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Proteste in TunesienRegierung will Sozialprogramme aufstocken

Demonstranten in Tunesiens Hauptstadt Tunis protestieren gegen Preisanstiege und die Sparpolitik (AFP/ Fethi Belaid)
Demonstranten in Tunesiens Hauptstadt Tunis protestieren gegen Preisanstiege und die Sparpolitik (AFP/ Fethi Belaid)

Die tunesische Regierung hat nach teils gewaltsamen Protesten gegen die Erhöhung von Steuern und Preisen mehr Hilfen für Bedürftige angekündigt.

Insgesamt sollten die Hilfsprogramme um umgerechnet rund 60 Millionen Euro aufgestockt werden, teilte das Sozialministerium mit. Das betreffe rund 250.000 Familien. Präsident Essebsi wird nach Angaben der Behörden heute erstmals überhaupt den von Armen bewohnten Stadtteil Ettadhamen in der Hauptstadt Tunis besuchen. - Zuletzt haben viele Tunesier ihrer Enttäuschung über wachsende wirtschaftliche Probleme Luft gemacht. In der vergangenen Woche wurden rund 800 Demonstranten in Gewahrsam genommen. Bei gewalttätigen Zusammenstößen wurden fast 100 Sicherheitskräfte verletzt. - Auch für heute hat die Opposition zu Protesten aufgerufen.

Diese Nachricht wurde am 14.01.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.