Seit 23:05 Uhr Das war der Tag
 
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Seit 23:05 Uhr Das war der Tag

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 08.10.2017
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Schreiben in Aufruhr
Die Lange Nacht der französischen Literatur
Am Mikrofon: Antje Allroggen und Markus Messling
Regie: Monika Künzel

Terroranschläge, Ausnahmezustand, der bedrohliche Aufstieg der Rechten. Frankreich geht durch schwere Zeiten. Die Wahl Macrons als Hoffnungsbringer dürfte nicht alle Probleme lösen, denn die Krise ist tiefer, als es auf den ersten Blick erscheint: Ein Gesellschaftskonsens über die Schuld gegenüber den ehemaligen Kolonien bleibt aus; das republikanische Modell ist infrage gestellt; die unteren Gesellschaftsschichten sind von Abstiegsängsten erfasst. Romane wie Laurence Tardieus ,So laut die Stille’ (dt. 2017) spiegeln ein tiefes Unbehagen und erspüren Haarrisse durch unsere Zeit. Uns begegnet heute eine große, welthaltige Literatur in französischer Sprache, die sich von Europa über den Maghreb, Westafrika und die Karibik bis nach Indien spannt. Sie ist erfüllt von Ironie und dem Willen zur Bewältigung unserer Traumata, aber auch von Bitterkeit und Zorn: ,Die Großmächtigen’ (dt. 2017) von Hédi Kaddour erzählt anhand eines Romansettings in der fiktiven maghrebinischen Stadt Nahbès in den 1920er-Jahren von einem französischen Milieu, das die Kolonien beherrscht, diese missachtet und doch mit ihnen verstrickt ist, und aus dem jenes komplizierte Geflecht hervorgegangen ist, das die Beziehungen zwischen Frankreich und seinen nordafrikanischen Kolonien bis heute vergiftet. In ihrem zornigen Skandalroman ,Erschlagt die Armen!’ (dt. 2015) über die Unerbittlichkeit des europäischen Asylsystems setzt uns Shumona Sinha an den Vermittlungstisch mit dieser kolonial geprägten Welt, die heute wankt und deren Gewalt zu uns zurückdringt. Sollten wir nicht genau nach Frankreich schauen, das oftmals gesellschaftliche Entwicklungen vorhergenommen hat? Die Chance hierzu bietet die Einladung Frankreichs als Gastland der Frankfurter Buchmesse in diesem Herbst. Wir widmen frankofonen Autorinnen und Autoren im Kölner Theater Comedia eine öffentliche ‚Lange Nacht’.

01:00 Nachrichten 

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

02:05 Sternzeit 

02:07 Klassik live 

Klavierduo Ani und Nia Sulkhanishvili

Carl Maria von Weber
Nr. 3 Adagio aus: Acht Stücke, op. 60

Johannes Brahms
Variationen über ein Thema von Joseph Haydn B-Dur, op. 56b

Claude Debussy
Petite Suite

Maurice Ravel
Rapsodie espagnole

Ani und Nia Sulkhanishvili, Klavier

Aufnahme vom 8.11.2016 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal

03:00 Nachrichten 

03:05 Heimwerk 

Insights

Arnold Schönberg
Streichquartett Nr. 2 fis-Moll, op. 10

Asasello-Quartett
Eva Resch, Sopran

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

04:05 Die neue Platte XL 

05:00 Nachrichten 

05:05 Auftakt 

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

Welcher Typus ist erwünscht? - Debatte um Selbstzweifel des Martin Schulz

06:10 Uhr

Geistliche Musik

Johann Sebastian Bach
,Bringet dem Herrn Ehre seines Namens'. Kantate am 17. Sonntag nach Trinitatis, BWV 148
Gerd Türk, Tenor
Robin Blaze, Countertenor
Chor und Orchester des Bach Collegium Japan
Leitungt: Masaaki Suzuki

Jakob Kortkamp
,Te Deum laudamus' für Orgel
Wolfgang Baumgratz, Orgel

Max Reger
Acht geistliche Gesänge für vier- bis achtstimmigen gemischten Chor a cappella, op. 138
Calmus Ensemble Leipzig

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Information und Musik

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

Auch Gastland Frankreich - Die Literaturszene auf Haiti

Im Rausch der Macht - Droge Politik? Ein Interview mit dem Politikwissenschaftler Andreas Anter

Flucht, Flüchtlinge, Integration - Ein Interview mit dem Historiker Philipp Ther

07:30 Nachrichten 

07:50 Kulturpresseschau

Auszüge aus den Feuilletons der Woche

Spanien, Katalonien und das Völkerrecht - Ein Interview mit dem Völkerrechtler Stefan Talmon

Denk ich an Deutschland: der Schriftsteller Friedrich Dönhoff

Am Mikrofon: Jonas Reese

08:00 Nachrichten 

08:30 Uhr

Nachrichten

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgen

Religiöses Wort
Nicht Leistung, sondern Frucht bringen ist unsere Berufung - Gedanken zu Johannes 15
Von Pater Norbert Cuypers
Katholische Kirche

08:50 Uhr

Presseschau

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 225 Jahren: Wilhelm Mühlens erhält das Rezept für "4711"

09:10 Uhr

Die neue Platte

Neue Musik

09:30 Uhr

Essay und Diskurs

Niemand hat nichts zu verbergen
Ein Essay über Geheimnisse
Von Martin Zeyn

Das Geheimnis hat ein Janusgesicht. Natürlich muss es gewahrt bleiben. Aber genauso natürlich plaudern wir es aus. „Aber sag es niemanden weiter!“ Erst (mit-)geteilt bekommt es seinen ganz eigenen Nimbus, seine Kraft, Menschen an uns zu binden. Diese Doppelnatur erklärt den Erfolg der sozialen Netze. Nur was geteilt wird, ist wichtig. Und es ist gerade der Kitzel der Ambivalenz, ob wir etwas wirklich allen sagen wollen oder doch nur einer kleinen Untergruppe oder gar nur der einen, dem einen. Dieser Kitzel des Geheimnisses ist es, der Kommunikation so lebendig macht. Brauchen wir vielleicht nicht weniger, sondern mehr Geheimnisse - wie es die Denkfabriken in Silicon Valley fordern? Was ist mit den großen Geheimissen, jenen, denen wir eigentlich lieber aus dem Weg gehen? Denn das Geheimnis ist nicht nur eine Brutstätte für Psychosen und Neurosen, zu dem es die Psychoanalyse gerne macht. Das Geheimnis ist auch eine Selbstermächtigung: Wir bestimmen, wer wir sind, weil wir es sind, die das Bild von uns bestimmen.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Gottesdienst

Übertragung aus der Kirche Wevelingshoven in Grevenbroich
Predigt: Pfarrer Hans Hermann Moll
Evangelische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Interview der Woche

Alexander Dobrindt, Bundesverkehrsminister, Vorsitzender der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergang

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

Eiswind in den Tropen
Tour auf den höchsten Berg Westafrikas, den „Mount Cameroon“

Alte neue Hansestadt
Uelzen am Rande der Lüneburger Heide

Von der Maas zur Mosel
Unterwegs mit dem literarischen Hausboot „Ange Gabriel“

Schnaufend übern Berg
Die Furkapass-Dampfbahn

Im Hai-Mobil auf Stadtrundfahrt
Wasserbustour durch Stockholm

Auf ein Glas Wein ins Marais
Freitagabend in Paris

Am Mikrofon: Andreas Stopp

12:00 Nachrichten 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Informationen am Mittag

13:30 Uhr

Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person
Der Psychologe Gerd Gigerenzer im Gespräch mit Michael Langer

Viele Leute treffen Entscheidungen „aus dem Bauch heraus“ - was auf den ersten Blick aller Vernunft zu widersprechen scheint. Gerd Gigerenzer, Professor für Psychologie und Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, untersuchte, woher unsere Intuitionen kommen und welcher besonderen Logik sie gehorchen.
Außerdem erforscht er, wie Menschen mit Risiken umgehen, wie die Psychologie des Risikos funktioniert und welche Probleme und Gefahren damit verbunden sind. Gerd Gigerenzer hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, und seine prämierten Bücher wie ,Das Einmaleins der Skepsis', ,Risiko' und ,Bauchentscheidungen' fanden international große Beachtung.

14:00 Nachrichten 

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Rock et cetera

Der letzte Rockstar
Ortstermin bei Dave Grohl von den Foo Fighters
Von Marcel Anders

Bei Nirvana, der Grunge-Legende der frühen 90er, war Dave Grohl der Schlagzeuger - inzwischen ist der Mann aus Virginia einer der letzten großen Rockstars dieses Planeten. Mit seiner Band Foo Fighters verkauft er auch in Zeiten des Streamings und der sozialen Netzwerke Millionen Alben, er spielt in den größten Arenen und dreht nebenbei Filme und TV-Serien. Mitte September veröffentlichten die Foo Fighters ihr neuntes Album ,Concrete & Gold’, das sie im Rahmen eines eigenen ,Cal Jam’-Festivals in San Bernadino vorstellen - vor 50.000 Zuschauern. Autor Marcel Anders hat den 48-jährigen Musiker in seinem 606 Studio in San Fernando Valley in der Nähe von Los Angeles besucht: einem Original-Nachbau von ABBAs ,Atlantis’-Studio und einem richtigen kleinen Rockmuseum. Dave Grohl - der letzte Rockstar?

16:00 Uhr

Nachrichten

16:10 Uhr

Büchermarkt

Aus dem literarischen Leben
Das Buch der Woche

Robert Menasse: Die Hauptstadt
(Suhrkamp Verlag, Berlin)
Ein Beitrag von Katharina Teutsch

Am Mikrofon: Hubert Winkels

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Wissenschaft im Brennpunkt
Deiche oder Polder?
Hochwasserschutz an deutschen Flüssen
Von Arndt Reuning

August 2002: Tagelang geht der Regen über weiten Teilen Deutschlands nieder. Seichte Bäche und Rinnsale schwellen zu reißenden Strömen an. Die Flutwelle setzt Dörfer und Städte unter Wasser, unterspült Straßen, reißt Brücken fort. Strom- und Telefonnetze brechen zusammen. Deiche bersten, und Wehre müssen gezielt geöffnet werden. 21 Menschen aus Sachsen verloren damals durch das Hochwasser ihr Leben. In der Innenstadt von Dresden wurden der Zwinger, die Semperoper, der Landtag und der Bahnhof überflutet. Allein der Schaden an der Oper betrug 27 Millionen Euro. Milliardenbeträge sind seitdem in den Hochwasserschutz geflossen: in Deiche, Betonmauern, Spundwände und Rückhaltebecken. Aber verlagern diese Bauwerke nicht bloß das Problem stromabwärts, während sie gleichzeitig die Anlieger in einer trügerischen Sicherheit wiegen? Denn ein hundertprozentiger Schutz wird niemals existieren. Dem Fluss mehr Raum zu geben durch natürliche Überschwemmungsflächen, scheitert jedoch oft an der dichten Bebauung. Und solche Maßnahmen zur Renaturierung nehmen üblicherweise auch deutlich mehr Zeit in Anspruch als die Verstärkung von Deichen. Wie kann ein umfassender Hochwasserschutz in Deutschland fünfzehn Jahre nach der Flut an der Elbe aussehen?

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Kulturfragen

Debatten und Dokumente
Autonomiebestrebung und Kultur - Zur Geschichte Katalonien, Birgit Aschmann im Gespräch mit Karin Fischer

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen
"Art and China" - Große New Yorker Ausstellung über zeitgenössische Kunst aus China

Ehrengast auf der Buchmesse: Frankophonie - Die Literaturszene auf Haiti

Provenienz-Diskussion um Schädel - Marius Kowalak von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz im Gespräch

Wetterbericht - Bundeskunsthalle mit Gewitterbildern und Fahrenheits Thermometer

Ohne Schirm, Charme und Melone? - Londons Kulturwelt und die Brexit-Diskussionen. Die Autorin und London-Expertin Annette Dittert im Gespräch


Am Mikrofon: Katja Lückert

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Katalonien zwischen Revolution und Rechtsstaat

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Sonntag

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Freistil

Vom Briefzusteller zum Problemtier
Warum die Taube als solche polarisiert
Von Dieter Jandt und Ulrich Land
Regie: Giuseppe Maio
Produktion: NDR 2016

Sie sind überall. Auf Bahnhöfen, Balkonen, in Parks, Durchgängen und sehr gern auch vor Bäckereien: Tauben. Sie gurren gruppenweise die schönsten Boulevards entlang oder segeln, als Ratten der Lüfte verunglimpft, knapp über den Köpfen der Menschen hinweg, lassen flügelschlagend ätzende Masse fallen. „Geh’ ma Tauben vergiften im Park”, so lautete im Jahr 1958 der Vorschlag von Georg Kreisler. Aber es gibt auch Menschen, die Tauben ehren. Brieftaubenzüchter lieben ihre durchtrainierten Weitflieger im blaugrauen Federkleid und Buddhisten bestaunen den Vogel in ihren Klöstern als Mittler zwischen Himmel und Erde. Auch Muslime schätzen die Taube. In Hamburg verschaffen sie ihnen gemeinsam mit dem Tierschutzverein gerade ein festes Zuhause.

21:00 Uhr

Nachrichten

21:05 Uhr

Konzertdokument der Woche

Mikis Theodorakis
Sinfonie Nr. 2 ‚Das Lied der Erde‘ für Chor, Klavier und Orchester

‚Ödipus Tyrannos‘. Ode für Streichorchester

Adagio aus: Sinfonie Nr. 3 für Mezzosopran, Chor und Orchester

Frances Pappas, Mezzosopran
Paulo Álvares, Klavier
Chor des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf
Düsseldorfer Symphoniker
Leitung: Baldur Brönnimann

Aufnahme vom 24.5.2017 aus der Tonhalle Düsseldorf
Am Mikrofon: Jochen Hubmacher

„Ich bin ein deutscher Komponist, der in der Ägäis geboren wurde“, sagt Mikis Theodorakis. Internationalen Ruhm erlangte der streitbare Grieche mit seinen Liedern und der Musik zum Filmklassiker ,Alexis Sorbas’. Beim Konzert in der Düsseldorfer Tonhalle war der weitgehend unbekannte Sinfoniker Mikis Theodorakis zu erleben. Im Mittelpunkt des Programms stand die 2. Sinfonie ,Das Lied der Erde’. Theodorakis betrachtet sie als Hommage an sein Vorbild Ludwig van Beethoven. Im Interview mit dem Deutschlandfunk bekannte er: „Alles begann, als ich zum ersten Mal die 9. Sinfonie und damit die ‚Ode an die Freude‘ hörte. Mein Leben veränderte sich radikal. Ich beschloss damals, mich nur noch der sinfonischen Musik zu widmen. Das war extrem schwierig, denn ich musste die Tradition, die Kompositionstechnik, die Errungenschaften der westlichen Musik mit meinen eigenen, den griechischen Wurzeln zusammenbringen. Dafür arbeite ich jetzt seit 75 Jahren!“

22:00 Nachrichten 

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Das war der Tag

23:30 Uhr

Sportgespräch

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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