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StartseiteNachrichten vertieftDer Nächste sagt ab17.02.2017

Schlappe für TrumpDer Nächste sagt ab

US-Präsident Donald Trump muss bei der Zusammenstellung seines Mitarbeiterstabs erneut eine Niederlage hinnehmen: Medienberichten zufolge will der frühere Vize-Admiral Robert Harward nicht Nachfolger des zum Rücktritt gedrängten Nationalen Sicherheitsberaters Michael Flynn werden. Auch der Kandidat für das Amt des Arbeitsministers hatte abgesagt.

US-Präsident Donald Trump während einer Pressekonferenz im Weißen Haus (afp / Nicholas Kamm)
US-Präsident Donald Trump wird von Personalsorgen geplagt. (afp / Nicholas Kamm)
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Der frühere Militärkommandeur Harward war nach dem Rücktritt von Michael Flynn als Favorit für das Amt des Sicherheitsberaters gehandelt worden. Er war Stellvertreter des heutigen Verteidigungsministers James Mattis, als dieser das US-Zentralkommando befehligte.

Der US-Nachrichtensender CNN zitierte aus einer Erklärung Harwards, wonach er den Job als Sicherheitsberater nicht übernehmen könne. Einem hochrangigen Vertreter des US-Präsidialamtes zufolge gab der 70-jährige Ex-Militär familiäre und finanzielle Gründe für seine Absage an. Harward arbeitet für den Rüstungskonzern Lockheed Martin.

Insider nennen jedoch noch einen weiteren Grund für seinen Verzicht. Demnach wollte Harward sein eigenes Team mitbringen. Trump habe jedoch Flynns Stellvertreterin K.T. McFarland versprochen, dass sie ihr Amt weiter ausüben könne.

Trump hat noch keine vollständige Regierung

Flynn musste am Montag aufgrund seiner Kontakte zum russischen Botschafter Sergej Kisljak gehen. Wenige Tage später warf auch Trumps Kandidat für den Posten des Arbeitsministers, Andrew Puzder, hin. Er wäre vom Senat wohl nicht bestätigt worden. Der US-Präsident nominierte daraufhin den Juristen Alexander Acosta für den Posten. Vier Wochen nach seinem Amtsantritt verfügt Trump damit immer noch nicht über eine vollständige Regierung.

Auch sein Kandidat für den Chefposten bei der Umweltbehörde EPA, Scot Pruitt, stößt in den eigenen Reihen auf Widerstand. Pruitt hat in seiner Funktion als Justizminister des Öl produzierenden US-Bundestaates Oklahoma die Behörde bereits mehrfach verklagt. Zudem steht Trumps Beraterin Kellyanne Conway in der Kritik, weil sie öffentlich Werbung für die Mode von Trumps Tochter Ivanka gemacht hat.

(tj/hg)

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