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RegierungsbildungJusos setzen SPD kurz vor der Entscheidung über Gespräche mit Union weiter unter Druck

Kevin Kühnert bedankt sich am 24.11.2017 beim Juso-Bundskongress im E-Werk in Saarbrücken (Saarland) für seine Wahl zum Juso-Bundesvorsitzenden. Foto: Oliver Dietze/dpa | Verwendung weltweit (dpa / Oliver Dietze)
Der neue Juso-Bundesvorsitzende Kevin Kühnert ist gegen eine Neuauflage der großen Koalition. (dpa / Oliver Dietze)

Die SPD entscheidet heute auf einem Parteitag in Berlin über den Antrag des Vorstands, ergebnisoffene Gespräche mit CDU und CSU über eine Regierungsbildung aufzunehmen.

Gibt es eine Mehrheit, will SPD-Chef Schulz in der kommenden Woche mit den Vorsitzenden der Union zusammenkommen. Gegen eine neue Große Koalition gibt es allerdings Vorbehalte bei den Sozialdemokraten, insbesondere bei den Jusos. Deren Vorsitzender Kühnert sagte im Deutschlandfunk, Schulz habe unter großem Druck eine Kehrtwende vollzogen, die in der Öffentlichkeit nicht nachvollziehbar sei. Die Jusos wollten deutlich machen, dass es an der Basis eine extreme Ablehnung für eine Große Koalition gebe.

Die SPD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Nahles, rechnet dennoch mit einer Mehrheit für Gespräche. Ein "Weiter so" werde es bei einer Großen Koalition aber nicht geben, sagte sie der "Bild"-Zeitung. Auf dem Parteitag geht es außerdem um die Wahl des Vorsitzenden. Schulz will sich im Amt bestätigen lassen.