Freitag, 15.12.2017
StartseiteTag für TagLuthers Thesen - neu gelesen (86)17.10.2017

Reformation in SerieLuthers Thesen - neu gelesen (86)

Die Historikerin Katharina Kunter, Heike Sieberns von der Evangelischen Jugend und der Mechanikermeister Martin Luther kommentieren Martin Luthers 86. These.

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These 86: "… von seinen eigenen Geldern …"
These 86: "… von seinen eigenen Geldern …"
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These 86: "Warum baut der Papst, dessen Reichtümer heute weit gewaltiger sind als die der mächtigsten Reichen, nicht wenigstens die eine Basilika des Heiligen Petrus mehr von seinen eigenen Geldern als von denen der armen Gläubigen?"

Katharina Kunter, Historikerin: "Dahinter steckt diese ganz beunruhigende Frage von Luther, ob der Papst vielleicht nicht doch geldgierig, weltlich oder nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist. Jedenfalls ist an dieser These jetzt ganz deutlich: Die noch offeneren Fragen vorher nimmt Luther jetzt auf, stellt die Macht des Papstes in Frage und schreibt gegen ihn."

Bildergalerie These 86Der Mechanikermeister Martin LutherDie evangelische Theologin und Historikerin Katharina KunterDie Theologiestudentin Heike Sieberns

Heike Sieberns, Evangelische Jugend: "Da scheint es wohl egal zu sein, ob wir uns im 16. oder im 21. Jahrhundert befinden: Die, die wenig haben, bezahlen dafür, dass die, die viel haben, von ihrem Haufen nichts abgeben müssen. Heike Sieberns, 25 Jahre alt, studiere Theologie in Göttingen und bin seit Jahren engagiert in der Evangelischen Jugend."

Martin Luther, Mechanikermeister: "Damals wie heute ist für normale Menschen unverständlich, dass die größten und reichsten Institutionen gleichzeitig hoch verschuldet sind."

Sieberns: "Große Konzerne kommen drum herum, ihre Steuern zu zahlen, und Studierende müssen ihr halbes Leben preisgeben, um dann ein wenig Bafög zu bekommen, wovon dann gerade die Nebenkosten der Miete abgedeckt werden können. Dann wird eben für den Rest ein Studienkredit aufgenommen und das Arbeitsleben beginnt mit einem großen Berg Schulden."

Konzeption und Realisierung: Christiane Florin, Andreas Main, Christian Röther, Simonetta Dibbern

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