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Satanus im Hinterhof

Aus der Hexenküche des neonazistischen Kulturbetriebs

Von Stefan Amzoll

Ein angeklagter Neonazi sitzt in Dresden im Verhandlungssaal des Landgerichts.
Ein angeklagter Neonazi sitzt in Dresden im Verhandlungssaal des Landgerichts. (AP)

Satan, Teufel, Luzifer stolzieren bös über die Bühne. Einst schändeten ihre Jünger Friedhöfe und Kirchen, vergewaltigten und töteten - und sie rappen und rocken in Teufels Namen. Zum guten Ton gehören Satansspiele, Schwarze Messen, dumpfe Helden- und Opferrituale. NS-Blackmetal-Music röhrt und feuert, dass den Teufel höchstselbst der Schwindel befällt.

Die "Gothic"-Trendys verlieren ihre Unschuld durch die Verknüpfung mit vampiristischen Vorstellungen und Satansriten aus der Hexenküche des Dritten Reichs. Während die NPDler mit rattenfängerischen Angeboten aus der "deutschen Volkskultur" und ausländerfeindlichen Parolen ganz offen um die Gunst vorzugsweise sozial schwacher Wähler buhlen, zelebrieren Bands der Szenen "White Noise" oder "Hatcore" ihre Konzerte zumeist in abgeschotteten Räumen, sozusagen im Hinterland, und produzieren kontinuierlich ihre CDs.

Produktion: Deutschlandfunk 2009


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