Montag, 11.12.2017

Programm: Vor- und Rückschau

Dienstag, 26.12.2017
00:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

00:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionachtaufnehmen

00:05 Fazit

Kultur vom Tage
(Wdh.)

01:00 Nachrichten  

01:05 Jazz im DLF  

Goldsucher und Grenzgänger
Meditative Klänge von nah und fern

Am Mikrofon: Karl Lippegaus

02:00 Nachrichten  

02:05 Sternzeit  

02:07 Jazz im DLF  

03:00 Nachrichten  

03:05 Jazz im DLF  

03:55 Kalenderblatt  

04:00 Nachrichten  

04:05 Jazz im DLF  

05:00 Nachrichten  

05:05 Jazz im DLF  

06:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

06:05 Uhr

Geistliche Musikaufnehmen

Georg Philipp Telemann
'Der Herr hat offenbaret'. Kantate auf Weihnachten 1762 für Soli, Chor und Orchester, TWV 1:262
Constanze Backes, Sopran
Mechthild Georg, Alt
Andreas Post, Tenor
Klaus Mertens, Bass
Kammerchor Michaelstein
Telemann-Kammerorchester Michaelstein
Leitung: Ludger Rémy

Johann Sebastian Bach
'Selig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet'. Kantate zum 2. Weihnachtstag für Soli und Orchester, BWV 57
Julia Neumann, Sopran
Antonia Frey, Alt
Nicolas Savoy, Tenor
Ekkehard Abele, Bass
Orchester der J. S. Bach-Stiftung
Leitung: Rudolf Lutz

Marcel Dupré
'Variations sur un vieux Noël' für Orgel, op. 20
Thomas Trotter, Orgel

07:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

07:05 Uhr

Information und Musikaufnehmen

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

07:30 Nachrichten  

08:00 Nachrichten  

08:30 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

08:35 Uhr

Tag für Tagaufnehmen

Aus Religion und Gesellschaft
Als Jude geboren in Bethlehem: Wie sich jüdische Künstler und Denker zu Jesus äußern
Edna Brocke im Gespräch mit Andreas Main

09:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

09:05 Uhr

Kalenderblattaufnehmen

Vor 60 Jahren: Ingmar Bergmans Film "Wilde Erdbeeren" wird uraufgeführt

09:10 Uhr

Die neue Platteaufnehmen

Kammermusik

09:30 Uhr

Essay und Diskursaufnehmen

Realitäten und Zustände
Fremdwort
Kübra Gümüşay im Gespräch mit Florian Fricke

Kübra Gümüşay gilt als eine der wichtigsten migrantischen, muslimischen und feministischen Stimmen in der Bundesrepublik. In Hamburg in dritter Generation einer türkischen Einwandererfamilie geboren, studierte sie Politikwissenschaft und arbeitet heute als freie Journalistin und Netzaktivistin. Sie lebt mit ihrer Familie in Oxford und Hamburg. Ihr Markenzeichen ist ihr Kopftuch, darum heißt ihre taz-Kolumne auch „Das Tuch“.

2008 gründete Kübra Gümüşay ihren Blog „Ein Fremdwörterbuch“, auf dem sie über Politik, Gesellschaft, Islam und Medien schreibt. Gümüşay mischt sich immer wieder in aktuelle politische Debatten ein. So initiierte sie nach den Vorkommnissen in der Kölner Silvesternacht 2015/16, als es zu sexuellen Übergriffen kam, den Hashtag #ausnahmslos, um gegen die Instrumentalisierung feministischer Positionen zu rassistischen Zwecken protestieren und ein emotionales Zeichen zu setzen gegen den Hass im Netz.

Florian Fricke fragt die Netzaktivistin nach dem ständigen Kampf um Anerkennung in einem Land, das sich der neuen Herausforderung einer wiedererstarkten extremen Rechten stellen muss. Und auch über die Anerkennung in der digitalen Welt, die ihren eigenen chauvinistischen Regeln gehorcht.

Florian Fricke ist freier Hörfunk-Journalist, seine Heimatredaktion ist der Zündfunk auf Bayern2. Seine Schwerpunkte sind Musik, Popkultur und soziokulturelle Themen.

10:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

10:05 Uhr

Gottesdienstaufnehmen

Übertragung aus der Pfarrgemeinde A.B. in Gols (Burgenland)
Predigt: Bischof Michael Bünker
Evangelische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

11:05 Uhr

Musik-Panoramaaufnehmen

„Einfach legendär“
Der 66. Internationale Musikwettbewerb der ARD 2017
Am Mikrofon: Kathrin Hasselbeck

Mit einem Bewerberrekord startete Ende August der 66. Internationale Musikwettbewerb der ARD in München. 640 junge Musikerinnen und Musiker aus 53 Ländern wollten sich in den Fächern Klavier, Geige, Oboe und Gitarre messen. Zugelassen wurden knapp zweihundert. Sie spielten um die begehrten Preise, die schon oft zum Sprungbrett für eine junge Karriere geworden sind. Besonders die Gitarristen zogen dieses Jahr viel Aufmerksamkeit auf sich - denn erstmals seit 1993 gehörte ihr Fach beim ARD-Musikwettbewerb wieder zum Programm. Am Ende von drei Wochen mit vielen Vorspielen, enttäuschten Ausgeschiedenen und stolzen Finalisten stand ein bemerkenswertes Ergebnis fest: Nur im Fach Klavier verlieh die Jury einen ersten Preis - in allen anderen Kategorien blieb der erste Platz unbesetzt. Trotzdem wurden alle zwölf ausgezeichneten Musiker gebührend gefeiert. Sie gehören jetzt zu einer erlesenen Riege. Eine Preisträgerin im Fach Oboe formulierte es so: „Der ARD-Wettbewerb ist so legendär, man kennt die Gewinner, das sind die, zu denen man aufblickt.“

12:00 Nachrichten  

13:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

13:05 Uhr

Informationen am Mittagaufnehmen

13:30 Uhr

Sinfonisches Konzertaufnehmen

Joseph Haydn
Sinfonie Nr. 103 Es-Dur, Hob. I:103
Kammerorchester "Carl Philipp Emanuel Bach"
Leitung: Hartmut Haenchen

14:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

14:05 Uhr

Freistilaufnehmen

Quilombos 
Brasiliens einstige Sklavendörfer heute
Von Karl-Ludolf Hübener
Regie: Uta Reitz
Produktion: Dlf 2017

Millionen Afrikaner wurden ins koloniale Brasilien verschleppt und versklavt. Viele flüchteten in unzugängliche Regenwälder oder an die Stadtränder. Sie gründeten Wehrdörfer, Quilombos genannt. Ursprünglich ein Synonym für Flucht und Widerstand, steht Quilombo bis heute für Gemeinden afrikanischen Ursprungs. Mehrere tausend Quilombos existieren noch, verstreut über ganz Brasilien. Den Nachfahren der Sklaven setzen heutzutage landgierige Großgrundbesitzer oder Immobilienhaie zu. Allen Widrigkeiten zum Trotz versuchen die Quilombolas ihre Kultur und Traditionen zu bewahren, ob in der Küche, in der naturschonenden Landwirtschaft, in der Candomblé-Religion oder mit Jongo-Rhythmen, den Vorläufern der Samba.

15:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

15:05 Uhr

Musikszeneaufnehmen

Trommeln, Gospel, Plastikbaum
Christliche Weihnachtsrituale in Tansania
Von Bettina Brand

Die Kirchen sind vollbesetzt, ausgelassene Gospelgottesdienste mit Keyboard-Begleitung sind sehr beliebt. Doch aus den Dörfern rund um die Hauptstadt Dodoma kommen die Frauen der Wagogo und spielen auf sanduhrförmigen Trommeln, die sie zwischen ihre Beine klemmen. Dazu singen sie traditionelle Lieder in der Sprache Chigogo. Der Inhalt ist seit der Kolonialisierung von der christlichen Weihnachtsgeschichte geprägt, aber nicht nur. Wie feiert man in Tansania Weihnachten bei 30 Grad? Bettina Brand hat vor Ort Musik, Lieder und Geschichten aufgenommen und das nicht ohne den süßen Krapfen Mandazi.

16:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

16:05 Uhr

Büchermarktaufnehmen

Bücher für junge Leser

16:30 Uhr

Forschung aktuellaufnehmen

Wissenschaft im Brennpunkt
Die Maschine
Über das Dunkle in der Black Box
Von Thomas Reintjes

Welche dieser Entscheidungen kann man einem Computersystem überlassen: Aktien kaufen oder verkaufen? Die Bahn nehmen oder das Fahrrad? Weiter ins Büro gehen oder studieren? Diese Frage stellt sich für die Angestellte Marie Winkler, als vor ihrer Wohnung ein schwarzer Kasten auftaucht, der sich als hoch entwickelte künstliche Intelligenz entpuppt. Die Maschine gibt scheinbar unfehlbare Antworten, allerdings ohne Begründung. Sie kann wie ein Orakel den Lauf der Welt vorhersagen. Wissenschaftler warnen, dass man den Aussagen der Maschine nicht trauen kann, solange man nicht ihre Datenbasis kennt und die Regeln, nach denen sie diese Daten auswertet. Aber während sich ein Krisenstab noch abmüht, etwas Licht ins Dunkel der Black Box zu scheinen, hat die Maschine die Gesellschaft längst verändert.

17:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

17:05 Uhr

Kulturfragenaufnehmen

Debatten und Dokumente

17:30 Uhr

Kultur heuteaufnehmen

Berichte, Meinungen, Rezensionen

18:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

18:10 Uhr

Informationen am Abendaufnehmen

18:40 Uhr

Hintergrundaufnehmen

19:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

19:05 Uhr

Kommentaraufnehmen

19:10 Uhr

Sport am Feiertagaufnehmen

20:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

20:05 Uhr

Hörspielaufnehmen

Doktor Murkes gesammeltes Schweigen
Von Heinrich Böll
Bearbeitung und Regie: Hermann Naber
Komposition: Rolf Hans Müller
Mit Henning Fenske, Hilmar Tate, Hans-Helmut Dickow, Christel Koerner, Gerd Andresen, Iris Werlin, Heinz Schimmelpfennig, Berth Wesselmann, Andreas M. Ebert, Patrick Blank
Produktion: SWF/SR 1986
Länge: 50'45

Alltag im Funkhaus. Dr. Murke, Redakteur der Abteilung Kulturelles Wort, plagt sich mit einer wenig attraktiven Aufgabe: den wortgewaltigen Essayisten Prof. Bur-Malottke reut es, dass er in seinen Nachkriegsvorträgen Gott so eindeutig beim Namen genannt hat - er zieht nun eine unverbindlichere Wendung vor. Deshalb muss Murke das Wort ‚Gott‘ aus alten Sendebändern, die wiederholt werden sollen, herausschneiden und dafür die Formel ‚Jenes höhere Wesen, das wir verehren‘ einkleben. Das überflüssig gewordene Wort ‚Gott‘ findet prompt in einem Hörspiel Verwendung, an Stellen, wo ursprünglich Schweigen vorgesehen war. Aber Schweigen ist nun mal im Rundfunk nicht so gefragt. Nur der Herr Dr. Murke vom Kulturellen Wort, der hat für das Schweigen so seine ganz eigene Verwendung.

21:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

21:05 Uhr

Jazz Liveaufnehmen

Tigran Hamasyan (2/2)
Piano Solo
Aufnahme vom 25.10.2017 aus dem Beethovenhaus Kammermusiksaal in Bonn
Am Mikrofon: Harald Rehmann

Von barockem Tanz zu Hip-Hop-Grooves, von rasanten Bebop-Linien zu perkussiven Rock-Clustern, von armenischer Folklore zu meditativen Soundscapes - Tigran Hamasyan führt uns durch Klangwelten voller Überraschung und Faszination. Der in Armenien geborene Pianist schafft Verbindungen zwischen archaischer Musiktradition und zeitgenössischen Stilen in einer Weise, die den Geist erhellt und das Gefühl positiv bereichert. Und spielerisch ist Hamasyan auf einem Niveau angelangt, das selbst Herbie Hancock zu dem Ausruf brachte: „Wahnsinn! Jetzt bist Du mein Lehrer!“

22:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

22:05 Uhr

Musikszeneaufnehmen

Klänge zur Verblüffung des Erdballs
Bernhard Wulffs Beiträge zu einem neuen Verständnis, das Schlagwerk zu spielen
Von Ullrich Land

Er vereint in sich Virtuosität, Welt und Sozialkompetenz. Bernhard Wulff, 1948 in Hamburg geboren, ist Festivalgründer, Komponist, Musikologe und Lehrer - vor allem aber Schlagwerker. Sein Instrumentarium steht für eine grundlegende Kulturäußerung der menschlichen Spezies - mittlerweile vereint es Gerätschaften aus zahlreichen Kulturen aus aller Welt. Langjährig in Freiburg Professor für Schlaginstrumente, wirkt Wulff über viele Grenzen hinaus. Konzerte mit Gehörlosen, Strafgefangenen, mit Schülern aus sozialen Brennpunkten stehen dafür ebenso wie die von ihm initiierten Festivals in Odessa und Ulan Bator. Getrommelte Rhythmen verbinden - über europäische Kulturmuster sehr weit hinaus. Mit jedem Gegenüber auf Augenhöhe zu kommunizieren, ist die Voraussetzung, um in der Welt von heute aktiv tätig zu sein. Schlagwerkspiel rühre, so Wulff, ebenso an Archaisches - von seinen Studierenden verlangt er neben Virtuosität deshalb Eigenverantwortung und Mut.

23:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

23:05 Uhr

Historische Aufnahmenaufnehmen

Strenges Glück
Der Pianist Rudolf Serkin (1903 - 1991)
Von Christoph Vratz

Das, was ihn immer begleitet hat, war zum einen ein gewisses Misstrauen gegenüber einer extrem analytisch interpretierten Musik und zum anderen ein Hadern mit den eigenen Fähigkeiten. Rudolf Serkin war ein Skeptiker und als künstlerische Antwort darauf hat er immer versucht, musikalische Größe am Klavier abzubilden. Schallplatteneinspielungen mochte er überhaupt nicht. Sein Repertoire war breit gefächert, mit einem Schwerpunkt auf Klassik und Romantik. Er verfügte über ein großes Spektrum an Ausdrucksmöglichkeiten, sein Spiel war immer spannungsgeladen. Arnold Schönberg war einer seiner wichtigsten Lehrer, Ferruccio Busoni hingegen hatte ihn als Schüler abgelehnt: Er sei schon zu weit fortgeschritten, um bei ihm zu studieren und solle lieber mehr Konzerte spielen. Bereits mit 12 Jahren begann Serkin seine Konzertlaufbahn. 1933 mussten er und seine Familie das nationalsozialistische Deutschland verlassen, sie gingen zunächst in die Schweiz und ließen sich schließlich in den USA nieder. Zu Serkins wichtigsten musikalischen Weggefährten wurde der Geiger Adolf Busch, dessen Tochter Serkin im Jahr 1935 heiratete. So wurde die Kammermusik zu einem Kernanliegen in Serkins Musiker-Laufbahn.

23:57 Uhr

National- und Europahymneaufnehmen

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Programmtipps

Unterschrift und Stempel "Krankenversicherung" auf einem Blatt Papier, auf dem der Stempel mit der Aufschrift "Krankenversicherung" liegt (imago/stock&people/McPhoto)
Bürgerversicherung für alleEnde der Zwei-Klassen-Medizin?
Kontrovers 11.12.2017 | 10:10 Uhr

Eine Bürgerversicherung für alle gehört für die SPD zu den zentralen Forderungen in möglichen Gesprächen mit der Union über eine Regierungsbildung. Seit Jahren schon fordern die Sozialdemokraten, auch Beamte, Selbstständige und Angestellte mit hohen Einkommen in die gesetzliche Krankenversicherung einzubeziehen.

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