Samstag, 18.11.2017
StartseiteAtelier neuer MusikWiderstand des Materials28.10.2017

Russland 1917 und 2017Widerstand des Materials

"Die zeitgenössische Musik, das sind wir", verkündete 2005 trotzig eine Gruppe junger Moskauer Komponisten. Ihr Manifest rüttelte über die Musikwelt hinaus auf. Was ist aus diesem radikalen Aufbruch im Verlauf der Putin-Ära geworden?

Von Gisela Nauck

Komponist Sergej Newski steht vor einem düsteren Seehafenpanorama (Anton Zherebnov)
Vor beredtem Hintergrund: der Komponist Sergej Newski (Anton Zherebnov)
Mehr zum Thema

Russland 1917 und die Moderne "Plötzlich ist ein Fenster aufgerissen worden"

Im Laufe der 1990er-Jahre wuchs in der postsowjetischen Ära eine neue, junge russische Avantgarde. Ihr künstlerisches Zentrum war und ist die Gruppe "Soprotiwlenie materiala" (dt.: Widerstand des Materials). Wie ein Jahrhundert zuvor die Futuristen und Suprematisten vor und nach der Oktoberrevolution, so rebellieren auch diese jungen Musiker gegen lähmende Verhältnisse in Kulturbetrieb und Gesellschaft - und dabei entwerfen sie künstlerisch Neues.

Im heutigen Russland drohen die frei gesetzten Energien allerdings zu versanden. Über die Ziele, die mangelnde Unterstützung und ein drohendes Ende des Aufbruchs dieser Bewegung spricht Autorin Gisela Nauck mit dem Komponisten Sergej Newski, einem der wichtigsten Initiatoren.

Mit Musik von Sergej Newski, Dmitri Kourliandski, Boris Filanowsky, Anton Wassiliew.

Diese Sendung können Sie nach Ausstrahlung sieben Tage lang anhören.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk