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Robert-Koch-InstitutKrebserkrankungen in Deutschland nehmen zu

Im Labor des Instituts für Experimentelle Gentherapie und Tumorforschung (IEGT) der Universitätsmedizin Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) schaut eine Doktorandin am 22.10.2013 auf ein Monitorbild von Melanom-Zellen (schwarzer Hautkrebs).  (dpa / picture alliance / Bernd Wüstneck)
2014 starben in Deutschland rund 22.000 Menschen an den Folgen ihrer Krebserkrankung. (dpa / picture alliance / Bernd Wüstneck)

In Deutschland erkranken immer mehr Menschen an Krebs.

Wie das Robert-Koch-Institut in Berlin mitteilte, haben die bösartigen Tumorerkrankungen zwischen 2004 und 2014 bei Männern um sechs Prozent und bei Frauen um neun Prozent zugenommen. Nach Schätzungen ist 2014 bei insgesamt 476.000 Menschen eine Krebserkrankung festgestellt worden. Die Zahlen könnten bislang nur geschätzt werden, weil noch nicht alle Bundesländer vollständige Zahlen an das zentrale Krebsregister übermittelten, hieß es.

Das Bundesinstitut führt einen Großteil der Neuerkrankungen auf die alternde Gesellschaft zurück. Am häufigsten von Krebserkrankungen betroffen seien Brustdrüse, Darm, Prostata und Lunge. Den Angaben zufolge erkrankt derzeit jede zweite Person in Deutschland im Laufe ihres Lebens an Krebs.

2014 starben in Deutschland rund 22.000 Menschen an den Folgen ihrer Krebserkrankung. Die Überlebenschancen von Betroffenen habe sich in den vergangenen Jahrzehnten stetig verbessert, wobei es nach wie vor große Unterschiede zwischen den verschiedenen Krebsarten gebe.