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Seit 22:05 Uhr Musikszene

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 20.09.2015
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Imperiales Erbe einer untergegangenen Macht
Eine 'Lange Nacht' über die Wiener Ringstraße
Von Stefan May
Regie: Rita Höhne

Vor 150 Jahren, am 1. Mai 1865, wurde die Wiener Ringstraße feierlich eröffnet. Kaiser Franz Joseph hatte die alten Stadtmauern niederreißen und an ihrer Stelle einen Prachtboulevard rund um die Innenstadt anlegen lassen. Um den Bau zu finanzieren, sprang der zumeist jüdische Geldadel ein und finanzierte nicht nur die repräsentativen Bauten des Staates mit, wie Burgtheater, Rathaus und Parlament, sondern auch pompöse eigene Palais. Die Wiener Ringstraße wirkt als größtes städtebauliches Projekt des 19. Jahrhunderts in Europa heute stilistisch sehr geschlossen. Im Unterschied zu bedeutenden Verkehrsadern anderer Großstädte ist sie aber nicht monothematisch angelegt: Sie ist weder Aufmarsch-Straße noch Kulturmeile, auch nicht Zentrum eines Wissenschaftscampus oder Bankenviertels - "der Ring" bildet Österreichs Leben und Geschichte ab: politisch, wissenschaftlich, wirtschaftlich und kulturell. Eine 'Lange Nacht' über die Wiener Ringstraße - mit ihrem reichen architektonischen Erbe ebenso wie mit Skurrilem unter der Erde, mit dem Glanz der Museen und Theater und mit dem Verbrechen, wo man es nicht vermutet.

01:00 Nachrichten 

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

02:05 Sternzeit 

02:07 Konzertmomente 

Béla Bartók
'Kossuth'. Sinfonische Dichtung für großes Orchester
hr-Sinfonieorchester
Leitung: Andrés Orozco-Estrada

03:00 Nachrichten 

03:05 Schlüsselwerke 

Guiseppe Verdi
Quartett für zwei Violinen, Viola und Violoncello e-Moll

Christian Tetzlaff, Violine
Florian Donderer, Violine
Hartmut Rohde, Viola
Maximilian Hornung, Violoncello

Aufnahme vom 11.6.15 aus dem Wasserkraftwerk in Heimbach

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

04:05 Die neue Platte XL 

05:00 Nachrichten 

05:05 Auftakt 

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

06:10 Uhr

Geistliche Musik

Johann Sebastian Bach
'Wer weiß, wie nahe mir mein Ende'. Kantate am 16. Sonntag nach Trinitatis für Soli, Chor und Orchester, BWV 27
Dorothee Mields, Sopran
Matthew White, Alt
Hans Jörg Mamme, Tenor
Thomas Bauer, Bass
Chor und Orchester: Collegium Vocale Gent
Leitung: Philippe Herreweghe

Johann Ludwig Krebs
Fuge über den Namen B-A-C-H für Orgel B-Dur, Krebs-WV 434
Felix Friedrich, Orgel

Georg Friedrich Händel
'Dixit Dominus'. Geistliches Konzert für Soli, Chor und Orchester g-Moll, HWV 232
Balthasar-Neumann-Chor und -Ensemble
Leitung: Thomas Hengelbrock

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Information und Musik

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen
Die 44 Tage von Ossola - Eine vergessene Partisanenrepublik in Italien und die europäische Erinnerungskultur

Kein Maikäfer fliegt - Erfahrungen der Deutschen im Zweiten Weltkrieg
Ein Interview mit dem Historiker Nick Stargardt

Schwarz, rot, gold, bunt - Deutsch werden
Zur Integration von Flüchtlingen ein Interview mit dem Historiker Paul Nolte

07:30 Nachrichten 

07:50 Kulturpresseschau

Auszüge aus den Feuilletons der Woche

Alles auf Anfang? Neuwahl in Griechenland
Ein Interview mit dem Wirtschaftswissenschaftler Spyridon Paraskevopoulos

Denk ich an Deutschland: der Schriftsteller Tilman Spengler

Am Mikrofon: Burkhard Müller-Ullrich

08:00 Nachrichten 

08:30 Uhr

Nachrichten

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgen

Religiöses Wort
Die Kraft der Vergebung - Eine Begegnung mit dem Neurologen, Psychiater und Psychotherapeuten Konrad Stauss
Von Andrea Fleming
Katholische Kirche

08:50 Uhr

Presseschau

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 450 Jahren: Die Spanische Hofreitschule wird in Wien gegründet

09:10 Uhr

Die neue Platte

Kammermusik

09:30 Uhr

Essay und Diskurs

Architektur für Benachteiligte
Alexander Hagner im Gespräch mit Jochen Rack

Gelebte Diversität und ein Miteinander im urbanen Raum sind das erklärte Ziel von Alexander Hagner. Er arbeitet an einer Architektur für Benachteiligte. 2013 realisierte er den Umbau eines Biedermeierhauses zu einem weltweit einzigartigen Gemeinschaftswohnprojekt von Obdachlosen und Studenten im 9. Wiener Bezirk, dem 'VinziRastmittendrin'. 2014 wurde das Projekt mit dem österreichischen Bauherrenpreis ausgezeichnet. Alexander Hagner, geboren 1963, ist Gastprofessor für Architektur an der TU Wien und Mitgründer des Wiener Architekturbüros 'gaupenrau'. Mit Jochen Rack erörtert er Fragen zur sozialen Funktion von Architektur und gibt Auskunft zu seinen aktuellen Projekten vom kollektiven Wohnen, insbesondere unter inklusiven Aspekten.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Gottesdienst

Übertragung aus der St. Ansgarii-Gemeinde in Bremen-Schwachhausen
Predigt: Pastorin Ulrike Oetken
Evangelische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Interview der Woche

Andrea Nahles, SPD, Bundesarbeits- und Sozialministerin

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergang

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

Englands Südwesten
Auf den Spuren von Jane Austen in Bath

Bummeln über die Hauptstraße
Jakarta am autofreien Sonntagvormittag

Sachsens Heimatstein
Im Porphyr-Steinmetzkurs in Rochlitz

Einsam unter Zehntausenden
Wie ein Einsiedler auf der französischen Touristeninsel Porquerolles lebt

Weiß-Blau in der Flagge
Griechenland und die bayerischen Einflüsse

Am Mikrofon: Julian Kuper

12:00 Nachrichten 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Informationen am Mittag

13:30 Uhr

Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person
Der Musiker und Schauspieler Andy Kuntz im Gespräch mit Joachim Scholl

Als Rocksänger und Schauspieler vollführt Andy Kuntz seit vielen Jahren den künstlerischen Spagat: Seine Band Vanden Plas produziert Art-Rock von internationalem Format, das Theater seiner Heimatstadt Kaiserslautern profitiert von seiner darstellerischen Kunst. Wie diese doppelte Künstler-Existenz zu bewältigen ist, und warum Vanden Plas in Japan bekannter ist als in Deutschland - darüber wird sich Andy Kuntz mit Joachim Scholl unterhalten.

14:00 Nachrichten 

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Rock et cetera

Disco Deutschland - die Musik von DJ Westbam aus Münster
Von Andreas Dewald

Geboren wurde Maximilian Lenz 1965 im beschaulichen Münster. Seine Erziehung könnte man antiautoritär nennen und mit vier Jahren war er schon Hippie. Seine musikalische Laufbahn startete Anfang der 80er-Jahre als Bassist im Umfeld der Punkband Geniale Dilettanten. Kurz darauf begann er als DJ zu arbeiten, Platten aufzulegen, indem er die Kunst des Mixens, Cuttens und Scratchens von Amerika nach Deutschland importierte. Seine 'Record Art' veränderte die Rolle des DJ und revolutionierte die Tanzmusik. In Anlehnung an sein frühes Vorbild Africa Bambaata nannte er sich anfangs Westfalia Bambaata, später kurz Westbam. Seine eigenen Veröffentlichungen ab 1984, wie 'Disco Deutschland', 'Monkey Say, Monkey Do' und 'Sonic Empire' oder 'Celebration Generation', wurden weltweit zu Club- und dann auch zu Verkaufshits. Als Mitbegründer des Labels Low Spirit, der Loveparade und der Großveranstaltung Mayday prägte Westbam als DJ-Tycoon, Musikproduzent und Labelchef die deutsche Techno-Landschaft ganz wesentlich. Für sein Album 'Götterstraße' von 2013 konnte er internationale Prominenz wie Kanye West, Iggy Pop, Brian Molko gewinnen. Im Frühjahr 2015 hat Westbam seine Autobiografie 'Die Macht der Nacht' veröffentlicht, die ihn als klugen Kopf und Künstler dieser Kultur sowie als wortgewandten Geschichtenerzähler mit ungebrochen großer Liebe zur Musik ausweist.

16:00 Uhr

Nachrichten

16:10 Uhr

Büchermarkt

Aus dem literarischen Leben
Das Buch der Woche

Kazuo Ishiguro: Der begrabene Riese
Aus dem Englischen von Barbara Schaden
(Blessing Verlag, München)
Ein Beitrag von Hubert Spiegel

Am Mikrofon: Denis Scheck

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Wissenschaft im Brennpunkt
Wissenschaftsmüll
Warum Forschung nicht hält, was sie verspricht
Von Martin Hubert

In den Laboren der Welt wird nicht nur geforscht, sondern auch gepfuscht. Dabei dreht sich die Debatte derzeit weniger um Betrug, sondern um Inkompetenz und Schlamperei, und das auch noch in großem Stil. Eigentlich sollen Biomediziner nach Substanzen und Methoden suchen, etwa gegen Krebs oder Schlaganfall. Sie experimentieren mit Zellkulturen und Versuchstieren, testen die Wirkung und ergründen potentielle Nebenwirkungen. Neuere Studien zeigen jedoch, dass sich bis zu 80 Prozent dieser präklinischen Studien nicht reproduzieren lassen. Offenbar werden hier riesige Geldbeträge in den Sand gesetzt und wissenschaftliche Ressourcen vergeudet. Sogar die Pharmaindustrie schlägt  Alarm. Bei der Frage, wie das Problem angegangen werden könnte, scheiden sich die Geister. Braucht die präklinische Forschung eine Revolution - oder reichen Reformen?

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Kulturfragen

Debatten und Dokumente

Von der Neuordnung Europas zur Ordnungssuche in der Welt heute
Frank-Walter Steinmeiers Rede zum 70. Jahrestag des Potsdamer Abkommens und zur Verleihung des M100 Medienpreises

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen

Fest im Sattel - Mit Berlioz "Les Troyens" eröffnen Michael Thalheimer und Kent Nagano die neue Spielzeit an der Hamburger Staatsoper

"Ich kenne kein Weekend" - Die Sammlung René Block in der Berlinischen Galerie und im Kunstverein

"2099" - Das Zentrum für politische Schönheit inszeniert am Theater in Dortmund

Die 44 Tage von Ossola - Eine vergessene Partisanenrepublik in Italien und die europäische Erinnerungskultur

"The Broad" - In Los Angeles wurde gestern Abend das Supermuseum des Sammlers und Mäzens Eli Broad eröffnet

Am Mikrofon: Michael Köhler

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Neue Eskalationen - Die Türkei und der Kurdenkonflikt

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Sonntag

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Freistil

Panzerfahren für Papi
Das Geschäft mit den Erlebnisgeschenken
Von Christoph Spittler
Regie: Robert Steudtner
Produktion: DLF 2015

Im Supermarkt kann man alles kaufen. Seife, Butter, Bier und neuerdings auch: Erlebnisse. An der Kasse hängen sie, die Erlebnispakete von Dienstleistern wie Mydays, Jochen Schweizer oder Smartbox. Was sich die Anbieter unter Erlebnissen so vorstellen, ist selten besonders fantasievoll. Ein Fallschirmsprung, ein Erotik-Fotoshooting, einen Tag lang Bodyguard sein, einen Song im Studio aufnehmen oder einmal Bagger fahren. Erlebnisse kaufen? Hat man die nicht von alleine? Ist das der Endpunkt der Kommerzialisierung, wenn Leben selbst, in leicht verdauliche Pakete konfektioniert, zur Ware gemacht wird? Welches Ideal von Leben steckt dahinter? Das Leben als eine Aneinanderreihung von möglichst vielen schönen oder zumindest besonderen Erlebnissen, die man kaufen kann wie ein neues Handy oder ein paar Stiefel? Und was erlebt man eigentlich genau im gekauften Erlebnis? Der Soziologe Gerhard Schulze prägte 1992 das Schlagwort von der 'Erlebnisgesellschaft'. Sind wir erst jetzt, im Zeitalter der konsumierbaren Erlebnispakete, richtig dort angekommen?

21:00 Uhr

Nachrichten

21:05 Uhr

Konzertdokument der Woche

'Provinzlärm' Eckernförde 2015

Natalia Solomonoff
raunächte

Gerald Eckert
sopra di noi … (Niente)

Luciano Berio
Lied

Iannis Xenakis
Charisma

Maria Boulgakowa, Sopran
Nataila Solomonoff, Elektronik
Ensemble reflektion K
Leitung: Gerald Eckert

Dass das Ostseebad Eckernförde in der Provinz liegt, steht außer Frage. Und die Neue Musik wird von manchen immer noch als Lärm missverstanden. Die Festivalmacher von 'Provinzlärm', die Flötistin Beatrix Wagner und der Komponist, Dirigent und Cellist Gerald Eckert, kokettierten mit diesen Klischees, als sie das im Zweijahresrhythmus ausgetragene Internationale Festival für Neue Musik Eckernförde so nannten. Vom 20. - 22. Februar 2015 wurde nun bereits zum fünften Mal 'Provinzlärm' gemacht. Und das Programm der ersten Konzerte umfasste ein breites Spektrum von größer besetzten neuen Stücken von Natalia Solomonoff und Gerald Eckert, interpretiert vom Ensemble Reflexion K, bis zu Solowerken von Luciano Berio und Iannis Xenakis.

22:00 Nachrichten 

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Das war der Tag

23:30 Uhr

Sportgespräch

23:57 Uhr

National- und Europahymne

Auswahl nach Datum

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