Montag, 18.06.2018
 
Seit 19:00 Uhr Nachrichten

Programm: Vor- und Rückschau

Freitag, 30.03.2018
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

00:05 Fazit

Kultur vom Tage
(Wdh.)

01:00 Nachrichten 

01:05 Alte Musik 

Georg Philipp Telemann
'Fantasia' für Blockflöte Nr. 3 d-Moll, TWV 40:4
Dorothee Oberlinger, Altblockflöte

Joseph Haydn
'Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze'. Fassung für Orchester, Hob XX:1
Orchestra of the Eighteenth Century
Leitung: Frans Brüggen

02:00 Nachrichten 

02:05 Sternzeit 

02:07 Sinfonische Musik 

Henri Tomasi
Konzert für Trompete und Orchester
Paul Merkelo, Trompete
Symphonique de Montréal
Leitung: Kent Nagano

Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 5 c-Moll, op. 67
Concentus Musicus Wien
Leitung: Nikolaus Harnoncourt

03:00 Nachrichten 

03:05 Klaviermusik

Alexander Scrjabin
Prelude et Nocturne für die linke Hand, op. 9
Anatol Ugorski, Klavier

Leoš Janáček
Auf wachsenem Pfade. Kleine Kompositionen für Klavier, 1. Reihe
Ewa Kupiec, Klavier

Franz Liszt
La lugubre gondola Nr. 2
Jan Florio, Klavier

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

04:05 Neue Musik 

Jamilia Jazylbekova
Aikyon
Eva Böcker, Violoncello
Jamilia Jazylbekova, Zuspielband

Jin-Ah Ahn
Zwischenträume
Margit Kern, Akkordeon

Samir Odeh-Tamimi
Madjnun II für Blockflöte und Männerchor (Der Wahnsinnige)
Jeremias Schwarzer, Blockflöte
WDR Rundfunkchor Köln

Jamilia Jazylbekova
Nuit de Mars
Ensemble Modern
Leitung: Kasper de Roo

05:00 Nachrichten 

05:05 Kammermusik 

Alexander Alaybyev
Sonate für Violine und Klavier e-Moll

Quintett für Klavier, 2 Violinen, Viola und Violoncello Es-Dur

Grand Trio für Klavier, Violine und Violoncello a-Moll

Beethoven Trio Bonn:
Rinko Hama, Klavier
Grigory Alumyan, Cello
Mikhail Ovrutsky, Violine

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Geistliche Musik

Michel Lambert
Leçons de Ténèbres. Première Leçon du Vendredi Saint
Noémi Rime, Sopran
Nathalie Stutzmann, Alt
Howard Crook, Tenor
Charles Brett, Countertenor
Leitung: Ivète Piveteau

Jan Dismas Zelenka
'Lamentatio II' zum Karsamstag, für Alt, Violine, Oboe, Fagott und Basso continuo, ZWV 53 Nr. 6
Sabine Kaipainen, Mezzosopran
Musica Poetica
Leitung: Andrej Spiridonov

Georg Philipp Telemann
'Jesus liegt in letzten Zügen'. Kantate zur Passionszeit für Bariton, 2 Oboen, 2 Violinen, Viola und Basso continuo, TVWV 1:983
Gotthold Schwarz, Bariton
Sächsisches Barockorchester
Leitung: Gotthold Schwarz

Johannes Brahms
Präludium und Fuge g-Moll für Orgel, WoO post. 10
Ulfert Smidt, Orgel

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Information und Musik

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

"Leben im Tod" - Eine Ausstellung im Ägyptischen Museum in Kairo zeigt 4000 Jahre alte Grabfunde

Philosophie - Revolution im Kopf. Ein Interview mit dem Philosophen Wolfram Eilenberger

Neuanfänge - Ein Interview mit dem Hochschuldirektor Christoph Stölzl

Die Passionen in der Musik - Musiktraditionen des Karfreitags

Martin Luther King und die amerikanische Bürgerrechtsbewegung - Zum 50. Todestag ein Interview mit der Historikerin Britta Waldschmidt-Nelson

Denk ich an Deutschland: der Dirigent Jonathan Stockhammer

Am Mikrofon: Kathrin Hondl

07:30 Nachrichten 

08:00 Nachrichten 

08:30 Uhr

Nachrichten

08:35 Uhr

Zum Karfreitag

Religiöses Wort
Durch Kreuzestod durchkreuzter Tod?
Von Ulrich Lüke
Katholische Kirche

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 200 Jahren: Der Sozialreformer Friedrich Wilhelm Raiffeisen geboren

09:10 Uhr

Die neue Platte

Alte Musik

09:30 Uhr

Essay und Diskurs

Toleranz - Über das Ertragen
Rainer Forst im Gespräch mit Katja Weber

Toleranz, tolerant sein - das klingt edelmütig und erstrebenswert. Aber tolerare bedeutet im Lateinischen erdulden/ertragen. Jemanden oder etwas zu tolerieren bedeutet zunächst, dass ich ihn oder es ablehne. Tolerant sein kann ich nicht, wenn ich ohnehin schon begeistert bin. Auch nicht, wenn ich gleichgültig bin. Am Anfang der Toleranz steht ein negativer Impuls. Wie läuft das ab? Welche Gründe bringen ein Individuum dazu, Toleranz walten zu lassen? Sachverhalte und Personen zu ertragen, die der eigenen Überzeugung gegen den Strich gehen? Können Menschen zu tolerant sein und wann ist Intoleranz angebracht?

Rainer Forst, geboren 1964, hat die der Toleranz zugrunde liegenden Abwägungsprozesse historisch und philosophisch erforscht und beschrieben. (,Toleranz: Philosophische Grundlagen und gesellschaftliche Praxis einer umstrittenen Tugend', Campus; ,Toleranz im Konflikt: Geschichte, Gehalt und Gegenwart eines umstrittenen Begriffs', Suhrkamp). Forst lehrt Politische Theorie und Philosophie an der Goethe Universität Frankfurt am Main.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Gottesdienst

Übertragung aus der Justizanstalt in Garsten, Oberösterreich
Predigt: Pfarrer Friedrich Rößler
Evangelische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Musik-Panorama

Neue Produktionen aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal

Ernst Wilhelm Wolf
'Jesu, deine Passion will ich jetzt bedenken'. Passionsoratorium (Ersteinspielung)

Hanna Herfurtner, Sopran
Marian Dijkhuzen, Alt
Georg Poplutz, Tenor
Mauro Borgioni, Bass
Kölner Akademie
Leitung: Michael Alexander Willens

Aufnahme vom November 2017

Am Mikrofon: Helga Heyder-Späth

Seine Zeitgenossen nannten ihn den Weimarer Wolf. Tatsächlich prägte Ernst Wilhelm Wolf als Lehrer, Konzertmeister, Organist und schließlich auch als Hofkapellmeister der kunstsinnigen Herzogin Anna Amalia das Musikleben in Weimar. Auch wenn er dem Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe ein Dorn im Auge war, hielt Wolf dem Hof und seiner Herzogin jahrzehntelang die Treue. Selbst ein Angebot des Preußenkönigs Friedrich II., in Berlin Nachfolger von Carl Philipp Emanuel Bach zu werden, lehnte Wolf dankend ab. Dass er aber Bachs empfindsamen Stil und auch den des Berliner Kapellmeisters Carl Heinrich Graun sehr schätzte, ist in seinen Werken unüberhörbar. Wolfs Instrumentalmusik hat schon in den letzten Jahren wieder mehr Aufmerksamkeit erhalten. Jetzt hat Michael Alexander Willens mit seiner Kölner Akademie im Deutschlandfunk Kammermusiksaal Wolfs Oratorium ,Jesu, deine Passion will ich jetzt bedenken’ eingespielt - ein Werk, in dem der etwas über 20 Jahre alte Komponist 1756 ähnlich wie Graun in seinem ,Tod Jesu’ die Passion Christi einfühlsam betrachtet und nachempfindet.

12:00 Nachrichten 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Informationen am Mittag

Moskau weist Diplomaten aus: Folgen für die deutsche Botschaft

USA kritisieren Ausweisung von US-Personal aus Russland als ungerechtfertigt

Ostbeauftragter Hirte äußert Verständnis für Ausländer-Skepsis

"Tag des Bodens": Zehntausende Palästinenser an der Grenze

Streiktag bei AIR France: Ein Viertel der Flüge fallen aus

Ost-Ghouta: Regierungstruppen bereiten laut Staatsmedien "gewaltigen" Angriff vor

Der Klimawandel ist schneller als wir: eindringlicher Appell

Am Mikrofon: Rainer Brandes

13:30 Uhr

Kleines Konzert

Johann Sebastian Bach
Partita Nr. 1 h-Moll für Violine solo

Antje Weithaas, Violine

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Campus & Karriere

Das Bildungsmagazin

„Ich war wie so ein Aufzieh-Zombie“
Lehrkräfte im Burnout
In ,Campus und Karriere' erzählen Lehrkräfte, warum es bei ihnen zum Burnout gekommen ist. Mediziner berichten über Therapiemöglichkeiten, Alarmsignale und Vorbeugemaßnahmen. Und Uni-Professoren erklären, warum schon in der Lehrerausbildung für dieses Thema sensibilisiert werden sollte.

Gesprächsgast ist:
Dr. Volker Reinken, ärztl. Direktor und Chefarzt der Akutklinik Urbachtal in Bad Waldsee, in der Lehrkräfte im Burnout behandelt werden

Beiträge:
„Sie lachen ja gar nicht mehr“
Warum eine Gymnasiallehrerin aus Nordrhein-Westfalen in einen Burnout geriet noch immer mit den Ursachen kämpft

Ausgebrannt
Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt es eigentlich zum Thema ,Burnout bei Lehrkräften'?

Wie wird Burnout therapiert?
Besuch in der Fliedler-Klinik in Berlin-Mitte

Auch Referendare sind gefährdet
Warum Stressbewältigung und Zeitmanagement schon im Lehramtsstudium gelernt werden sollten

Am Mikrofon: Kate Maleike

Eine Sendung ohne Hörerbeteiligung

Lernstandserhebungen, Umgang mit immer heterogener werdenden Schulklassen, Inklusion, Bildungsreformen, schwierige Kolleginnen und Kollegen und und und: Viele Lehrerinnen und Lehrer erleben eine zunehmende Arbeitsbelastung und Arbeitsverdichtung. All das, was auf Schule einprasselt, hinterlässt seine Spuren. Lehrkräfte melden sich häufiger krank und einige kommen ans Ende ihrer körperlichen und psychischen Kräfte, sie geraten in einen Burnout.

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

On Stage

Spezial
Intimes Songdebüt: die kanadische Sängerin Michelle Willis
Aufnahme vom 1.11.2015 aus der Live Music Hall, Köln
Am Mikrofon: Tim Schauen

Schüchtern trat Michelle Willis vor 1.000 Menschen auf die Kölner Bühne, um den Abend für die Jazzrockformation Snarky Puppy zu eröffnen. Die Kanadierin setzte sich ans Fender Rhodes E-Piano, spielte und sang mit dunkler Stimme intime, träumerisch-melancholische Lieder mit komplexen Melodien - und zog das Publikum augenblicklich in ihren Bann.

15:50 Uhr

Schalom

Jüdisches Leben heute

Israelischer Start-Up-Stammtisch in Berlin

Von Jens Rosbach

16:00 Uhr

Nachrichten

16:10 Uhr

Büchermarkt

Aus dem literarischen Leben

Steven Millhauser: "Stimmen der Nacht"
(Septime Verlag, Wien)
Ein Beitrag von Samuel Hamen

Ein Gespräch mit Johann Scheerer  zu
"Wir sind dann wohl die Angehörigen. Die Geschichte einer Entführung"
(Piper Verlag, München)

Am Mikrofon: Jan Drees

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Wissenschaft im Brennpunkt
Guter Mond
Oder: Wer baut da oben das Dorf?
Von Karl Urban

Vor fast 50 Jahren landeten erstmals Menschen auf dem Mond: Das mitgebrachte Gestein ist längst analysiert und die Mondoberfläche gut kartografiert. Dennoch entwickelt sich derzeit ein wahrer Sog zurück zum Mond: US-Präsident Donald Trump will Astronauten schicken. China könnte ihm sogar noch zuvorkommen. Der Direktor von Europas Raumfahrtagentur ESA spricht gar von einem ganzen Monddorf.
Der Mond ist das neue alte Ziel der Menschheit. Nur zu welchem Zweck und mit welchem Ausgang?

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Kulturfragen

Debatten und Dokumente

Schuld und Sühne - Die Suche nach Erlösung in rationalisierten Zeiten.
Der Philosoph Marcus Steinweg im Gespräch mit Anja Reinhardt

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen

Reihe: Späte Reue - Deutschland und die Aufarbeitung der Kolonialgeschichte.
Kulturelle Vernetzung und historische Verankerung - Zur Rolle der ethnologischen Museen heute.
Barbara Plankensteiner, Direktorin des Völkerkundemuseums in Hamburg, im Gespräch

"Leben im Tod" - Eine Ausstellung im Ägyptischen Museum in Kairo zeigt 4000 Jahre alte Grabfunde

Auf Osteuropatour - Das Münchner Jüdische Orchester mit Stummfilm und Musik

"Existenzielle Plastik" - Retrospektive des Bildhauers Hans Josephsohn im Folkwang Museum Essen

Am Mikrofon: Katja Lückert

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

Retourkutsche: Vier deutsche Diplomaten müssen Moskau verlassen

USA kritisieren Ausweisung von US-Personal aus Russland als ungerechtfertigt

Ostbeauftragter Hirte äußert Verständnis für Ausländer-Skepsis

Gazastreifen: Tote und Verletzte bei Zusammenstößen mit israelischer Armee

Karfreitagsprozession in Jerusalem

Syrien: Ost-Ghouta offenbar vor dem Fall

Der Klimawandel ist schneller als wir: Appell von Antonio Guterres

Friedensbewegung mobilisiert seit 60 Jahren an Ostern: Beispiel Büchel

Starbucks muss vor Krebsgefahr bei Kaffee warnen

Am Mikrofon: Peter Sawicki

18:40 Uhr

Hintergrund

Make Space Great Again - Weltraumpolitik unter Donald Trump

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

Konflikt mit Russland - Keine Strategie zu haben, ist keine Lösung

19:10 Uhr

Auf den Punkt: ZEIT-Forum Wissenschaft

69. ZEIT-Forum Wissenschaft
Das dritte Geschlecht - Nicht nur eine Frage des Rechts

Es diskutieren:
Vanja, Kampagne für eine dritte Option
Prof. Hertha Richter-Appelt, ehem. stellv. Direktorin des Instituts für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Mitglied des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung (DGfS)
Volker Beck, Die Grünen, Publizist und MdB von 1994 bis 2017

Gesprächsleitung:
Andreas Sentker, DIE ZEIT
Ulrich Blumenthal, Deutschlandfunk

Aufzeichnung vom 27.2.2018 aus der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin

Am Anfang sind wir alle Zwitter: Bis zur sechsten Schwangerschaftswoche trägt jeder Fötus anatomische Anlagen für beide Geschlechter in sich. Erst danach prägen die Gene unsere Geschlechtsdifferenzierung. Aber nicht immer. Manche Menschen können anatomisch nicht eindeutig in das binäre Geschlechtersystem eingeordnet werden. Andere identifizieren sich nicht als Mann oder Frau, obwohl sie es medizinisch betrachtet wären. Und dann? Bisher mussten sich diese Menschen meist entscheiden, sie wurden angepasst - zum Teil durch gravierende operative Eingriffe. Einziges rechtliches Zugeständnis: Sie konnten in der Geburtsurkunde die Geschlechtsangabe frei lassen.
Eine Leerstelle sei jedoch nicht das Gleiche wie eine geschlechtliche Identität, sagt unser Gast, die intersexuelle Person Vanja von der Kampagne ,Dritte Option'. Vanja hat vor dem Bundesverfassungsgericht für die Möglichkeit eines dritten Geschlechts geklagt und Recht bekommen. Der Gesetzgeber muss nun bis Ende 2018 eine Neuregelung schaffen.
Beim 69. ZEIT-Forum Wissenschaft am 27. Februar 2018 in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften wurde die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Intersexualität aus persönlicher, wissenschaftlicher und gesellschaftspolitischer Sicht diskutiert.

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Das Feature

Zimmer Nummer 18
Die Polinnen von Moabit
Von Simone Trieder
Regie: Axel Scheibchen
Produktion: DLF 2014

„Warum sind Sie nicht vor 30 Jahren gekommen", fragt Olga Owczarek, „jetzt kann ich mich an vieles nicht mehr erinnern." Aber das Wichtigste hat Olga nicht vergessen: die Freundschaft im Gefängnis. Und die eine Nacht, die sie alle zusammen in einer Zelle in Moabit verbrachten. Sieben junge Polinnen, vom Reichsgericht wegen Spionage verurteilt. Und natürlich hat Olga nicht vergessen, wie sie sich fühlte, als sie begnadigt wurde. Nur sie, Wanda nicht, Monika nicht, und Krystyna auch nicht.

Maria war auch dabei. Sie hatte acht Jahre verschärfte Haft - und immer Tagebuch geschrieben. Zwei deutsche Frauen, die Aufseherin Hedwig Grimpe und deren Tochter, haben im besten Sinne des Wortes auf die Polinnen aufgepasst, denn sie waren so jung, so lebenslustig, so mutig. Maria ist vor zwei Jahren gestorben. Ein paar Fragen konnte sie noch beantworten. Olga ist allein zurückgeblieben, die elegante Olga, Näherin bei Dior. Das Nähen hat sie in Moabit gelernt.

21:00 Uhr

Nachrichten

21:05 Uhr

On Stage

Jasmin Tabatabai & David Klein Quartett

Jasmin Tabatabai, Gesang
David Klein, Tenorsaxofon
Olaf Polziehn, Piano
Davide Petrocca, Bass
Peter Gall, Schlagzeug

Aufnahme vom 25.6.2017 bei Jazzbaltica in Niendorf/Ostsee
Am Mikrofon: Jan Tengeler

Vielen ist Jasmin Tabatabai als Schauspielerin bekannt, etwa als Kommissarin einer ZDF-Krimiserie. Aber sie ist auch als Sängerin schon lange aktiv und erfolgreich. 2011 hatte die Deutsch-Iranerin mit dem Album ,Eine Frau’ einen Weg eingeschlagen, den sie bis heute verfolgt: Sie singt Chansons mit deutschen Texten. Das Quartett um den Schweizer Saxofonisten David Klein sorgt dabei für einen jazzigen Kontext. Seitdem wird Tabatabais Name in einem Zuge mit Künstlerinnen wie Marlene Dietrich und Hildegard Knef genannt. Sie selbst bezeichnet sich zwar nicht als große Musikerin, aber sie versteht es, ihre klugen Texte auf wunderbare Weise mit Gefühl und Charme zu vermitteln.

22:00 Uhr

Nachrichten

22:05 Uhr

Milestones - Bluesklassiker

Taj Mahal ,The Real Thing' (1971)
Am Mikrofon: Michael Frank

Bis Anfang der 70er-Jahre hatte Taj Mahal schon drei Studioalben veröffentlicht - mit historischem Country-Blues, Soul- und Popsongs, bevor er seinen Weg zu neuen Horizonten der Bluestradition fortsetzte. Als der Sänger, Gitarrist und Multiinstrumentalist im Februar 1971 im New Yorker Fillmore East eine Reihe von Konzerten gab, erweiterte er die Palette seiner Klangfarben mithilfe einer Blechbläsersektion, in der mitunter vier Tuben gleichzeitig zu hören waren. Zusammen mit Taj Mahals Spiel auf der Dobro oder einem Banjo entstanden ungemein frische Klangkombinationen zwischen Straßenmusik-Duo und zehnköpfiger Funkband. Der Konzertmitschnitt erschien mit dem Titel ,The Real Thing’ noch im selben Jahr als Doppel-LP.

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Schöne Stimmen

Der Tenor Christoph Prégardien
Am Mikrofon: Thilo Braun

Es gibt wohl wenige Tenöre, bei denen das kleine Adjektiv lyrisch so treffend erscheint wie bei Christoph Prégardien. Während andere Sänger im Klangfluss baden oder heldenhafte Spitzentöne herausschmettern, ist die Qualität Prégardiens im Zarten, Feinsinnigen zu suchen. Seine flexible Stimmbehandlung hat ihm besonders im Bereich des Kunstliedes Ruhm und Bewunderung eingebracht - in Sekundenbruchteilen vermag er zwischen gehauchten Kopftönen und bebender Klangfülle umzuschalten, die Vielfalt an Farben und Stimmungen ist enorm. Mit seinen langjährigen Klavierpartnern Andreas Staier und Michael Gees beweist er in Konzerten und Aufnahmen seit Jahrzehnten, dass sich klare Textdiktion und Stimmfluss ebenso vereinen lassen wie eine historisch informierte Aufführungspraxis mit intelligenten Interpretationen, die auch heute noch unmittelbar berühren.

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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Programmtipps

Proklamation des Staates Israel 1948 (picture alliance/dpa)
Tom Segev"David Ben Gurion. Ein Staat um jeden Preis“
Andruck - Das Magazin für Politische Literatur 18.06.2018 | 19:15 Uhr

Der Staat Israel hat gerade sein 70-jähriges Bestehen gefeiert. Er wurde im Mai 1948 vom späteren Regierungschef David Ben Gurion ausgerufen. Für den Staatsgründer hat der israelische Historiker und Journalist Tom Segev nicht nur gute Worte parat - in seiner kürzlich erschienenen Biographie.

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