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Richtig kompostieren

So gelingt der selbst gemachte Dünger

Von Britta Fecke

Komposthaufen in einem Schrebergarten
Komposthaufen in einem Schrebergarten (picture alliance / dpa / Ronald Wittek)

Rasenschnitt, Kartoffelschalen, welke Blätter: Wer einen Garten hat, kann Abfälle in einem Komposthaufen zu fruchtbarer Erde machen. Das spart Geld, denn Kompost ersetzt die Düngung der Gemüsebeete - wenn man's richtig macht.

Bald schießt der Salat, die Zucchini werden zu groß, aber der Spinat müsste auch dringend geerntet werden. Karl Rudolf quält in seinem Gemüsegarten nur die üppige Auswahl, sonst nichts. Dass der biologisch-dynamisch angelegte Gemüsegarten so ertragreich ist, führt der Gärtner auch auf den Einsatz des eigenen Komposts zurück:

"Ich meine, der Boden ist lebendiger geworden und wuchsfreudiger ... ich hab weniger Probleme mit Krankheiten, gar keine eigentlich. Ich meine, das ist darauf zurückzuführen, dass wir biologisch arbeiten mit Kompost."

Jedes Jahr reichert Karl Rudolf den Boden mit dem selbst gemachten Gartendünger an. So schließt sich der Kreislauf: Die Pflanzen entziehen dem Boden Nährstoffe, die dann aber durch den Kompost, durch die verrotteten organischen Materialien oder Abfälle, wieder zugeführt werden. Auf den Komposthaufen kommt:

"Alles, was im Garten ist, auch die sogenannten Unkräuter oder Wildkräuter, denn die enthalten sehr viele ätherische Öle und Mineralien, die in unseren Kulturpflanzen gar nicht mehr vorhanden sind. ... Salatabfälle, alles, was in der Küche anfällt, Kartoffelschalen kommt rein. Nur nichts Gekochtes. Saubere Pappe kann auch rein, da sind die Regenwürmer ganz scharf drauf, aber nicht zu viel."

Der Kompostplatz sollte nah den Gemüsebeeten liegen, um lange Wege zu vermeiden. Bleibt noch die Frage, welche Form der Kompostierung am günstigsten ist: Für kleinere Gärten empfiehlt zum Beispiel das bayrische Landesamt für Umwelt den sogenannten Lattenkomposter, ein luftiges Holzgerüst, in dem die Abfälle zusammengehalten werden. Dass bayerische Landesamt empfiehlt:

"... dass die Latten aus Holz bestehen, das nur schwer verrottet, zum Beispiel aus Lärchenholz. Sollen die Latten gegen Fäulnis behandelt werden, sollte darauf geachtet werden, dass die verwendeten Mittel die Bodenorganismen nicht schädigen."

... außerdem würden Holzschutzmittel in den Kompost, später in die Erde und so in das Gemüse gelangen. Gesund ist das nicht! Wer den Kompost nicht offen anlegen will oder nur wenig Platz im Garten hat, der kann auch auf einen Schnellkomposter zurückgreifen. Die Gerüche bleiben in der Regel in dem Plastikbehälter, zudem reift der Kompost erheblich schneller in dem warmen und geschlossenen System. Auch Gärtner Rudolf setzt auf dieses Modell:

"Die habe ich seit einigen Jahren, hat den Vorteil - da wir auch Küchenabfälle hier einbringen, natürlich keine gekochten - Mäuse und Ratten fernzuhalten, die sich ja gerne im Kompost breit machen."

Ob nun Schnell- oder Lattenkomposter: In allen Fällen sollte als unterste Lage eine mehrere Zentimeter starke Schicht aus Rindenmulch oder Ästen ausgelegt werden, empfiehlt das bayerische Umweltamt:

"Sie sorgt dafür, dass der Kompost besser durchlüftet wird, Sickerwasser abfließt und kaum unangenehme Gerüche entstehen. Auf diese Schicht werden anschließend die gut durchmischten Abfälle aufgebracht."

Diese Abfälle sollten etwa alle zwei bis drei Monate durchmischt werden, denn die Kompostierung verläuft unterschiedlich schnell, in der Mitte verrotten die Abfälle meist schneller als am Rand. Hat sich der Kompost dann zu einer körnigen Humuserde verwandelt, empfiehlt es sich, diese noch einmal durch ein grobes Maschengestell zu sieben, um die groben Bestandteile heraus zu fischen. Karl Rudolf:

"Bei verschiedenen Beeten, bei denen ich zum Beispiel Rote Beete oder so anbaue, nehme ich gesiebten Kompost. Bei Kartoffeln oder Tomaten da brauch ich das nicht. Da kann er ruhig ein bisschen grober sein, die verdauen das."

Und danken die jährliche Kompostgabe mit besonders dicken Früchten!

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