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StartseiteSport am WochenendeVon Abschieden und Hoffnungsträgern13.05.2018

Saisonfinale in der Premier LeagueVon Abschieden und Hoffnungsträgern

Arsène Wenger verlässt den FC Arsenal und Per Mertesacker beendet seine Karriere als Spieler. Andere dagegen haben noch viel vor in der Premier League: Leroy Sané etwa freut sich neben dem Gewinn der Meisterschaft mit Manchester City auch über die Wahl zum besten jungen Spieler.

Von Friedbert Meurer

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Mit der Premier League Saison 2017/2018 verlässt Arsène Wenger den FC Arsenal. (imago sportfotodienst)
Mit der Premier League Saison 2017/2018 verlässt Arsène Wenger den FC Arsenal. (imago sportfotodienst)
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Per Mertesacker "Keine Abrechnung"

Arsène Wenger verabschiedet sich von den Fans des FC Arsenal. 22 Jahre lang war der Franzose Trainer des Nord-Londoner Clubs. Eine Ära geht zu Ende. Seit 2004 wartet Arsenal aber auf einen neuen Meistertitel. Deswegen besingen die Fans jetzt zum letzten Mal den einen Arsène Wenger, den es nur gibt: "One Arsène Wenger, there`s only one Arsène Wenger!"

Und noch einer hat bei Arsenal seinen Abschied genommen: der frühere deutsche Nationalspieler Per Mertesacker hört auf. Er bleibt beim Club - als Leiter der Nachwuchsakademie. Eine große Persönlichkeit und einen großartigen Charakter attestiert der BBC-Reporter Per Mertesacker. Einen "BFG" also "Big Fucking German" in den eigenen Reihen zu haben, einen verdammt großen Deutschen, das war von den Fans immer respektvoll gemeint.

"We got a big fucking German!"

Peter Mertesacker sorgte zum Schluss noch mit einem Interview für Furore, in dem er den brutalen Druck auf die Spieler deutlich wie nie beschrieb. Ihm drehe sich vor jedem Anpfiff der Magen um, er müsse heftig würgen. Mertesacker hört auf, ein anderer Spieler hat in der abgelaufenen Premier League dagegen für Furore gesorgt.

"Mo Salah! Liverpool`s Egyptian King with another crowning moment!"

Liverpools ägyptischer König heißt Mohammed Salah und wurde von den Profis der Premier League zum Spieler des Jahres gewählt. Dabei war Salah schon einmal in der Premier League, in Chelsea. Sein damaliger Trainer hieß José Mourinho, der ihn nur auf die Bank setzte. "Ich hatte in Chelsea keine Chance. Mir war aber immer klar, ich will in die Premier League zurückkehren und beweisen, dass ich Fußball spielen kann."

Sané bester junger Spieler

Liverpool hat den besten Spieler der Premier League und steht im Finale der Champions League. Das klar dominierende Team aber war Manchester City. An der Krönungsfeier nahmen auch zwei deutsche Spieler teil: Ilkay Gündogan und Leroy Sané. Gündogan ist zu einer tragenden Säule bei ManCity geworden und Sané wurde zum besten jungen Spieler der Premier League 2017/18 gewählt: "Ich bin sehr, sehr froh. Es ist einfach unglaublich, die Premier League zu gewinnen. Es sind so viele große Vereine hier und ich bin einfach glücklich."

Pep Guardiola ist jetzt als Trainer das Kunststück gelungen, nach Spanien und Deutschland auch in England den Meistertitel zu holen. Aber die Spieler würden zu sehr belastet und Verletzungen ausgesetzt. "Ihr bringt die Spieler um, das hat mit ‚The show must go‘ on nichts mehr zu tun." Künftig wird es wenigstens eine kleine Winterpause in der Premier League geben. Dafür werden im Pokal einige Spiele gestrichen.

Zwei deutsche Trainer

Die diesjährige Show der Premier League geht zu Ende. Seit zehn Jahren hat es kein Team mehr geschafft, zweimal hintereinander Meister zu werden. Ist es dafür zu ruhig auf den Rängen? Jürgen Klopp in Liverpool findet das nicht. "Ich wusste einiges über den Club und vor allem die Atmosphäre. Ich liebe das. Deswegen bin ich hier."

Und neben Klopp wird es auch weiterhin noch einen deutschen Trainer in der Premier League geben. David Wagner ist stolz darauf, mit dem Nobody und Aufsteiger Huddersfield Town den Klassenerhalt geschafft zu haben. "Es zeigt, dass in dieser Liga alles möglich ist."

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