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Seit 18:40 Uhr Hintergrund
StartseiteSprechstundeKontrolluntersuchung der Halsschlagader31.03.2015

ReportageKontrolluntersuchung der Halsschlagader

Hoher Blutdruck und Diabetes, Nikotin und Cholesterin sind Risikofaktoren für Gefäßverkalkungen. Sind die Ablagerungen etwa in der Halsschlagader zu groß, hilft in vielen Fällen nur noch eine Operation. Danach können sich jedoch neue Ablagerungen bilden. Aus diesem Grund müssen die Patienten regelmäßig zur Kontrolluntersuchung.

Von Mirko Smiljanic

Ein Arzt sitzt in einem dunklen Raum vor einem Bildschirm eines Ultraschallgeräts, in der rechten Hand ein Ultraschallgerät, das an der Halsschlagader einer Patientin liegt. (dpa/picture alliance/Klaus Rose)
Kalkablagerungen auf der Spur: Untersuchung der Halsschlagader per Ultraschall (dpa/picture alliance/Klaus Rose)
Weiterführende Information
(Deutschlandfunk, Sprechstunde, 19.04.2011)

Beethovenklinik Köln, Centrum für Gefäßmedizin und Venenchirurgie. Chefarzt Dr. Mete Camci sitzt vor einem Ultraschallgerät, links neben ihm hat es sich eine Patientin auf einer Behandlungsliege bequem gemacht.

"In den letzten Jahren haben wir ja regelmäßig die Halsschlagader untersucht und bis auf geringe Ablagerungen sieht der Befund ja auch sehr gut aus, ich hoffe, dass auch heute keine Verengung der Halsschlagader vorliegt."

Mitte 70 ist die Dame, ausgesprochen rüstig und gesund - sieht man mal von Verkalkungen der Halsschlagader ab. Zwei Mal musste vor rund 20 Jahren die Verengung operativ entfernt werden, seither sind aber keine Komplikationen mehr aufgetreten. Trotzdem lässt sie die Halsschlagader regelmäßig kontrollieren:

"Haben Sie in den letzten Monaten vor der letzten Kontrolluntersuchung Probleme mit Sehstörungen, Taubheitsgefühlen oder Sprachstörungen Problemen gehabt?"

"Ich hatte Ende Dezember, hatte ich wieder auf einem Auge schwarz."

"Wie lange war das Phänomen?"

"So drei, vier Sekunden."

Millimetergenaue Bilder

So etwas kann auf eine neuerliche Verengung der Halsschlagader hindeuten, muss es aber nicht, sagt der Kölner Gefäßchirurg. Vorsichtig bewegt er einen etwa vier Zentimeter langen und wenige Millimeter schmalen Ultraschallsensor unter das rechte Ohr der Patientin, genau da, wo die Halsschlagader verläuft.

"Wir haben mit dem Ultraschall eine sehr hohe Aussage über die Gefäßbeschaffenheit, wir können auch geringste Ablagerungen feststellen bis hin natürlich zu den hochgradigen Verengungen der Halsschlagader."

Millimetergenau und in Farbe zeichnet sich die Beschaffenheit der Halsschlagader auf dem Bildschirm ab.

"So, das sind jetzt schon der Flusskurvenverlauf, das ist sehr gut, jetzt bin ich schon in der inneren Halsschlagader und wir sehen hier ein sehr schönes freies Gefäß."

Anschließend wechselt Mete Camci auf die andere Seite:

"Wir sehen hier auf der linken Seite ist die Verkalkung der Halsschlagader etwas mehr als auf der rechten Seite, aber das ist noch so gering, dass wir keine Einengung des Gefäßes haben und für uns ist es entscheidend natürlich, dass wir das sehr gut beurteilen und schauen, welche Risikofaktoren haben die Patienten, wo diese Ablagerungstendenzen natürlich verstärkt werden können."

Hauptrisikofaktor der Patientin war ein zu hoher Blutdruck, doch der wurde medikamentös mittlerweile gut eingestellt. Fazit der Kontrolluntersuchung: Alles ist im grünen Bereich.

"Ja, Dankeschön, wollen wir hoffen, dass es weiter so geht!"

 

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