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Riesengroß, aber unsichtbar

Von Dirk Lorenzen

Nur zwei Sterne des Zentaur zeigen sich tief im Süden (Stellarium)
Nur zwei Sterne des Zentaur zeigen sich tief im Süden (Stellarium)

Gegen 23 Uhr zeigen sich ein paar Sterne des Zentaur ganz tief am Südhimmel. Die größten Bereiche dieses imposanten Sternbilds bleiben für uns immer unter dem Horizont.

So bekommen wir auch Centaurus A nicht zu Gesicht, eine der hellsten Galaxien am Himmel. Sie hat ein äußerst massereiches Schwarzes Loch im Zentrum, das im Moment viel zu fressen bekommt. Es schießt aus seiner Umgebung Materie und Strahlung ins All.

Mit einer Entfernung von nur etwa elf Millionen Lichtjahren ist Centaurus A die uns nächste aktive Galaxie. Unsere Milchstraße ist dagegen derzeit ziemlich passiv - das Schwarze Loch hungert seit Langem.

Auch wenn Centaurus A für uns unter dem Horizont steht, so könnten wir dennoch etwas vom großen Feuerwerk mitbekommen - aber dafür bräuchten wir Augen, die Radiostrahlung empfangen.

Die Materiejets aus dem Innern der Galaxie sind bereits gut eine Million Lichtjahre weit ins All geschossen. Im sichtbaren Licht ist davon nichts zu bemerken, aber im Bereich der Radiowellen zeigen sich die wahren Ausmaße der Galaxie.

Im Radiobereich hat dieses Objekt eine Ausdehnung von etwa 20 Vollmonddurchmessern und gehört damit zu den größten am Himmel.

Centaurus A hat zwei Henkel, die weit hinaus ins All ragen und von denen einer gegen Mitternacht deutlich über den Horizont guckt. Wären unsere Augen für Radiowellen empfindlich, so sähen wir ein gutes Stück des einen Galaxienhenkels.

Doch leider werden wir dieser Tage am Südhorizont nichts erkennen. Wir müssen uns also im Geiste ausmalen, dass ein Teil von Centaurus A über den Horizont ragt.

Die vielen Gesichter von Centaurus A

Schöne Übersicht über die Radioastronomie

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