Dienstag, 19.06.2018
 
Seit 16:35 Uhr Forschung aktuell

Programm: Vor- und Rückschau

Samstag, 09.06.2018
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Mitternachtskrimi

Science-Fiction
Game over (2/2)
Von Philip Kerr
Aus dem Englischen von: Peter Weber-Schäfer
Bearbeitung und Regie: Walter Adler
Mit Peter Schiff, Sascha Icks, Hans Peter Hallwachs, Sylvester Groth, Thomas Thieme, Ulrich Pleitgen, Rufus Beck, Ellen Schulz u.a.
Computerstimme: Infovox 220 Version 1.3 der Firma Telia
Produktion: WDR 1997
Länge: ca. 54‘

Der Zentralcomputer hat das intelligenteste Gebäude von Los Angeles von der Außenwelt abgeschottet und schon vier der eingeschlossenen Menschen umgebracht. Und es sieht nicht danach aus, als wolle 'Ismael' mit dem Töten aufhören.

Das Systemsteuerungsprogramm 'Ismael' hat das Schlussleben seiner Opfer auf höchst kreative und individuelle Weise herbeigeführt: in der Toilettenkabine ertränkt, durch Chlorgas vergiftet, durch Löschmittel erstickt und durch Stromschlag getötet.
Um weiteren Anschlägen der Maschine auf ihr Leben zu entkommen, kämpfen sich Architekt Ray Richardson und die anderen Eingeschlossenen durch die einzelnen Stockwerke des Hochhauses und suchen fieberhaft nach der Quelle von Ismaels Fehlfunktion. Die plausibelste Annahme: Nachdem Richardsons kleiner Sohn Michael seinen Gameboy an Ismaels Rechner angeschlossen hatte, haben sich dessen Schaltkreise mit dem Game ,Flucht aus der Zitadelle' vernetzt. Seitdem folgt das selbstlernende System den Regeln dieses Spiels und schaltet einen Menschenspieler nach dem anderen aus, bis es alle besiegt hat. Ismael wird erst aufhören, wenn das Game komplett durchgespielt ist. Es sei denn ... Dem Firmeningenieur rutscht heraus, dass man das Programm auch einfach abschalten könnte. Das hieße aber, eine Investition von 40 Millionen Dollar zu verlieren.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

Rock

Neuvorstellungen von Rock bis Pop, Indie und Electronic
Schwerpunkt: Vor 50 Jahren veröffentlichte die britische Rockband The Spencer Davis Group ihr Album ,With Their New Face On'
Am Mikrofon: Günther Janssen

02:00 Nachrichten 

02:05 Sternzeit 

03:00 Nachrichten 

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

05:00 Nachrichten 

05:30 Nachrichten 

05:35 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

Zuwanderung - Vom Mythos der schnellen Lösungen

06:10 Uhr

Informationen am Morgen

Berichte, Interviews, Reportagen

06:30 Nachrichten 

06:35 Morgenandacht 

Katharina Pomm, Apolda
Katholische Kirche

06:50 Interview 

Linke Sammlungsbewegung: Interview mit Detlev von Larcher, Attac, Ex-SPD

07:00 Nachrichten 

07:05 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

07:15 Interview 

Interview mit Hermann Otto Solms, Schatzmeister der FDP

07:30 Nachrichten 

07:56 Sport am Morgen 

08:00 Nachrichten 

08:10 Interview 

Trump sorgt für Wirbel! Interview mit Jürgen Kiesewetter, CDU, Auswärtiger Ausschuss

08:30 Nachrichten 

08:35 Börse 

08:47 Sport am Morgen 

08:50 Presseschau 

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

Am Mikrofon: Philipp May

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 1000 Jahren: Der Wormser Dom wird geweiht

09:10 Uhr

Das Wochenendjournal

Wenn die Mutter, die Tante, die Erzieherin zur Täterin wird - sexueller Missbrauch durch Frauen

Am Mikrofon: Manfred Götzke

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Klassik-Pop-et cetera

Am Mikrofon: Das Ensemble Resonanz

„Die neue Coolness der klassischen Musik wird derzeit von kaum einem Klangkörper so nachdrücklich verkörpert wie vom Ensemble Resonanz.“ So das Urteil der Wiener Zeitung. Tatsächlich gibt es wenige Kammerorchester, die so konsequent eigene Programm- und Konzertideen umsetzen. In seiner Heimatstadt Hamburg lockt das 1994 gegründete Ensemble Resonanz mit mehreren Konzertreihen regelmäßig ein bunt gemischtes Publikum - ob als Residenzensemble vom Kleinen Saal der Elbphilharmonie oder mit der experimentellen Konzertreihe ,Urban string' im Resonanzraum, dem eigenen Spielort ganz nah am hippen Schanzenviertel. Musikalisch vereinen die Programme neueste Musik mit Werken aus früheren Jahrhunderten.
Das basisdemokratisch organisierte Ensemble Resonanz arbeitet ohne festen Dirigenten, dafür mit Residenzkünstlern wie der Bratschistin Tabea Zimmermann oder der Geigerin Isabelle Faust. Einladungen führten das 18-köpfige Streichorchester in viele Länder und nun ans Radiomikrofon im Deutschlandfunk, vertreten von der Konzertmeisterin Juditha Haeberlin, dem Geiger David-Maria Gramse und dem Bratschisten Justin Caulley.

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Gesichter Europas

Gleichberechtigung in Schweden
Gelobtes Land oder nur schöner Schein?
Mit Reportagen von Victoria Reith

In keinem europäischen Land wurde die #metoo-Debatte so heftig geführt wie in Schweden. Und das, obwohl die dortige Politik ohnehin schon lange die Gleichstellung der Geschlechter vorantreibt - und damit wirbt, die weltweit erste feministische Regierung zu haben. Männer setzen sich für ein weniger machohaftes Image ein, Kindergärten bieten geschlechtsneutrale Erziehung an - eigentlich scheint die Gleichberechtigung auf einem guten Weg. Doch nicht alles läuft rund: Das Prostitutionsverbot treibt Sexarbeiterinnen an den Rand der Gesellschaft, der Frauenanteil in Führungsetagen ist mangelhaft, und nachdem ein Beschuldigter in der #metoo-Debatte sich das Leben genommen hat, fragen auch manche, ob die Aktivistinnen zu gnadenlos vorgegangen sind.

12:00 Uhr

Nachrichten

12:10 Uhr

Informationen am Mittag

Berichte, Interviews, Musik

Angela Merkel zur G7-Zwischenbilanz "Gute Gespräche, aber ernste Differenzen"

Aktueller Stand beim G7-Gipfel in Kanada

Wie tief ist der Riss zwischen EU und USA? - Interview mit Josef Braml, DGAP

Parteitag der Linken in Leipzig - Neuwahlen und Antrag zur Asylpolitik

Politische Debatte über den Fall "Susanna"

Umverteilung von Flüchtlingen gescheitert - Willkommen in der Festung Europa?

#MeToo-Debatte - Kreativchef des Disney-Animationsstudios Pixar nimmt seinen Hut

Donald Trump und Kim Jong Un - Von "Feuer und Zorn" zur Charme-Offensive

Sport am Mittag

Am Mikrofon: Jörg Münchenberg

12:50 Internationale Presseschau 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:10 Uhr

Themen der Woche

Das Team auf dem Platz - Europa und Merkels Antwort auf Macron

Bündnispartner: Kühler Kopf im Umgang mit den USA

Zuwanderung - Vom Mythos der schnellen Lösungen

Polit-Talkshows - Der Absturz eines Systems

13:30 Uhr

Eine Welt

Aufbruch in Äthiopien? Der Grenzsstreit mit Eritrea soll beigelegt werden

Historische Entscheidung - Argentinien stimmt über Abtreibung ab

Über die Grenze - Die Lastenträgerinnen zwischen Marokko und Ceuta

Einzelkämpferin - Paula Yacoubian ist Libanons erste unabhängige Parlamentarierin

Am Mikrofon: Andreas Noll

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Campus & Karriere

Das Bildungsmagazin

Europa wiederbeleben in Hörsälen und Laboren? Wie der Bauplan für ein Europäisches Universitätsnetzwerk aussehen könnte
,Campus & Karriere' fragt: Wo steckt das Vorhaben? Taugen bi-, tri- oder multinationale Netzwerke als Blaupause, obwohl es sie doch schon zuhauf gibt? Und: Was haben die europäischen Studierenden davon?

Gesprächsgäste:
Rainer Klump, Prof. für VWL an der Universität Frankfurt, ehemaliger Rektor der Universität Luxemburg
Konstantin Korn, Vorstandsmitglied "freier zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) e.V."
Hans-Jochen Schiewer, Präsident von Eucor, The European Campus, und Rektor der Universität Freiburg

Beitrag:
Vage Vision
Wie sich europäische Uni-Chefs ein europäisches Uni-Netzwerk vorstellen

Eine Sendung ohne Hörerbeteiligung

Bildung sei die erste Säule, mit der Europa erneuert werden solle - das hat der französische Präsident Emmanuel Macron beim Weltwirtschaftsforum in Davos gesagt. Europäische Universitäten sollen demnach die Keimzelle für mehr Zusammenhalt in Europa werden. Macron hatte bereits bei seiner visionären Rede an der Pariser Sorbonne vorgelegt: Spätestens 2024 sollen 20 europäische Universitäten fertig sein. Aus der Hochschullandschaft kam viel Beifall, doch politisch kommt die Idee offenbar nicht recht voran. Die Resonanz aus den Mitgliedsstaaten ist verhalten, und die EU-Kommission zeigt kein Interesse.

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Corso - Kunst & Pop

Das Musikmagazin

Debütalbum von US-Künstlerin Snail Mail - Von der Highschool auf die Indie-Bühnen
Lindsey Jordan war gerade 16 Jahre alt, als ihre erste EP erschien und sie von der Schule für eine Tournee freigestellt wurde. Jetzt erscheint ihr Debütalbum ,Lush' und auf dem lässt sie ihre Erfahrungen von Punk- und DIY-Kultur einfließen. Ihre Texte erzählen von den Tücken des Erwachsenwerdens.

Drangsal Album - Endlich ,Zores' für den deutschen Pop
Für sein Debüt wurde er als provokante Pophoffnung gepriesen. Auf dem zweiten ,Zores', singt Max Gruber alias Drangsal deutsch statt englisch. Und er verbindet ambitioniertes Songwriting mit kalkuliertem Auftreten: „Ich glaube, dass Lachen imageschädigend ist!"

Debütalbum von Leon Vynehall - Literarische Clubmusik
Produzenten elektronischer Tanzmusik sind bislang nicht als literarische Genies aufgefallen. Der Brite Leon Vynehall ändert das jetzt und veröffentlicht zu seinem neuen Album ,Nothing Is Still' einen Roman. Er erzählt von der Migration seiner Großeltern. Nur ein Soundtrack, oder mehr?

Am Mikrofon: Bernd Lechler

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Büchermarkt

Bücher für junge Leser

Die norwegische Schriftstellerin Marit Kaldhol im Gespräch über Mangel an Kommunikation und die Folgen

"Abschied von Rune", Illus: Wenche Øyen
aus dem Norwegischen von Angelika Kutsch
(Ellermann Verlag, München)

"Allein unter Schildkröten"
"Zweet"
beide Bücher übersetzt aus dem Norwegischen von Maike Dörries
(Mixtvision Verlag, München)

Am Mikrofon: Ute Wegmann

16:30 Uhr

Forschung aktuell

CEBIT 2018

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Streitkultur

Chip im Hirn - Selbstoptimierung um jeden Preis?
Jan-Christoph Heilinger vom Münchner Kompetenzzentrum Ethik und der Journalist und "Spiegel"-Autor Thomas Schulz im Gespräch
Am Mikrofon: Karin Fischer

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen

Digitale Welten, Geschlechtergerechtigkeit, Arbeit am Theater: Zum Abschluss der Jahreshauptversammlung des Deutschen Bühnenvereins in Lübeck.
Der Präsident des Deutschen Bühnenvereins, Ulrich Khuon, im Gespräch

"Schwanensee" - Martin Schläpfer choreographiert den Klassiker in Düsseldorf

"Wonderland Ave." - Ersan Mondtag inszeniert das neue Stück von Sibylle Berg in Köln

"Kunst der Wahrnehmung" - Das Museum Frieder Burda in Baden-Baden zeigt "Schlüsselwerke" von James Turrell

Am Mikrofon: Maja Ellmenreich

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Tourismus versus Tradition - Das Spiti-Tal im indischen Himalaya

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Samstag

DFB - Auf dem Weg zur WM nach Russland
DFB - Interview mit Bundestrainer Joachim Löw
DFB - Big Player Saudi-Arabien
FIFA - Vor der WM 2026 Vergabe
Futbolpolitika - Teil 1: Kicken im Zarenreich

Formel 1 - Großer Preis von Kanada in Montreal (Qualifying)

Tennis French Open - Finale Frauen

Sportausschuß - Posse um Athletenfinanzierung entzweit Gremium
Athletenverein - Allein im Regen? Interview mit Max Hartung

NBA - Cannabis-Konsum in der Basketball-Profiliga

Reiten - Deutsche Meisterschaften in Balve/Sauerland

Am Mikrofon: Astrid Rawohl

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Hörspiel

Die apokalyptische Glühbirne
Von Frank Witzel
Komponist: Frank Witzel
Regie: Leonhard Koppelmann
Mit Peter Brombacher, Gaby Dohm, Thomas Hauser, Julia Riedler, Michael Tregor, Sophie von Kessel, Irina Wanka, Anton Winstel
Produktion: BR 2017
Länge: 53'45

Frank Witzel beherrscht ein einzigartiges Verfahren, um unserer leicht flüchtigen Realität Herr zu werden: er ver-rückt sie. In seinem Hör- und Sehspiel ,Die apokalyptische Glühbirne' im geradezu wörtlichen Sinne, denn im Zentrum seiner Geschichte steht die schriftliche Hinterlassenschaft des seit seinem neunten Lebensjahr in verschiedenen psychiatrischen Einrichtungen weggesperrten Christoph Wendel. Von ihrer Mutter beauftragt, soll seine Großnichte Bettina die persönliche Habe des Verstorbenen aufräumen und stößt dabei auf ein dunkles Kapitel Familien- und Gesellschaftsgeschichte. Gegen das systematische Schweigen seiner Umwelt hat ihr Großonkel mit vermeintlich ver-rückten Briefen angeschrieben - sein verzweifelter Versuch ein für ihn tief traumatisches Erlebnis während der Nazizeit zu bewältigen. Frank Witzel schafft mit dieser Setzung eine doppelte Leerstelle - durch Christoph Wendel, der ver-rückte Schlaufen um sein Trauma legt und durch das Totschweigen der Familie -, die wir automatisch mit unseren eigenen Erfahrungen anfüllen. Erfahrungen mit Familienbiografien, über die ebenso dröhnend geschwiegen wurde und wird und die dann doch irgendwann wie wuchernde Schwären aufbrechen und unsere sozialen Gefüge erschüttern.
Dieses große deutsche Thema packt Frank Witzel jenseits aller schulbuchmäßigen Didaktik mit den Mitteln des Absurden und der Groteske ohne es jedoch zu banalisieren oder gar zu bagatellisieren. Durch die Erweiterung seines Textes mit einem Zyklus ergänzender Zeichnungen und einer eigens dazu komponierten Musik breitet sich vor uns der dissoziierte Gedankenkosmos der Hauptfigur aus, eine vielfältige Einladung zur Selbstreflektion. Frank Witzel schafft mit seinem Verfahren Anknüpfungspunkte für unsere medialen und persönlichen Vorerfahrungen, denn die Auseinandersetzung mit der Schuldfrage beginnt ja zum Glück nicht erst heute. Dennoch müssen wir uns gewahr sein, dass sie eben auch noch lange nicht abgeschlossen ist und zu den Akten gelegt werden kann.
Für Christoph Wendel spendet die titelgebende Glühbirne als einzige Quelle Licht, Wärme und Hoffnung, gleichzeitig bedeutet das sprichwörtliche "Licht, das mit ihr aufgeht" aber auch das Ende jeglicher Unschuld. Keiner kann nachher mehr sagen, er habe nichts gewusst. Diese Aufklärung ist aber kein neues Trauma, im Gegenteil, es ist der erste und notwendige Schritt zur Bewältigung. Im Mikrokosmos der Familie genauso, wie für uns als geschichtlich schuldbelastete Nachgeborene.

22:00 Uhr

Nachrichten

22:05 Uhr

Atelier neuer Musik

Wie ein Stück Fett
Der Kölner Komponist Matthias Krüger
Von Ingo Dorfmüller

Jahrhundertelang ereignete sich Musik in verbindlichen Kontexten: In den Ritualen der Kirche, der weltlichen Macht, des bürgerlichen Kulturbetriebs. Nun, da sich diese Zusammenhänge auflösen, ist die Musik frei, sich neu mit der Wirklichkeit zu vernetzen. Hier setzt der 1987 geborene Komponist Matthias Krüger an: Er sucht einen holistischen Ansatz, der Körper, Räume und kulturelle Konnotationen zum Gegenstand der Komposition macht. Im Saxofonsolo ,Fucking A!’ etwa, indem eine geradezu sportliche Agilität die Tonerzeugung maßgeblich beeinflusst, oder im Ensemblewerk ,Wie ein Stück Fett (Redux)’, bei dem es ihm auf den Vorgang des konzentrierten Tuns - mithin eine szenisch-visuelle Komponente - mindestens so sehr ankommt, wie auf korrekte Tonproduktion. Rein akustisch findet das seinen Niederschlag in einem unverwechselbar expressiven Duktus, der von extremer Klanglichkeit und obsessiver Wiederholung bestimmt wird. Der Musiker soll als Mensch erscheinen, der mit seinen Grenzen konfrontiert ist und sich in ständiger Bewegung daran abarbeitet.

22:50 Uhr

Sport aktuell

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Lange Nacht

Hochseil
Die Lange Peter-Rühmkorf-Nacht
Von Charlotte Drews-Bernstein
Regie: die Autorin
(Wdh. vom 5./6.9.2009)

Peter Rühmkorf (1929-2008) hat sein Gedicht ,Hochseil' am 1. Oktober 1975 in einem NDR-Studio zum ersten Mal vorgelesen. Es schließt mit den Zeilen: „Ich schwebe graziös in Lebensgefahr grad zwischen Freund Hein und Freund Heine.“ Das vom Absturz gefährdete Herumturnen auf einem Hochseil kann man durchaus als Lebensbild nehmen. Nach dem Tod des Dichters im Juni 2008 hat die Autorin Charlotte Drews-Bernstein seine frühen Sandkistengespielen, ehemaligen Mitschüler, seine Kusine und Ehefrau und viele andere Weggefährten - vom Heizungsbauer „Müffi“ Lercher bis zum Nobelpreisträger Günter Grass - um ihre Erinnerungen an den Dichter, Essayisten, Porträtisten und Zeitmitschreiber gebeten. Die insgesamt 20 Interviews, ergänzt durch eine Vielzahl von Originaltonmitschnitten aus Rühmkorfs Vorträgen, Lesungen und nicht zuletzt den legendären Jazz- und Lyrik-Auftritten mit Michael Naura und Wolfgang Schlüter, summieren sich in den drei Kapiteln ,Kleine Reimfibel', ,Das lyrische ICH und Jazz und Lyrik', ,Abwege und Umwege' zu einer vielstimmigen und überraschend kurzweiligen Einführung in Rühmkorfs Leben und Werk zu seinem zehnten Todestag.

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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Programmtipps

Jugendliche der Sophienhöhe mit Betreuern, 1936/37. (Fotoalbum H. Trüper / Städtisches Museum Jena)
Jenas enteignete GeschichteDie Sophienhöhe
Das Feature 19.06.2018 | 19:10 Uhr

Die Sophienhöhe war am Anfang des 20. Jahrhunderts ein weltweit viel beachtetes Zentrum der sich neu entwickelnden Heilpädagogik. Heute ist sie weitgehend vergessen. Der Pädagoge Johannes Trüper hatte das Gelände 1890 zusammen mit seiner Schwester erworben und für sein praxisorientiertes Konzept umgestaltet.

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