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Seit 03:00 Uhr Nachrichten
StartseiteSport am WochenendeMiese Stimmung und Mobbing-Vorwürfe24.01.2016

Schiedsrichter-StreitMiese Stimmung und Mobbing-Vorwürfe

Es rumort gewaltig. Nachdem DFB-Schiedsrichter-Chef Herbert Fandel vergangene Woche seinen Rücktritt angekündigt hatte, äußerte sich am Wochenende unter anderem Markus Merk: "Die Schiedsrichter sind insgesamt unzufrieden", sagte der EX-WM-Schiedsrichter bei Sky.

Von Julia Möckl

Schiedsrichter zieht die Rote Karte, Symbolbild (Imago / Action Pictures)
Rote Karte für die Chefs? Viele deutsche Schiedsrichter scheinen mit ihrer Führung unzufrieden zu sein. (Imago / Action Pictures)

Die Stimmung unter deutschen Schiedsrichtern ist mies - sagt Ex-WM-Schiedsrichter Markus Merk: "Es stimmt nicht mehr in diesem Umfeld. Die Schiedsrichter sind insgesamt unzufrieden", erklärte der Sky-Experte am Samstag und sprach zudem von zu wenig Nachwuchs. Sein ehemaliger Kollege Thorsten Kinhöfer äußerte sich in der "Bild am Sonntag" und forderte neue Strukturen und mehr Rückendeckung für deutsche Schiedsrichter - jemanden, der Zitat "die Schiris in der Öffentlichkeit vertritt".

Streit um ungerechte Bewertungen

Als Auslöser für die aktuell schlechte Stimmung unter deutschen Unparteiischen machen mehrere Medienberichte einen Lehrgang der Erst- und Zweitliga-Schiedsrichter vor der Bundesliga-Rückrunde aus: Laut Bild-Zeitung war es dabei zum offenen Streit um ungerechte Spiel-Bewertungen gekommen, auch von Mobbing sei die Rede gewesen. In der Kritik vor allem - Hellmut Krug, Schiedsrichter-Chef bei der Deutschen Fußball-Liga DFL.

Machtkampf zwischen Fandel und Krug?

Waren Differenzen mit Hellmut Krug auch der Grund für den angekündigten Rücktritt von Herbert Fandel, Schiedsrichter-Chef beim DFB? Fandel und Krug bestreiten das. Sky-Experte Markus Merk spricht dagegen von einem "Machtkampf" zwischen den beiden obersten Schiris beim DFB und der DFL.

Währenddessen erneuerte auch Ex-Bundesliga-Schiedsrichter Babak Rafati seine Kritik an der Führung der Unparteiischen: "Das ist systematisches Mobbing", sagte Rafati im Interview mit der Bild-Zeitung. Der ehemalige Schiedsrichter hielt den hohen Druck bei der Arbeit laut eigener Aussage irgendwann nicht mehr aus - und hatte 2011 versucht, sich das Leben zu nehmen.

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