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Roismans Rezept

Antidrogenkampf im Ural

Von Mario Bandi

Eine Crack-Pfeife wird angezündet (dpa/ Boris Roessler)
Eine Crack-Pfeife wird angezündet (dpa/ Boris Roessler)

Igor aus Sankt Petersburg war 33, schon jahrelang heroinabhängig, als ihn seine verzweifelte Mutter zu einem Rehazentrum nach Jekaterinburg brachte, ihre letzte Hoffnung. Dort streitet Evgeni Roisman mittels der von ihm gegründeten Stiftung für eine "Stadt ohne Drogen".

Roisman, einst Politiker und Geschäftsmann, heute auch Kunstsammler und Poet, ist nicht unumstritten wegen seiner strengen Methode. Keine Medizin, kein Methadon. Nur Arbeit, Kollektiv, Disziplin. Das hilft - beteuern zumindest die inzwischen cleanen Mitglieder des freiwilligen Antidrogenkommandos.

Unter ihnen Dima, ein junger Schwarzer, und sein Kumpel Mischa - ein Israeli. Der 15-jährige Wassja, einer von zehn Jungs im Kinderheim der Stiftung, könnte auch bald dazugehören. Wenn nichts dazwischen-kommt.

Denn seit Jahren kämpft die Stiftung nicht nur gegen Drogen und Drogenhändler, sondern auch gegen korrupte Polizeibeamte und Richter, die sich um ihre lukrativen Nebeneinkünfte sorgen.


DLF 2013

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