Freitag, 15.12.2017

Programm: Vor- und Rückschau

Samstag, 16.12.2017
00:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

00:05 Uhr

Mitternachtskrimiaufnehmen

Lazarus Nr. 7 (1/3)
Von Richard Sale
Bearbeitung: Karl Richard Tschon
Regie: Hermann Pfeiffer
Mit Hansjörg Felmy, Ingeborg Engelmann, Günther Neutze, Eric Schildkraut, Arno Assmann, Ingeborg Christiansen, Harald Meister, Bruno Hübner, Gassan Al Bakri, Ronald Stürzebecher, Karl-Heinz Delow und Edgar Hoppe
Musik: Enno Dugend
Produktion: WDR 1966
Länge: 47’35 (mono)
(Teil 2 am 23.12.2017)

„Mein Name ist Mason. Steve Mason. Ich bin weder Polizist noch Privatdetektiv, noch gehöre ich dem FBI an. Ich bin Arzt. Mit Kriminalfällen hab ich nur ein einziges Mal etwas zu tun gehabt ...“
Der Westernheft- und Pulp-Autor Richard Sale (1911-1993) veröffentlichte den Kriminalroman ‚Lazarus #7‘ im Jahr 1942, als auch die Storys von Dashiell Hammett und Raymond Chandler Hochkonjunktur hatten. Inmitten des Zweiten Weltkriegs glaubten die amerikanischen Leser nicht mehr an eine heile Welt; es war an der Zeit, ihre Verlogenheit auffliegen zu lassen. Und welcher Ort hätte sich besser dazu geeignet als die ,Talmi-Stadt' Los Angeles?
Als Drehbuchschreiber und Filmregisseur fand Richard Sale in Hollywood genug Vorbilder für das Personal der Mutual-Filmgesellschaft in seinem Roman: das hübsche Dummchen, das für eine Rolle alles tun würden; den etablierten Star, der alles dafür tun, es zu bleiben; das tumbe Muskelpaket als Leibwächter; den polternden Großproduzenten, der alle für käuflich hält; den Drehbuchautor, der sich am Ende tatsächlich kaufen lässt.
Protzige Villen, wüste Partys, hemmungslose Flirts, Neid, Intrigen, inklusive Erpressung und Mord - da hatten die echten Männer nicht viel Zeit für ‚political correctness‘. Ihr immer noch kolonialherrschaftliches Denken führte denn auch zu so mancher Bemerkung gegenüber Farbigen und Frauen, bei der man heute unweigerlich zusammenzuckt. Vielmehr interessierte damals Autoren und Leser, dass es in dieser durch und durch korrupten Gesellschaft einen Helden gab, wenn auch einen gebrochenen, der sich nicht blenden lässt und nicht nachgibt, bis Unrecht gesühnt ist: einen unbestechlichen, integren Arzt wie Steve Mason. Dessen Detektivarbeit wird flankiert von Richard Sales Serienfigur Daniel Webster vom Police Department in Los Angeles.
Schließlich wartet Sale fast beiläufig mit einer weiteren Figur auf, Dr. Lekro, der nichts Geringerem als dem „größten Geheimnis der Welt“ auf der Spur ist.

01:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

01:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionachtaufnehmen

Jazz

"My Favorite Things"
Eine Jahresauswahl von Karsten Mützelfeldt

02:00 Nachrichten  

02:05 Sternzeit  

03:00 Nachrichten  

03:55 Kalenderblatt  

04:00 Nachrichten  

05:00 Nachrichten  

05:30 Nachrichten  

05:35 Presseschau  

Aus deutschen Zeitungen

06:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

06:05 Uhr

Kommentaraufnehmen

06:10 Uhr

Informationen am Morgenaufnehmen

Berichte, Interviews, Reportagen

06:30 Nachrichten  

06:35 Morgenandacht  

Pfarrerin Melitta Müller-Hansen, München

06:50 Interview  

07:00 Nachrichten  

07:05 Presseschau  

Aus deutschen Zeitungen

07:15 Interview  

07:30 Nachrichten  

07:56 Sport am Morgen  

08:00 Nachrichten  

08:10 Interview  

08:30 Nachrichten  

08:35 Börse  

08:47 Sport am Morgen  

08:50 Presseschau  

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

09:05 Uhr

Kalenderblattaufnehmen

Vor 75 Jahren: Heinrich Himmler erlässt ein Dekret zur Deportation der Sinti und Roma

09:10 Uhr

Das Wochenendjournalaufnehmen

Es ist fast alles gold, was glänzt - Mit Schatzsuchern auf der Pirsch

Am Mikrofon: Urlich Gineiger

10:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

10:05 Uhr

Klassik-Pop-et ceteraaufnehmen

Am Mikrofon: Die Blasmusikgruppe LaBrassBanda

„Habe die Ehre“, rufen sieben virtuose Barfuß-Musiker in Lederhosen. Sie stammen aus dem Chiemgau, singen im Dialekt, spielen laut und in atemberaubender Geschwindigkeit und überraschen mit ihrem neuzeitlichen bayerischen Brauchtum aus Volksmusik, Ska, Techno und Punk zwischen Olympiahalle, Festzelt und Maibaumaufstellen. Anfang 2017 ging LaBrassBanda auf Welttournee, bei der Rückkehr gab es am Münchener Flughafen Gold für die beiden Alben ‚Habedieehre‘ und ‚Europa‘ . Unterwegs vermisst hätten die glorreichen Sieben laut LaBrassBanda-Anführer Stefan Dettl nur den bayerischen Wurstsalat. Der Trompeter vom Richard-Strauß-Konservatorium München ließ sich einst vom Brassband-Trend in New York inspirieren und suchte unter seinen Kommilitonen nach Verbündeten. In der deutschen Vorrunde zum Eurovision Song Contest 2013 ließen die Jungs es bundesweit und medienwirksam zum ersten Mal ordentlich krachen. Mit ihrem eigenwilligen, hoch favorisierten Beitrag ‚Nackert‘ eroberten sie guerillagleich Platz 2. Eine Trio-Delegation sorgt bei ‚Klassik-Pop-et cetera’ für musikalische Vielfalt und spontane Moderation.

11:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

11:05 Uhr

Gesichter Europasaufnehmen

Der Gipfel - Im Maschinenraum des Europäischen Rats
Von Benjamin Dierks

Wenn die Staats- und Regierungschefs beim Europäischen Rat in Brüssel aufeinandertreffen, sollen sie die politische Richtung der EU vorgeben. Manchmal aber schaffen sie es nur, die größten Risse zwischen ihren oft divergenten Positionen zu kitten. Trotz großen Medieninteresses bleiben dabei all jene unsichtbar, die solche Treffen überhaupt möglich machen. Seien es die Diplomaten aus den Mitgliedsstaaten, die den Gipfel in mühsamer Kleinarbeit vorbereiten und bis zuletzt versuchen, die Forderungen der derzeitigen 28 Mitgliedsstaaten in Einklang zu bringen, oder die Beamten des Rats, die den Gipfel koordinieren und immer gewappnet sein müssen, falls die Chefs wieder einmal alles über den Haufen werfen. Was wäre der Gipfel ohne die Sicherheitsdienste, die Fahrer und nicht zuletzt die Küche, die das Abendessen zubereitet, bei dem schon manch wichtiger Entschluss gefallen ist? ‚Gesichter Europas’ werfen einen Blick hinter die Kulissen des Brüsseler Gipfelgeschehens.

12:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

12:10 Uhr

Informationen am Mittagaufnehmen

Berichte, Interviews, Musik

12:50 Internationale Presseschau  

13:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

13:10 Uhr

Themen der Wocheaufnehmen

13:30 Uhr

Eine Weltaufnehmen

Auslandskorrespondenten berichten

14:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

14:05 Uhr

Campus & Karriereaufnehmen

15:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

15:05 Uhr

Corso - Kunst & Popaufnehmen

Das Musikmagazin

16:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

16:05 Uhr

Büchermarktaufnehmen

Bücher für junge Leser

16:30 Uhr

Forschung aktuellaufnehmen

"Hallo Magenta"
Das neue Sprachassistenzsystem der Telekom

17:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

17:05 Uhr

Streitkulturaufnehmen

Haben Afrikaner ein Recht auf Migration?
Günter Nooke, Afrika-Beauftragter der Bundeskanzlerin, und der Soziologe Elisio Macamo im Gespräch
Am Mikrofon: Oliver Ramme

17:30 Uhr

Kultur heuteaufnehmen

Berichte, Meinungen, Rezensionen

18:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

18:10 Uhr

Informationen am Abendaufnehmen

18:40 Uhr

Hintergrundaufnehmen

19:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

19:05 Uhr

Kommentaraufnehmen

19:10 Uhr

Sport am Samstagaufnehmen

20:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

20:05 Uhr

Hörspielaufnehmen

November 1918 - Eine deutsche Revolution (2/3)
Verratenes Volk
Von Alfred Döblin
Komposition: Martina Eisenreich
Bearbeitung und Regie: Norbert Schaeffer
MIt Jan Hofer, Sebastian Rudolph, Jakob Diehl, Laura Maire, Tobias Diakow, Maresa Lühle, Siegfried W. Kernen, Victoria Trauttmansdorff, Jens Wawrczeck, Imogen Kogge, Gerhart Hinze,Sebastian Zimmler, Michael Evers, Dietmar Bär, Matthias Lange, Benjamin Utzerath, Achim Buch, Udo Kroschwald, Christian Redl, Florian von Manteuffel, Frank Stöckle, Samuel Weiss, Katharina Matz, Hanns Zischler, Anne Weber, Stephan Schad, Friedhelm Ptok, Wolfram Koch, Jona Mues, Tino Mewes, Jennipher Antoni, Astrid Meyerfeldt, Veit Stübner, Fjodor Olev, Benjamin Kramme, Kamel Bounoura, Hans-Jürgen Mende, Wolf-Dietrich Sprenger
Produktion: NDR/SWR 2014
Länge: 88'15
(Teil 3 am 23.12.2017)



Moments in time: November ´68 in Rock & Jazz (2/3)
von Karl Lippegaus

In seinem Erzählwerk ,November 1918' untersucht Alfred Döblin, Schriftsteller und Arzt, einen chronisch erkrankten Patienten - das Deutsche Reich. Was geschah in Deutschland, als sich im November 1918 die militärische Niederlage nicht länger leugnen ließ? Als - für einen kurzen Augenblick - alles möglich schien: Eine Revolution des Proletariats ebenso wie eine Diktatur des Militärs? Und welche Rolle spielte dabei Friedrich Ebert? In vier Bänden berichtet Alfred Döblin vom Ende des Ersten Weltkriegs in Erwartung des Zweiten, montiert dabei in raschem, schnitthaftem Wechsel der Perspektiven Dialog mit Monolog, Massenszene mit Kammerspiel, Zeitungsnachricht mit Poesie, politische Analyse mit persönlicher Wahnvorstellung, Ideologie mit christlicher Mystik, Fakten mit Fiktion. Der Jahrhundertroman, Döblins Hauptwerk, entstand in den Jahren 1937 bis 1943, auf der Flucht vor den Nationalsozialisten, im französischen und amerikanischen Exil. In Deutschland blieb er lange unbeachtet. Erst im Jahr 1978, zum hundersten Geburtstag des Schriftstellers, 21 Jahre nach dessen Tod, lag ,November 1918' zum erstenmal vollständig gedruckt vor.

Alfred Döblin (1878-1957) studierte in Berlin, zeitgleich literarische Tätigkeit. Führender Vertreter des Expressionismus. 1933 Emigration über Zürich nach Paris. 1946 Rückkehr nach Europa. Weitere Romane u.a. ,Die drei Sprünge des Wang-Iun' (1916), ,November' (1918-1950), ,Hamlet oder Die lange Nacht nimmt ein Ende' (1956).

22:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

22:05 Uhr

Atelier neuer Musikaufnehmen

Avantgarde aus Marseille
Die Errungenschaften des Monsieur Boeuf
Von Barbara Eckle

Georges Boeuf, Jahrgang 1937, ist ein Gründer gewesen. Marseille, wo er studierte, verdankt ihm das heute größte elektronische Studio Frankreichs, das Télémaque Ensemble für zeitgenössische Musik, nicht zuletzt die Kompositionsklasse am örtlichen Konservatorium. Als deren Leiter pflegte er offenes, unabhängiges Denken. Boeufs Schüler, darunter Yann Robin und Régis Campo, machen heute Karriere in der französischen Hauptstadt. Ihr Komponieren ist aber im Süden verankert, im Humor und im flexiblen Transitgeist der Mittelmeerstadt. Barbara Eckle sprach auch mit Régis Campo, der die Nachfolge seines heute 80-jährigen Lehrers am Marseiller Konservatorium übernommen hat.

22:50 Uhr

Sport aktuellaufnehmen

23:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

23:05 Uhr

Lange Nachtaufnehmen

Auf der Suche nach einer bewohnbaren Sprache in einem bewohnbaren Land
Die Lange Nacht zum 100. Geburtstag von Heinrich Böll
Von Terry Albrecht
Regie: Sabine Fringes

Kein Schriftsteller lag so im Widerstreit mit der Bundesrepublik wie ihr erster Literaturnobelpreisträger. Bis zu seinem letzten Roman ‚Frauen vor Flußlandschaft‘ rieb sich Heinrich Böll an seinem Land. Dessen restaurative Strukturen beschrieb er immer wieder in Romanen wie ‚Gruppenbild mit Dame‘ oder ‚Billard um halb zehn‘. Dabei stand seine Heimatstadt weniger im Zentrum seiner Bücher als allgemein angenommen wird. Böll hat hier seine literarische Prägung erfahren, seine ersten Schreibversuche gehen auf die ‚Straßenschule‘ in Köln zurück, gefolgt von einem langjährigen Soldatenleben, in dem er den Krieg hassen lernte. Als er darüber schrieb, wollte Ende der 40er-Jahre keiner etwas davon wissen. Viele seiner frühen Erzählungen sind erst kurz vor seinem Tod 1985 oder postum veröffentlicht worden, wie der Roman ‚Der Engel schwieg‘. Nicht nur in diesem Roman hat der gläubige Katholik Böll die Institution Kirche angegriffen und ihre Verstrickung in das Naziregime. Böll wurde zu dem literarischen Gewissen der Bundesrepublik. Dass sein öffentliches Engagement nicht von seinem literarischen zu trennen war, zeigt seine Auseinandersetzung mit dem Terrorismus der RAF in Reden, Essays und dem Roman ‚Die verlorene Ehre der Katharina Blum‘. Popularität erreichte Böll vor allem durch sein ‚Irisches Tagebuch‘ und seine gesellschaftskritischen Satiren wie ‚Dr. Murkes gesammeltes Schweigen‘ oder ‚Nicht nur zur Weihnachtszeit‘. Wie kein anderer Autor schrieb Heinrich Böll aus seiner Zeit heraus. Doch diese Zeiterfahrung seines Werkes hat viel Heutiges.

23:57 Uhr

National- und Europahymneaufnehmen

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Programmtipps

Mit einem Feuerwerk wird am 21.10.2017 das 175-jährige Jubiläum der Walhalla bei Donaustauf (Bayern) gefeiert.  (dpa, Armin Weigel)
Das letzte MalDie Kunst des Abschiednehmens
Lebenszeit 15.12.2017 | 10:10 Uhr

In zwei Wochen feiern wir Silvester und nehmen damit Abschied vom Jahr 2017. Nur sehr selten begehen wir solch einen Moment des Abschiednehmens so bewusst wie am Jahresende. Das Zelebrieren des letzten Mals kann schön oder sogar lustig sein - aber auch sehr schmerzhaft und traurig.

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