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RusslandBundespolizei übermittelte Daten der "Gewalttäter Sport"

So sieht der Ball aus, der beim Confed Cup in Russland rollen soll. (picture alliance / Alexei Danichev / Sputnik / dpa)
Die Grünen-Abgeordnete Lazar warnte im Hinblick auf die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland in diesem Jahr, es dürfe keinen massenhaften Datenaustausch mit Russland geben. (picture alliance / Alexei Danichev / Sputnik / dpa)

Die Bundespolizei hat im vergangen Jahr mehrfach Datensätze aus der sogenannten Hooligandatei an russische Behörden weitergegeben.

Das berichtet netzpolitik.org unter Berufung auf eine schriftliche Anfrage der Grünen-Bundestagsabgeordneten Monika Lazar ans Bundesinnenministerium. Demnach übermittelte die Bundespolizei anlässlich des Confederations Cup 2017 in Russland Informationen über fünf Personen aus der Datei "Gewalttäter Sport" an russische Behörden.

Lazar kritisierte, dass die Übermittlung einen Präzedenzfall darstelle. In Russland gebe es zudem keinen mit Deutschland vergleichbaren Datenschutz. Die rechtlichen Voraussetzungen sind ihrer Einschätzung nach nicht erfüllt. Die Abgeordnete warnte im Hinblick auf die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland in diesem Jahr, es dürfe keinen massenhaften Datenaustausch mit dem Land geben.

Die Datei "Gewalttäter Sport" fuße nicht auf einer ausreichenden rechtsstaatlichen Grundlage. Sie ist umstritten, neben datenschutzrechtlichen Bedenken gibt es auch Kritik, dass viele Fans zu Unrecht erfasst worden seien.