Das Feature / Archiv /

 

Satanus im Hinterhof

Aus der Hexenküche des neonazistischen Kulturbetriebs

Von Stefan Amzoll

Ein angeklagter Neonazi sitzt in Dresden im Verhandlungssaal des Landgerichts.
Ein angeklagter Neonazi sitzt in Dresden im Verhandlungssaal des Landgerichts. (AP)

Satan, Teufel, Luzifer stolzieren bös über die Bühne. Einst schändeten ihre Jünger Friedhöfe und Kirchen, vergewaltigten und töteten - und sie rappen und rocken in Teufels Namen. Zum guten Ton gehören Satansspiele, Schwarze Messen, dumpfe Helden- und Opferrituale. NS-Blackmetal-Music röhrt und feuert, dass den Teufel höchstselbst der Schwindel befällt.

Die "Gothic"-Trendys verlieren ihre Unschuld durch die Verknüpfung mit vampiristischen Vorstellungen und Satansriten aus der Hexenküche des Dritten Reichs. Während die NPDler mit rattenfängerischen Angeboten aus der "deutschen Volkskultur" und ausländerfeindlichen Parolen ganz offen um die Gunst vorzugsweise sozial schwacher Wähler buhlen, zelebrieren Bands der Szenen "White Noise" oder "Hatcore" ihre Konzerte zumeist in abgeschotteten Räumen, sozusagen im Hinterland, und produzieren kontinuierlich ihre CDs.

Produktion: Deutschlandfunk 2009


Manuskript zur Sendung als pdf oder im barrierefreien Textformat.

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Das Feature

TierschutzDer Stör-Fall

Zwei Fischer ziehen einen Belugastör aus dem Fischernetz.

Schwarzes Gold wird der Rogen des Beluga-Störs genannt. Damit ist nicht nur der metallische Glanz der Fischeier gemeint, sondern auch die Begehrlichkeiten, die sie wecken.

Porträt Die Frau in Weiß

Die Künstlerin Mary Bauermeister betrachtet am Donnerstag (19.04.2012) in Bonn eines ihrer Kristall-Objekte.

In ihrer Kindheit konnte Mary Bauermeister Farben riechen, Musik sehen, Bilder hören. Als junge Frau initiierte sie um 1960 in Köln eine künstlerische Bewegung, die man später Fluxus nannte.

ErdgasvorkommenGasrausch im ewigen Eis

Die Autorinnen Suzanne Bontemps (l.) und Sophie Panzer in Winterkleidung. 

In die wegen des harten Klimas gefürchteten Gebiete jenseits des Polarkreises, wo früher die Gulaghäftlinge in Bergwerken von Workuta oder Norislk schuften mussten, ziehen heute freiwillig Tausende meist junger Russen.