlungen, über die Einfluss genommen werden kann. Das Frauenbild von Migranten hat die Integrationspolitik der vergangenen Jahre (und Jahrzehnte) nur oberflächlich zu verändern versucht. Selbst jüngere Feministinnen fürchten, der Ausländerfeindlichkeit geziehen zu werden und weichen in Kulturrelativismus aus. So geht es nicht weiter, sagt Essay-Autorin Barbara Sichtermann. Die Probleme gehörten auf den Tisch. Es muss Wege geben, sie zu lösen, ohne die Willkommenskultur zu beschädigen.
Barbara Sichtermann, geboren 1943, ist seit 1978 freie Publizistin. Sie arbeitet regelmäßig für verschiedene Zeitungen und für den Rundfunk und ist Jurorin des Adolf-Grimme-Preises.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Gottesdienst

Übertragung aus der Pfarrkirche St. Ottilia in Absberg
Predigt: Domvikar Reinhard Kürzinger
Katholische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Interview der Woche

Joachim Herrmann, CSU, Innenminister Bayern

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergang

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

Mit dem Käse über die Alpen
Auf der Sbrinz-Route von der Schweiz nach Italien

Neuanfang in Kampala
Wie Flüchtlinge in der Hauptstadt Ugandas leben

Heimat der Kentauren
Die ägäische Halbinsel Pilion verbindet Tourismus mit Tradition

„Mein Wunderland von Meer zu Meer“
Auf den Spuren von Emil Nolde in Nordfriesland

Am Mikrofon: Dörte Hinrichs

12:00 Nachrichten 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Informationen am Mittag

13:30 Uhr

Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person
Der Psychologe und Philosoph Stephan Schleim im Gespräch mit Michael Langer

Zu seinen Spezialgebieten gehören theoretische Überlegungen und praktische Anwendungen der Psychologie und Neurowissenschaften. Der Philosoph und Psychologe Stephan Schleim forscht und unterrichtet an der Universität Groningen, wo er Assistenzprofessor für Theorie und Geschichte der Psychologie ist.
Besondere Aufmerksamkeit erhält bei ihm die Frage, wie sich Wissenschaft und Gesellschaft zueinander verhalten. Schleim ist auch als Wissenschaftsjournalist tätig und veröffentlicht in verschiedenen internationalen Medien. 2008 erschien sein erstes Buch „Gedankenlesen - Pionierarbeit der Hirnforschung, 2011 sein Buch „Die Neurogesellschaft - Wie die Hirnforschung Recht und Moral herausfordert.“

14:00 Nachrichten 

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Rock et cetera

Das Magazin
Neues aus der Szene
Am Mikrofon: Tim Schauen

16:00 Uhr

Nachrichten

16:10 Uhr

Büchermarkt

Aus dem literarischen Leben
Das Buch der Woche

Omar El Akkad: American War
Aus dem Amerikanischen von Manfred Allié und Gabriele Kempf-Allié
(S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main)
Ein Beitrag von Antje Deistler

Am Mikrofon: Hubert Winkels

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Wissenschaft im Brennpunkt
Unschuldig hinter Gittern (2/2)
Über Fehler in der Forensik
Teil 2: Trugschlüsse

Es sind die schweren Fälle, bei denen die schlimmsten Fehler passieren: Sexualdelikte an Kindern, Mord; die Öffentlichkeit geht auf die Barrikaden, schreit nach Ergebnissen. Das macht Ermittler anfällig für Schwächen ihres Gehirns. Wenn sich die Spurensuche hinzieht, und der Druck ins Unerträgliche wächst, landen am Ende Unschuldige hinter Gittern. Dabei gibt es einfache Methoden, die Risiken zu minimieren.

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Kulturfragen

Debatten und Dokumente

Auswärtige Kulturpolitik als Weltinnenpolitik - Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts, im Gespräch mit Michael Köhler

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen

"Pastorale" - Eine Ausstellung über die bukolischen Szenen im Werk des Malers Emil Schumacher

Memoria - Kolumbiens neuer Umgang mit der Erinnerungskultur

Deutsche Buchhandlungen in Paris haben keine Chance? Iris Mönch-Hahn, Leiterin der Librairie Allemande, im Gespräch

documenta-echo: Bonita Ely

Am Mikrofon: Katja Lückert

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Sonne, Meer und Dieselruß - Die Liebe der Deutschen zur Kreuzfahrt

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Sonntag

Leichtathletik - WM in London: Entscheidungen im Marathon
Leichtathletik - WM in London: Nach dem 100 Meter-Finale
Fußball - EM der Frauen Finale in Enschede: Niederlande - Dänemark (17:00 Uhr)
Fußball - Von der Macht des Geldes, Financial Fairplay und 50+1
Fußball - 2. Liga, 2. Spieltag:
Jahn Regensburg - 1. FC Nürnberg; SpVgg Greuther Fürth - Arminia Bielefeld;
Erzgebirge Aue - Fortuna Düsseldorf
Fußball - Vor der 1. CL-Qualifikation von Hoffenheim. Interview mit Torwart Oliver Baumann
Olympia 2016 - Rios Erbe ein Jahr danach
Olympia 2028 - Hat LA seine luxuriöse Position genutzt?
Fußball - Werben Schlepperbanden mit Fußball?
Fußball - Taugt der Sport zum Anreiz für Flüchtlinge?
Beachvolleyball-WM in Wien
Leichtathletik - WM in London
Spitzensportreform - Verhandlungen über Bundesstützpunkte

Am Mikrofon: Matthias Friebe

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Freistil

Die Achse des Süßen
Eine kleine Kulturgeschichte des Zuckers
Von Ulrike Klausmann
Regie: Uta Reitz
Produktion: DLF 2014

Er kann trösten, aber auch terrorisieren: der Zucker. Er ist fast immer da, wenn wir ihn brauchen, aber oft auch, wenn wir ihn gar nicht haben wollen, zum Beispiel wenn er sich in der Wurst oder im Brot versteckt. Koloniale Kriege gehen auf sein Konto, Krankheiten und Karies. Er ist nebensächlich und dennoch für viele unentbehrlich. Und nicht nur Kinderaugen leuchten, wenn sich auf wundersame Weise aus kristallinen Krümeln köstlich klebrige Zuckerwatte entspinnt. Das Feature erzählt vom Zucker als Genussmittel oder als Droge - als Feindbild und Belohnung zugleich.

21:00 Uhr

Nachrichten

21:05 Uhr

Konzertdokument der Woche

Ludwigsburger Schlossfestspiele 2017

Erschütternde Schönheit und Geistigkeit
Alte und traditionelle Musik aus Armenien

Aram Movsisyan, Gesang
Georgi Minassyan, Haïg Sarikouyoumdjian, Duduk
Gaguik Mouradian, Kamantsche
Meri Vardanyan, Kanun
Hèsperion XXI
Jordi Savall, Leitung und Viola da gamba, Rebec, Fidel

Aufnahme vom 27.5.2017 aus dem Forum am Schlosspark Ludwigsburg
Am Mikrofon: Rainer Baumgärtner

Der Katalane Jordi Savall, einer der berühmtesten Repräsentanten der Alte-Musik-Szene, arbeitet schon seit Langem mit armenischen Musikern zusammen. Den Duduk, das armenische Nationalinstrument, fand er für bestimmte Mittelalter-Projekte besonders gut geeignet. Nachdem ihm dessen tiefer, samtener Klang nach dem Tod seiner Frau Montserrat Figueras viel Trost gespendet hatte, begann Savall sich intensiver mit der Musik der Armenier zu befassen. Aus dem ursprünglichen Projekt ist inzwischen ein Konzertprogramm geworden, in dem die Musiker seines Ensembles Hèsperion XXI in der Minderheit sind. Neben dem orientalischen Gesang von Aram Movsisyan prägten in Ludwigsburg die Rohrblattflöte Duduk, das Streichinstrument Kamantsche und die Kastenzither Kanun den Klang des Ensembles. Dennoch bestimmten vor allem Jordi Savalls Ideen den Auftritt bei den Schlossfestspielen. Er traf eine Auswahl aus der umfangreichen Sammlung traditioneller Lieder des Priesters Komitas und aus Werken armenischer Komponisten des 19. Jahrhunderts, wobei melancholische Klagen und Oden dominieren.

22:00 Nachrichten 

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Das war der Tag

23:30 Uhr

Sportgespräch

"Das wird die letzte WM im traditionellen Format“ Sportgespräch mit Ed Warner;
Organisationschef der Leichtathletik-WM 2017 in London.

Die Fragen stellt Matthias Friebe

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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Programmtipps

Mann und Frau stehen Rücken an Rücken und kommunizieren mit Smartphones (imago/Ikon Images)
Abstimmungs-AppVorbild für mehr direkte Demokratie?
Länderzeit 13.12.2017 | 10:10 Uhr

Kein Vertrauen in die Politik, Bürger, die sich nicht ernst genommen fühlen, Politikverdruss - und immer wieder der Ruf nach mehr direkter Bürgerbeteiligung. Aber ist eine App, mit der Bürger bei wichtigen Themen befragt werden, wirklich die Lösung? Die Stadt Tübingen hat sich jedenfalls dazu entschieden, das Konzept zu testen.

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