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Seit 20:10 Uhr Das Feature
StartseiteDas FeatureReise nach Michigan10.06.2011

Reise nach Michigan

Wie ich die Stimme meines toten Vaters fand

Im April des Jahres 2003 fliegt die Schriftstellerin Ria Endres nach Detroit, um ihre Geschwister, die sie noch nie gesehen hat, zu besuchen. Sie hat erst sehr spät durch einen internationalen Suchdienst erfahren, dass ihr Vater, ein amerikanischer Soldat, längst tot ist.

Von Ria Endres

Ria Endres arbeitet in Detroit ihre Familiengeschichte auf. (AP Archiv)
Ria Endres arbeitet in Detroit ihre Familiengeschichte auf. (AP Archiv)
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Es ist die Zeit des Irakkrieges, aber darüber wollen die Geschwister nicht reden. Sie zeigen der Schwester aus Deutschland Orte ihrer Kindheit und das Haus, in dem der Vater lebte.

"Immerhin war mein Vater kein Nazi", sagt sie, und die Geschwister lachen und stoßen darauf mit Heineken an. Kurz vor dem Rückflug nach Frankfurt gibt es noch eine Überraschung:
Die Geschwister haben eine alte Schallplatte mit Kratzgeräuschen gefunden und davon Kopien ziehen lassen.

Eine angenehme Männerstimme singt im Stil von Frank Sinatra: "Let The Years Come And Go" und andere Songs. Es wird schnell klar: Das ist die Stimme ihres Vaters, des Sängers George McDonald, der den Krieg gewann, aber schon 1955 im Alter von 37 Jahren starb.


DLF 2011

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