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StartseiteGesichter EuropasVom Radfahren in den Niederlanden29.07.2017, 11:05 Uhr

Sattel-FestVom Radfahren in den Niederlanden

Ein Kind vorne, eins hinten, rechts und links prall gefüllte Einkaufstaschen - und das alles ohne Sturzhelm. Was deutschen Müttern als selbstmörderisches Unterfangen erschiene, ist für Niederländerinnen die normalste Sache der Welt.

Von Kerstin Schweighöfer

Ein Mann transport in seinem Fahrradkorb vorne am Lenker seine Einkäufe, während entlang einer der Amsterdamer Grachten fährt. (AFP/Timothy Clary)
Das Fahrrad ist unerlässlicher Bestandteil eines niederländischen Lebens. (AFP/Timothy Clary)

Im Königreich der "fietsers" haben Radfahrer nicht nur ein spezielles Gesetz, das sie im Strassenverkehr schützt, sondern auch ihren eigenen Kreisverkehr, eigene Ampeln, Tunnel, Brücken und immer mehr Schnellstrassen. Fiskale Anreize sollen den Berufsverkehr entlasten und den Pendlern aus dem Auto auf den Sattel helfen.

Nach wie vor ist der Drahtesel unerlässlicher Bestandteil eines niederländischen Lebens - angefangen beim "bakfiets" (Wannenrad), in dem sich neben Kids und Vierbeinern auch noch der Weihnachtsbaum problemlos transportieren lässt, über Liegerad und Speed-E-Bike bis hin zum ultraleichten Rennrad, mit dem fanatische Sportradler unter den Flachländlern auch jenseits der Landesgrenzen ihr Heil suchen, um sich auf dem Mont Ventoux und anderen Gipfeln Europas den Platz streitig zu machen.

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