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Seit 10:00 Uhr Nachrichten
StartseiteDas FeatureDer Pianist James Rhodes 07.04.2017

Rachmaninow-TattooDer Pianist James Rhodes

James Rhodes, 41, T-Shirt, Turnschuhe, sitzt in London am Klavier und spricht - wie bei allen seinen Konzerten - voller Begeisterung über Musik. Der übliche Klassikbetrieb ist ihm suspekt. Viel lieber spielt er auf Theaterbühnen oder in Clubs, vor einem Publikum, das wenig Ahnung von Bach, Beethoven oder Rachmaninow hat.

Von Jean-Claude Kuner

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Britischer Pianist James Rhodes, britischer Pianist, fotografiert während eines Interviews in Barcelona während der Präsentation seines aktuellen Konzertes am 10. November 2016.  Rhodes performt in der Sala Barts Music Hall während des  48. Barcelona International Jazz Festivals, Barcelona. (imago stock & people)
Der britische Pianist James Rhodes (imago stock & people)

Hinter seiner Begeisterung verbirgt sich eine dunkle Geschichte. Jahrelang wurde er als Kind missbraucht. Er verfiel Drogen und Exzessen. Ließ für zehn Jahre das Klavierspiel. Nach einem Suizidversuch landete er in der Psychiatrie und stellte sich dort erstmals der Vergangenheit. Er kehrte ans Klavier zurück. Die Musik rettete ihn.

Den Schmerz und die Wut über den Missbrauch machte er nach großem juristischen Widerstand in einem Buch 2015 öffentlich. Den Pianisten, der nie ein Konservatorium besucht hat, führt inzwischen eine so ungewöhnliche wie erfolgreiche Konzertkarriere rund um die Welt.

Produktion: NDR/DLF/RBB 2017

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