Sonntag, 17.12.2017

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 26.03.2017
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Dieser Paragraph Hoffnung
Die Lange Nacht vom Loslassen
Von Margarete Groschupf
Regie: Uta Reitz-Rosenfeldt

Manche Familienkonflikte sind nicht lösbar, das Leben geht trotzdem weiter. Was tun? Menschen erzählen vom Loslassen, vom Verlassen der Familie. Das sind schmerzhafte und anstrengende Prozesse, es geht nicht nur um den äußeren Schritt. Danach allerdings winkt die Freiheit, man selbst zu sein und die Chance, radikal künstlerisch zu arbeiten. Diego stammt aus einer Militärdynastie in Ecuador, er malt in Berlin die Vulkanlandschaft seiner Heimat. Michela will nicht schizophren werden, rettet sich aus Italien nach Wien, als Malerin bricht sie aus. Die Mutter liegt tablettensüchtig im Bett. Und nach dem Tod der Mutter sieht alles noch einmal anders aus. Bridge verzeiht ihrem jüdischen Vater die Verstörtheit, ihren Brief liest er vor seinem Tod nicht. Sie wird Puppenspielerin und strippt, ist heute Performerin. Marianne entdeckt Kriminalität, seit sie klar denken kann. Missbrauch und Schläge, all die Jahre steht sie unter Schock, heute trifft sie ihre vier Kinder nicht mehr. Martin versteht das merkwürdige Verhalten seiner Mutter Alice ihm gegenüber als Wiederholungsspiel ihrer Verfolgung als Jüdin in Polen, er macht eine LSD-Therapie und fühlt sich heute ebenbürtig. Christians Stiefvater war ein typischer Zwangsneurotiker, aber diese Art von Abschied war dann doch hart. Eine 'Lange Nacht' über Lebenswege, auf denen sich Aufbegehren und Verzweiflung, Hoffnung und Ernüchterung immer wieder begegnen.

01:00 Nachrichten 

02:00 Uhr

Umstellung MESZ

03:00 Uhr

Nachrichten

03:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

03:05 Heimwerk 

Domenico Gallo

Sonata a quattro Nr. 4 g-Moll

Sonata a quattro Nr. 6 B-Dur

Sonata a quattro Nr. 8 Es-Dur

Sonata a quattro Nr. 2 F-Dur

Sonata a quattro Nr. 10 A-Dur

Sonata a quattro Nr. 12 g-moll

Concerto Melante (Mitglieder & Gäste der Berliner Philharmoniker)

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

04:05 Die neue Platte XL 

05:00 Nachrichten 

05:05 Auftakt 

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

06:10 Uhr

Geistliche Musik

John Sheppard
'Laudate pueri dominum'. Motette a 4
Hilliard Ensemble

Max Reger
Präludium und Fuge G-Dur, op 56,3
Rosalinde Haas, Orgel

Johann Sebastian Bach
'Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren'. Kantate für Soli, Chor und Orchester, BWV 137
Katharine Fuge, Sopran
Robin Tyson, Countertenor
Christoph Genz, Tenor
Monteverdi Choir
The English Baroque Soloists
Leitung: John Eliot Gardiner

Franz Liszt
'Evocation à la Chapelle Sixtine' für Orgel, R 400
Christoph Anselm Noll, Orgel

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Information und Musik

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

Terror in London - Zur aktuellen Lage

Ja oder nein - Spaltet das Präsidialreferendum die Türken in Deutschland? Ein Interview mit Gökay Sofuoðlu, Vorsitzender der türkischen Gemeinde in Deutschland

Ist Irren nützlich? Ein Interview mit dem Neurobiologen Henning Beck

07:30 Nachrichten 

07:50 Kulturpresseschau

Auszüge aus den Feuilletons der Woche

Hungerkatastrophe in Afrika - Ein Interview mit dem Globalisierungskritiker Jean Ziegler

Denk ich an Deutschland: die Schauspielerin Claudia Michelsen

Am Mikrofon: Birgid Becker

08:00 Nachrichten 

08:30 Uhr

Nachrichten

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgen

Religiöses Wort
Sie wussten was sie tun? Passionsgeschichte von Massen, Mächtigen und Manipulation
Von Antje Borchers
Evangelische Kirche

08:50 Uhr

Presseschau

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 125 Jahren: Der amerikanische Dichter Walt Whitman gestorben

09:10 Uhr

Die neue Platte

Alte Musik

09:30 Uhr

Essay und Diskurs

RE: DAS KAPITAL (8/9)
Wert und Anti-Wert - Krisen sind immer überall möglich
Von David Harvey
(Teil 9 am 29.3.17)

Vor 150 Jahren erschien 'Das Kapital' von Karl Marx. Mutmaßungen über das Ende des Kapitalismus werden schon längst nicht mehr nur von stehengebliebenen Sozialisten, sondern unter den Eliten der Weltwirtschaftsgipfel diskutiert. Grund genug, 'Das Kapital' noch einmal gründlich zu lesen. In einer Deutschlandfunk-Sendereihe untersuchten im vergangenen Jahr sechs Autoren die Brauchbarkeit des Buches für das Verständnis unserer Gegenwart. Als achter Autor nun stellt der amerikanisch-britische Marxist und Sozialtheoretiker David W. Harvey, geboren 1935, seine Thesen vor. Mit seinem Werk 'Social Justice and the City' begründete er eine historisch-materistische Gegenwartsgeografie. Im Dezember 2016 zeigte er im Internet eine sechsteilige Video Lecture zu Marx und 'Das Kapital: The Concept, The Book, The History.' In seinem Beitrag für den Deutschlandfunk untersucht Harvey den Wertbegriff im 'Kapital' im Blick auf aktuelle Phänomene wie Schuldenkrisen, Wachstumsschwäche und die Möglichkeiten antikapitalistischer Bewegungen. Mathias Greffrath, der die Reihe auch kuratiert hat, gibt die Deutschlandfunk-Essays nun als Buch heraus, das im März 2017 unter dem Titel 'RE: DAS KAPITAL' im Verlag Antje Kunstmann erscheint.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Gottesdienst

Übertragung aus der Pfarrkirche St. Aureus und Justina in Bingen-Büdesheim
Predigt: Pfarrer Norbert Kley
Katholische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Interview der Woche

Frank-Jürgen Weise, Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergang

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

Land der hoffnungsvollen Menschen
Sierra Leone in Westafrika

Faszinierende Ungleichzeitigkeiten
Besuch in Vietnams Metropole Hanoi

Auftakt der Stintsaison
Bei den Elbfischern aus Hoope in Niedersachsen

Museum auf der Landebahn
Estlands neues Nationalmuseum in Tartu

Am Mikrofon: Andreas Stopp

12:00 Nachrichten 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Informationen am Mittag

13:30 Uhr

Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person
Der Kunstpädagoge Gerold Eppler im Gespräch mit Marietta Schwarz

Gerold Eppler ist in den vergangenen 25 Jahren vom Steinbildhauer zum Fachmann für Begräbniskultur geworden. Seit 1992 arbeitet er am Kasseler Museum für Sepulkralkultur, dessen kommissarischer Leiter er momentan ist.
Der Tod beschäftigt Gerold Eppler seit seinem Zivildienst in einer psychiatrischen Klinik. Nach der Lehre zum Steinbildhauer studierte er Kunstpädagogik. Seit der Gründung des Museums für Sepulkralkultur 1992 vermittelt er Besuchern das Tabuthema Tod - vom Schrumpfen deutscher Friedhöfe über Mode mit Totenköpfen bis zur Kulturgeschichte der Angst vor dem Scheintod.

14:00 Nachrichten 

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Rock et cetera

25 und stets wandelbar
Die schwedische Progressive Metal-Band Opeth
Von Thomas Elbern

Seit mehr als 25 Jahren überrascht die schwedische Band Opeth ihre Fans: mal spielen sie Death Metal, mal Progressive, mal Classic Rock. Während auf den ersten drei Alben Death Metal konformer, gutturaler Gesang zu hören ist, das sogenannte Growlen, änderte die Gruppe nach und nach den Sound in Richtung Progressive - bis hin zu 'richtigem' Gesang. Mittlerweile gehört Opeth zu den schwedischen Exportschlagern und füllt bei ihren Konzerten große Hallen. Mastermind Mikael Akerfeldt und seine gut eingespielte Band fordern ihre Zuhörer, indem sie eine breite klangliche Palette aus düsteren, komplex komponierten Songs anbieten. Das aktuelle, zwölfte Album 'Sorceress' stieg sogar auf Platz eins der deutschen Album-Charts ein.

16:00 Uhr

Nachrichten

16:10 Uhr

Büchermarkt

Aus dem literarischen Leben
Das Buch der Woche
Live von der Leipziger Buchmesse

Was uns ausmacht
Angela Gutzeit im Gespräch mit dem Journalisten und Publizisten Christoph Dieckmann und dem Politikwissenschaftler Andre Wilkens

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Wissenschaft im Brennpunkt
Auslese. Naturwissenschaftliche Fach- und Sachbücher
Überschätzte Gene - Was unser Erbgut wirklich verrät
Mit Ralf Krauter, Dagmar Röhrlich und Michael Lange

Als Wissenschaftler 2001 verkündeten, sie hätten das menschliche Erbgut entschlüsselt, sorgte das weltweit für Schlagzeilen. Experten sprachen von der Mondlandung der Biologie, andere schwärmten: „Jetzt lernen wir die Sprache, in der Gott das Leben schuf.“ Doch die hehren Hoffnungen wurden enttäuscht. Die revolutionären Durchbrüche in der Medizin, die Bioforscher damals in Aussicht stellten, sind ausgeblieben. Den Bauplan des Lebens zu kennen, heißt eben noch lange nicht, ihn wirklich zu verstehen. Außerdem kristallisiert sich zunehmend heraus, dass die Macht der Gene jahrzehntelang überschätzt wurde. Aus Euphorie wurde Ernüchterung: Was können DNA-Tests wirklich vorhersagen? Welcher Teil unseres Schicksals steht im Erbgut geschrieben? Aktuelle Sachbücher ziehen kritisch Bilanz und beleuchten neueste Erkenntnisse, die besagen: Unser Verhalten beeinflusst, welche Gene aktiv sind. Welche Neuerscheinungen lesenswert sind, verrät das Sachbuchtrio.

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Kulturfragen

Debatten und Dokumente

Mathias Énard erhielt den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung: Laudatio und Dankrede

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen

"Der zerbrochne Krug" - Michael Thalheimer inszeniert Kleist's Komödie am Hamburger Schauspielhaus

„Fidelio” - Weimars Intendant Hasko Weber debütiert als Opernregisseur mit Beethoven

Getanzte Inspiration - "The Vital Unrest" von Bridget Breiner in Gelsenkirchen

Bilanz der Leipziger Buchmesse 2017

Am Mikrofon: Katja Lückert

17:55 Uhr

Deutschlandfunk aktuell - Das Saarland hat gewählt

18:05 Nachrichten 

19:00 Nachrichten 

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Freistil

"Ein Auto, in dem man überlebt ..."
Wenn Dichter Werbung machen
Von Joseph Berlinger
Regie: der Autor
BR 2016

Schriftsteller, die Werbetexte schreiben, gibt es viele. Die Dunkelziffer ist hoch. Es gab sie schon, bevor die Welt dem Konsumrausch verfiel. Im späten 19. Jahrhundert stand Frank Wedekind im Dienst von Julius Maggi und dichtete Werbung für dessen Suppen. Im Jahre 1926 hatte Bertolt Brecht wenig Geld, wünschte sich aber ein neues Auto. Also machte er mehreren Firmen ein Angebot: Werbegedicht gegen Straßenkreuzer. Der Hersteller Steyr erhielt von Brecht einen Slogan. Der bekam seinen Neuwagen - und fuhr ihn zu Schrott. Brecht dichtete erneut: "Ein Auto, in dem man überlebt …". Und Steyr belohnte ihn mit einem neuen Auto. Das Feature erinnert an die beim Werben dilettierenden Altmeister der Dichtkunst und befragt ein paar zeitgenössische Schriftsteller, die schon einmal schwach geworden sind.

21:00 Uhr

Nachrichten

21:05 Uhr

Konzertdokument der Woche

Mozartfest Würzburg 2016

Ludwig August Lebrun
Konzert für Oboe und Orchester Nr. 1 d-Moll

Adrien Boieldieu
Konzert für Harfe und Orchester C-Dur

Wolfgang Amadeus Mozart
Sinfonie Nr. 25 g-Moll, KV 183

Konzert für Oboe, Harfe und Orchester C-Dur, KV 299

Isabelle Moretti, Harfe
François Leleux, Oboe
Orchestre de Chambre de Paris

Aufnahme vom 26. Juni 2016 aus der Würzburger Residenz
Am Mikrofon: Ursula Böhmer

Gemessen an der stark hofierten Violine, dem Cello oder dem Klavier rangierte die Oboe traditionell eher im Schatten der Solo-Instrumente. Doch derzeit steht sie erstaunlich hoch im Kurs, Dank engagierter Interpreten wie Albrecht Mayer oder dem Franzosen François Leleux. Leleux war im vergangenen Juni beim Mozartfest Würzburg zu Gast und glänzte dort in der Doppelrolle als Interpret und Dirigent. Gemeinsam mit dem Orchestre de Chambre de Paris und der Harfenistin Isabelle Moretti brachte er Werke des Mannheimer Klassik-Komponisten Ludwig August Lebrun, des Früh-Romantikers François-Adrien Boieldieu und natürlich von Wolfgang Amadeus Mozart zu Gehör.

22:00 Nachrichten 

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Das war der Tag

23:30 Uhr

Sportgespräch

Zum 120. Geburtstag von Sepp Herberger:
"Wie Sepp Herberger zu seinen Weisheiten kam"

Matthias Friebe im Gespräch mit Manuel Neukirchner, Autor „Herbergers Welt der Bücher“

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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Programmtipps

Bach Bachwochen (dpa / picture alliance / Michael Reichel)
Klassische MusikMehr Mut - weniger verstaubte Rituale
Kulturfragen 17.12.2017 | 17:05 Uhr

Musik von den Eliten zurückholen und wieder Kultur für Alle machen: Der Konzertagent und Autor Berthold Seliger fordert eine grundlegende Revolution des Klassikbetriebs. Sein Buch "Klassikkampf" ist ein Plädoyer für die sogenannte Ernste Musik und für mehr Mut zu Neuem in Konzert- und Opernhäusern, wie er im Dlf erklärte.

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