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Seit 18:40 Uhr Hintergrund
StartseiteDossierPsychoknast und Schizeria15.01.2010

Psychoknast und Schizeria

Vom klinischen Irrsinn in der DDR

Wo die Stasi foltern ließ – titelte der "Stern" im Frühjahr 1990. Und rückte die ostdeutsche Psychiatrie mit einem Schlag ins Zentrum öffentlicher Aufmerksamkeit. Fotos und Filmaufnahmen von nackten hilflosen Patienten, von entsetzlichen sanitären Zuständen und gewaltigen Verwahranstalten gingen um die Welt. War die DDR-Psychiatrie nichts als eine menschenverachtende Einrichtung? Nur eine gewaltige Zwangsmaschinerie im Dienste der Staatssicherheit?

Von Rosemarie Mieder und Gislinde Schwarz

Silhouette (Stock.XCHNG / Ryan O'Connor)
Silhouette (Stock.XCHNG / Ryan O'Connor)

Die Autorinnen Rosemarie Mieder und Gislinde Schwarz machten sich auf die Suche und sprachen mit Betroffenen, mit Pflegern und Ärzten. Die erzählen von einem entsetzlichen Erbe der Nazizeit, aber auch vom reformerischen Aufbruch in Rodewisch. Von gewaltigen überbelegten Krankenhäusern, aber auch von Leuchttürmen der Hoffnung wie der psychiatrischen Uniklinik in Leipzig. Von totalitären Strukturen, wie sie in Waldheim herrschten, aber auch von Selbstbestimmtheit und Witz, die Patienten halfen, mit ihrer Krankheit umzugehen.

Hörbilder einer überraschend differenzierten Psychiatrielandschaft.

Manuskript zur Sendung als pdf oder im Textformat.

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