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StartseiteWissenschaft im BrennpunktRausch auf Rezept31.10.2010

Rausch auf Rezept

Marihuana drängt in die Medizin

Rausch auf Rezept – in Kalifornien ist das bereits seit knapp fünfzehn Jahren möglich. Patienten brauchen dort nur eine Bescheinigung von ihrem Arzt, um sich mit Marihuana selbst behandeln zu dürfen. HIV-Patienten zum Beispiel dämpfen damit Schmerzen und regen ihren Appetit an. Menschen, die an Krebs leiden, bekämpfen mit Cannabis ihre Übelkeit nach einer Chemotherapie.


Von Arndt Reuning

Eine Cannabis-Blüte (Stock.XCHNG / ERC P.)
Eine Cannabis-Blüte (Stock.XCHNG / ERC P.)

Nun steht in dem Bundesstaat eine Abstimmung an, die weitreichende Folgen haben könnte: Die Bürgerinnen und Bürger werden Anfang November darüber entscheiden, Marihuana generell für den privaten Gebrauch zu legalisieren. Proposition 19 nennt sich diese Initiative.

Andere Länder mögen sich da etwas zurückhaltender geben, aber in verschiedenen Teilen der Welt hat Cannabis als Arzneimittel neuen Aufwind erfahren: Kanada, Großbritannien und Spanien haben ein Pflanzenextrakt als Medikament zugelassen, das die beiden wichtigsten aktiven Stoffe des Krauts enthält. Und Deutschland könnte schon bald nachziehen. Gleichzeitig arbeiten Mediziner daran, den Nutzen und die Nebenwirkungen von Cannabis intensiver zu erforschen – damit dem Rausch nicht die Ernüchterung folgt.

<strong>Manuskript zur Sendung:</strong>

Rausch auf Rezept

"Weiterführende Links:"

Sendungen des Deutschlandradios:

      Britischer Drogenexperte auf Kollisionskurs mit der Regierung
      (Europa heute, 05.11.2009)

      Cannabis auf Rezept
      (Sprechstunde, 27.10.2009)

      Blockade im Gehirn
      (Forschung aktuell, 04.08.2009)


Links ins Netz:


      Patientenorganisation Americans For Safe Access

      Center for Medicinal Cannabis Research der University of California

      Harborside Health Center, Oakland (CA)

     &nbspInternational Association for Cannabinoid Medicines

      Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung

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