Dienstag, 12.12.2017

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 15.10.2017
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Round Midnight
Eine Lange Nacht zum 100. Geburtstag des Jazzpianisten Thelonious Monk
Von Karl Lippegaus
Regie: Karl Lippegaus

Für den Jazzmusiker Thelonious Monk gab es keine Routine. Jedes Konzert und jede Studioaufnahme waren Reisen ins Unbekannte. Der Pianist aus Rocky Mount / North Carolina hatte seine ureigenen Vorstellungen von dem, was musikalisch richtig oder falsch war. Das Meiste hatte er selbst geschrieben, nur selten interpretierte er fremde Stücke, sein großes Idol hieß Duke Ellington.
In den 1940er-Jahren war Monk an der Entwicklung eines neuen Jazzstils beteiligt, den man Bebop nannte. Seinem exzentrischen Verhalten und den vielen Geschichten, die über ihn kursierten, verdankte er den Ehrentitel „Hohepriester des Bop“. Er war der erste schwarze Jazzmusiker, der je eine Titelstory im Time-Magazin bekam. Sein Meisterschüler John Coltrane sagte, er habe von Monk „auf jede Weise viel gelernt - durch die Sinne, theoretisch, technisch“. Mit ständig wechselnden Kopfbedeckungen - von der Persianermütze bis zu Fez und Ghanaischem Strohhut, gut bestückt mit Sonnenbrillen und schweren Ringen an den Fingern - vollführte er Tänze vor dem Klavier. Die Art, wie er redete, korrespondierte mit seinen Melodien - alles machte ihm zum Inbegriff eines Hipsters. Seine große Hymne wurde 'Round Midnight'.
Sein Image als Exzentriker verdeckte jedoch den Blick auf sein soziales Engagement und das Rätsel seines Leidens. Die letzten sechs Jahre seines Lebens verbrachte der an einer bipolaren Störung schwer erkrankte Pianist in fast völliger Abgeschiedenheit bei seiner Freundin und Mäzenin Pannonica de Koenigswarter, der berühmten „Jazz Baroness“, die mit seiner Frau Nellie für Halt in seinem Leben sorgte. Zwischen Exil und Konzession mussten viele afroamerikanische Jazzkünstler wählen. Monk gelang es, seinen Platz in einer radikal veränderten Musikwelt zu verteidigen.

01:00 Nachrichten 

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

02:05 Sternzeit 

02:07 Klassik live 

3. Raderbergkonzert 2016/17: Busch Trio

Hans Werner Henze
aus: Kammersonate für Violine, Violoncello und Klavier
3. Lento
4. Allegretto
5. Epilogo

Peter Tschaikowsky
Trio für Klavier, Violine und Violoncello a-Moll, op. 50

Busch Trio

Aufnahme vom 13.12.2016 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal

03:00 Nachrichten 

03:05 Heimwerk 

Georg Friedrich Händel: Six Piano Concertos op. 7

Georg Friedrich Händel
Konzert für Orgel und Orchester Nr. 7 B-Dur, op. 7 Nr. 1 (HWV 306). Ausgeführt mit Klavier

Konzert für Orgel und Orchester Nr. 11 g-Moll, op. 7 Nr. 5 (HWV 310). Ausgeführt mit Klavier

Matthias Kirschnereit, Klavier
Deutsche Kammerakademie Neuss
Leitung: Lavard Skou Larsen

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

04:05 Die neue Platte XL 

05:00 Nachrichten 

05:05 Auftakt 

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

Literatur und Rechtspopulismus: Zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse

06:10 Uhr

Geistliche Musik

Johann Sebastian Bach
'Gott soll allein mein Herze haben'. Kantate zum 18. Sonntag nach Trinitatis, BWV 169
Vocalconsort Berlin
Freiburger Barockorchester
Leitung: Petra Müllejans

Felix Mendelssohn Bartholdy
Andante für Orgel D-Dur
Ludger Lohmann, Orgel

Hugo Distler
'Herzlich lieb hab ich Dich, o Herr'. Motette für 2 gemischte Chöre a cappella, op. 2
Hugo-Distler-Ensemble Lüneburg
Leitung: Erik Matz

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Information und Musik

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

Der Staat als Fiktion - Reichsbürger auf der Theaterbühne

Kampfzone UNESCO? Ein Interview mit dem UNESCO-Experten Klaus Hüfner

Reformation querdacht: Gewissen und Moral im Alltag - Ein Interview mit dem Publizisten Rainer Erlinger

07:30 Nachrichten 

07:50 Kulturpresseschau

Auszüge aus den Feuilletons der Woche

Nach rechts? Zu den Wahlen in Österreich ein Interview mit Armin Thurnher, Chefredakteur "Falter"

Denk ich an Deutschland: der Diplomat und Widerstandskämpfer Stéphane Hessel

Am Mikrofon: Benedikt Schulz

08:00 Nachrichten 

08:30 Uhr

Nachrichten

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgen

Religiöses Wort
Kabarettist trifft Reformator. Luther und Hirschhausen im Gespräch
Von Barbara Manterfeld-Wormit
Evangelische Kirche

08:50 Uhr

Presseschau

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 100 Jahren: Die niederländische Tänzerin und "Spionin" Mata Hari wird hingerichtet

09:10 Uhr

Die neue Platte

Vokalmusik

09:30 Uhr

Essay und Diskurs

Was ist Kulturelle Aneignung?
Von Jens Kastner

‚Everything But The Burden‘ heißt die Essaysammlung, in der eine Reihe von Autoren 2003 aufzeigten, 'What White People Are Taking From Black Culture'.
Dürfen Menschen weißer Hautfarbe Dreadlocks tragen? Verschleiert jemand, der in Westeuropa gegen den Kapitalismus demonstriert, am Ende nur die eigenen Privilegien? Eine Bewegung von schwarzen Aktivisten, Intellektuellen und Künstlern stellt Ausdrucks- und Protestformen grundsätzlich in Frage. Sie kritisiert Kulturelle Aneignung. Dabei geht es um nicht weniger als um den westlichen Lebensstil und um die Rechte ethnischer Minderheiten. Heute bekommt sie neue Bedeutung. Zum Beispiel durch die viel diskutierte 2017 erschienene deutsche Essaysammlung ‚Beissreflexe‘, die den Kampfbegriff der Privilegien hinterfragt. Jens Kastner beschreibt in seinem Essay die oft zweifelhaften Konsequenzen der Kulturellen Aneignung - theoretischer wie praktischer Art.

Jens Kastner, Jahrgang 1970, Soziologe und Kunsthistoriker, lebt als freier Autor in Wien und unterrichtet dort an der Akademie der bildenden Künste. Er veröffentlichte in diversen Zeitungen und Zeitschriften Texte zu Sozialen Bewegungen, Cultural Studies und zeitgenössischer Kunst. Seit 2005 ist er koordinierender Redakteur von 'Bildpunkt. Zeitschrift der IG BILDENDE KUNST'.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Gottesdienst

Übertragung aus der Pfarrkirche St. Jakobus der Ältere in Jüchen
Predigt: Regionaldekan Ulrich Clancett
Katholische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Interview der Woche

Manfred Weber, CSU, Vorsitzender EVP-Fraktion im Europäischen Parlament

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergang

Reformation quergedacht
Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

Altersloser Prunkbau
Das Schloss Bosmelet in der Normandie

Stadt des Sandelholzes
Mit "Dr. Siri" durch Vientiane (Laos)

Schmelztiegel der Nationen
Die kubanische Seele der Costa Brava

„Reformation quergedacht":
Der Geist des Späten Mittelalters
Luthers Spuren in Erfurt

Der Alltag als Lutherpaar
Mit zwei Schauspielern durch Wittenberg

Am Mikrofon: Pia Rauschenberger

12:00 Nachrichten 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Informationen am Mittag

13:30 Uhr

Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person
Der Schriftsteller und Mäzen Roman Maria Koidl im Gespräch mit Joachim Scholl

„Warum immer die Falschen?“ - Als Schriftsteller fragt sich Roman Maria Koidl, warum schöne Frauen oft Blödmänner an ihrer Seite haben, warum stets die Blender Karriere machen oder, ganz neu, warum wir als Wähler „Irre wählen“?
Als erfolgreicher Unternehmer und Kunstmäzen allerdings scheint der Österreicher das meiste richtig zu machen. Geboren 1967, hat Roman Maria Koidl als Unternehmensberater begonnen, dann mehrere Firmen gegründet und mit einer Coffeeshop-Kette ein Vermögen gemacht. Schon lange kennt man seinen Namen auch in der Kunst, 2008 eröffnete Roman Maria Koidl die 'Kunsthalle Koidl' in Berlin, er ist als Mäzen aktiv und betreibt ein Online-Portal für den Kauf und Verkauf zeitgenössischer Kunst.

14:00 Nachrichten 

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Rock et cetera

Elektropunk, Trash & Pop
Der Schweizer Musiker Bonaparte
Von Anja Buchmann

Die früheren Shows von Tobias Jundt alias Bonaparte waren spektakulär für Ohren und Augen: Der kleine Mann rockte mit Napoleon-Jacke, Fellmütze und schwarz umrandetem Auge die Bühne, umgeben von schrill verkleideten Burlesque-Tänzerinnen und -Tänzern. Hedonistisch, freaky, grenzenlos. Ein Elektro-Punk-Gemisch samt schrammelnden Gitarren, gerufenen Parolen und Texten zwischen Provokation, schrillem Dada und Sozialkritik. Inzwischen ist der Wahlberliner und Familienvater auch musikalisch ruhiger geworden. Auf seinem aktuellen Album stellt er nachdenkliche Fragen zu Mensch, Gesellschaft und, ja, tatsächlich: Liebe.

16:00 Uhr

Nachrichten

16:10 Uhr

Büchermarkt

Aus dem literarischen Leben
Das Buch der Woche

Hédi Kaddour: "Die Großmächtigen"
Aus dem Französischen von Grete Osterwald
(Aufbau Verlag, Berlin)
Ein Beitrag von Dina Netz

Am Mikrofon: Hubert Winkels

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Wissenschaft im Brennpunkt
Wer nichts weiß, muss nicht alles glauben
Wie die ‚Science Busters‘ sich und anderen die Welt erklären

Die ‚Science Busters‘ sind vermutlich die intelligenteste Boygroup auf dem Planeten. Und sie haben sich zum Ziel gesetzt, Wissenschaft und Humor auf höchstem Niveau zu vereinen. Kann das gelingen? Viele erfolgreiche Auftritte auf Kabarettbühnen und in TV-Shows belegen: Definitiv. Und mit ihrem neuen Sachbuch „Warum landen Asteroiden immer auf Kratern?“ tritt das preisgekrönte Trio einmal mehr den Beweis an. Martin Puntigam, Florian Freistetter und Helmut Jungwirth liefern darin „33 Spitzenantworten auf die 33 wichtigsten Fragen der Menschheit“. Zum Beispiel: Warum ist Urin eigentlich gelb? Oder: Kann man in einem Schwarzen Loch zu spät kommen? Unterhaltsamer, hintergründiger und einprägsamer als die ‚Science Busters‘ kann man Wissenschaft kaum präsentieren. Auf der Deutschlandfunk-Bühne auf der Frankfurter Buchmesse geben die drei selbsternannten Aufklärer eine Kostprobe ihres Könnens und stehen Moderator Ralf Krauter im Gespräch Rede und Antwort.

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Kulturfragen

Debatten und Dokumente

Humanität, Gerechtigkeitsstreben und Toleranz - Margaret Atwoods Dankesrede zur Friedenspreisverleihung

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen

Hellsichtige Mahnerin - Margaret Atwood erhält in Frankfurt den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

Es ist soweit! Das Gärtnerplatztheater in München feiert mit einer Gala seine Wiedereröffnung

Luther als Dissident - Der Einfluss der Reformation auf die Künste.
Ein Gespräch mit dem Publizisten Willi Winkler

"Fabian oder der Gang vor die Hunde" - Erich Kästners Roman als Drama am Düsseldorfer Schauspielhaus

Am Mikrofon: Michael Köhler

17:55 Uhr

Deutschlandfunk aktuell - Niedersachsen hat gewählt

18:05 Nachrichten 

19:00 Nachrichten 

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Freistil

Der Sound der Veränderung
Wie Protestmusik heute klingt
Von Heiko Behr
Regie: Susanne Krings
Produktion: Dlf 2017

Die Politik ändert sich, die Populisten kommen oder sind schon da und vielen Musikern stellt sich eine Frage, die fast erledigt schien: Welche politische Position sollen sie heute mit ihrer Kunst einnehmen? Besonders afroamerikanische Musik hatte in den 1960er-Jahren den Sound zur Bürgerrechtsbewegung geliefert. Auch Musiker wie Bob Dylan, James Brown und Bruce Springsteen setzten damals mit ihrer Musik politische Akzente. Gibt es heute in zersplitterten, individualisierten und undurchsichtigen Zeiten vergleichbare politische Musik? Eine musikalische Reise durch die Genres, durch die verschiedenen künstlerischen Ansätze. Mit prägenden Künstlern, mit popmusikalischen Theoretikern und viel Musik. Es ist eine Suche nach dem Sound der Veränderung in der Gegenwart.

21:00 Uhr

Nachrichten

21:05 Uhr

Konzertdokument der Woche

Festival Resonanzen 2017

Johann Sebastian Bach

"Vereinigte Zwietracht der wechselnden Saiten". Dramma per musica, BWV 207

Der Streit zwischen Phoebus und Pan: "Geschwinde, ihr wirbelnden Winde". Dramma per musica, BWV 201

Catalina Bertucci, Sopran
Maarten Engeltjes, Countertenor
Tilman Lichdi, Tenor
Henk Gunneman, Tenor
Andreas Wolf, Bassbariton
Klaus Mertens, Bassbariton
The Amsterdam Baroque Choir and Orchestra
Ton Koopman: Leitung und Cembalo

Aufnahme vom 21.1.2017 aus dem Konzerthaus Wien, Großer Saal

Am Mikrofon: Bernd Heyder

Im Jahr 1720 schloss mit der Leipziger Oper ein gutes Vierteljahrhundert nach der Gründung das neben dem Hamburger Haus am Gänsemarkt bedeutendste bürgerliche Musiktheater in Deutschland. Das war drei Jahre, bevor Johann Sebastian Bach als Thomaskantor und städtischer Musikdirektor nach Leipzig kam. Er hatte qua Amt zwar darauf zu achten, dass die Kirchenkantaten “nicht zu theatralisch” ausfiele, in den weltlichen Gelegenheitswerken, die er vor allem mit Kräften aus den Reihen der musikalisch ambitionierten Studenten aufführte, konnte er aber freier agieren. Hier bediente er mit spürbarer Freude die Bedürfnisse jener Zuhörer, die der Leipziger Opern-Ära nachtrauerten. Zwei solcher ‚Dramme per musica‘ von Bach hat Ton Koopman mit seinen Ensembles Amsterdam Baroque Choir and Orchestra und vorzüglichen Solisten beim Festival ‚Resonanzen‘ im Wiener Konzerthaus vorgestellt: die Gratulationskantate ‚Vereinigte Zwietracht der wechselnden Saiten‘ für einen Leipziger Universitätsdozenten und den ‚Streit zwischen Phoebus und Pan‘. Hierbei komponierte Bach in den Allegorien eines mythologischen Musikerwettstreits sogar als Anwalt in eigener Sache.

22:00 Nachrichten 

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Das war der Tag

Die Wahlen in Niedersachsen und Österreich

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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