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StartseiteTag für TagLuthers Thesen - neu gelesen (62)12.09.2017

Reformation in SerieLuthers Thesen - neu gelesen (62)

Der Arzt und Kabarettist Eckart von Hirschhausen, die Rabbinerin Elisa Klapheck und die buddhistische Nonne Carola Roloff kommentieren Luthers 62. These.

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These 62: "… das heilige Evangelium der Herrlichkeit …"
These 62: "… das heilige Evangelium der Herrlichkeit …"
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Luthers Thesen - neu gelesen - hier alle Thesen

These 62: "Der wahre Schatz der Kirche ist das heilige Evangelium der Herrlichkeit und Gnade Gottes."

Eckart von Hirschhausen, Arzt und Kabarettist: "Der Schatz der Kirche für mich heute ist Gemeinschaft. Nämlich: Glück kommt selten allein. Wir können uns auch nicht selber kitzeln. Wir brauchen andere Menschen, wir sind soziale Wesen."

Bildergalerie These 62Seit mehr als 30 Jahren setzt sich die tibetische Nonne Carola Roloff für die volle Nonnenordination ein - an der Hamburger Universität analysiert sie die alten Quellen.Der Arzt und Kabarettist Eckart von Hirschhausen.Die liberale Rabbinerin Elisa Klapheck

Elisa Klapheck, Rabbinerin: "Hier würde ich aber auch das Alte Testament hinzufügen, die hebräische Bibel. Der wahre Schatz sind die vielen Menschen in der hebräischen Bibel: Abraham, Isaak, Jakob, Sarah, Rebecca, Rachel, Lea und viele andere, die die Beziehung zu Gott individuell empfunden haben. Das hätte Luther hier durchaus hinzufügen können."

Hirschhausen: "Ich setze mich zum Beispiel auch sehr dafür ein, dass die evangelische Kirche wiederentdeckt, welche Kraft auch in Ritualen besteht. Da haben die Katholen uns echt was voraus. Ich brauche keinen Weihrauch, aber dieses Gefühl – zum Beispiel einen Friedensgruß. Jemandem, der neben mir steht in der Kirche zu sagen: 'Friede sei mit Dir! '"

Carola Roloff, buddhistische Nonne: "Eine zentrale Lehre des Buddha, die vielleicht vergleichbar ist, ist die von den vier Unermesslichen: Liebe, Mitgefühl, Mitfreude und Gleichmut. In diesem Sinne ist es so, dass der Buddha eben alle Lebewesen gleichermaßen ohne Ausnahme gleichermaßen liebt. Das heißt: Er liebt alle – trotz ihrer Fehler und Unzulänglichkeiten."

Hirschhausen: "Das, was Luther das Priestertum aller Gläubigen genannt hat, würde ich nennen: das Heilertum aller Gläubigen. Wir brauchen keine Gurus. Wir können füreinander da sein. Das tut uns gut und den anderen auch."

Konzeption und Realisierung: Christiane Florin, Andreas Main, Christian Röther, Simonetta Dibbern

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