Freitag, 15.12.2017
StartseiteEssay und DiskursFremdwort26.12.2017, 09:30 Uhr

Realitäten und ZuständeFremdwort

Kübra Gümüşay gilt als eine der wichtigsten migrantischen, muslimischen und feministischen Stimmen in der Bundesrepublik. In Hamburg in dritter Generation einer türkischen Einwandererfamilie geboren, studierte sie Politikwissenschaft und arbeitet heute als freie Journalistin und Netzaktivistin. Sie lebt mit ihrer Familie in Oxford und Hamburg.

Kübra Gümüşay im Gespräch mit Florian Fricke

Die Publizistin Kübra Gümüşay in einer TV-Talkshow. (Imago / Jürgen Heinrich)
Die Publizistin Kübra Gümüşay in einer TV-Talkshow. (Imago / Jürgen Heinrich)

Ihr Markenzeichen ist ihr Kopftuch, darum heißt ihre taz-Kolumne auch "Das Tuch". 2008 gründete Kübra Gümüşay ihren Blog "Ein Fremdwörterbuch", auf dem sie über Politik, Gesellschaft, Islam und Medien schreibt. Gümüşay mischt sich immer wieder in aktuelle politische Debatten ein. So initiierte sie nach den Vorkommnissen in der Kölner Silvesternacht 2015/16, als es zu sexuellen Übergriffen kam, den Hashtag #ausnahmslos, um gegen die Instrumentalisierung feministischer Positionen zu rassistischen Zwecken protestieren und ein emotionales Zeichen zu setzen gegen den Hass im Netz.

Florian Fricke fragt die Netzaktivistin nach dem ständigen Kampf um Anerkennung in einem Land, das sich der neuen Herausforderung einer wiedererstarkten extremen Rechten stellen muss. Und auch über die Anerkennung in der digitalen Welt, die ihren eigenen chauvinistischen Regeln gehorcht.

Florian Fricke ist freier Hörfunk-Journalist, seine Heimatredaktion ist der Zündfunk auf Bayern2. Seine Schwerpunkte sind Musik, Popkultur und soziokulturelle Themen.

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