Das Feature / Archiv /

 

Schlecht behandelt

Über ärztliche Fehler, Schuld und ein Geschäftsmodell

Von Eva Schindele

Auch bei Operationen kann es zu Behandlungsfehlern kommen. (AP)
Auch bei Operationen kann es zu Behandlungsfehlern kommen. (AP)

David ist seit einer Operation an der Nasenscheidewand halbseitig gelähmt und sprachbehindert. Dieser Vorfall liegt 13 Jahre zurück und seitdem kämpft der 31-Jährige außergerichtlich und gerichtlich um Entschädigung.

Das Problem: Er muss dem Chirurgen nachweisen, dass seine schwere Behinderung durch einen Behandlungsfehler verursacht wurde. Gutachter und Gegengutachter streiten erbittert und ziehen das Verfahren in die Länge.

Das ist der Regelfall. Die Arzthaftungsverfahren begünstigen einseitig Ärzte, Krankenhäuser und ihre Haftpflichtversicherungen. Das geplante Patientenrechtegesetz wird an dieser Situation nichts ändern.

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Das Feature

Bosnien und HerzegowinaDas Plenum von Tuzla

Demonstranten stürmen ein Regierungsgebäude in Tuzla am 7.2.2014. (AFP / Elvis Barukcic)

Im Februar 2014 gingen in Bosnien und Herzegowina Arbeiter, Rentner und Arbeitslose auf die Straße, um gegen Armut und Korruption zu protestieren. Der bosnische Frühling begann in der ostbosnischen Stadt Tuzla und griff schnell auf das ganze Land über. Tagelang demonstrierten Tausende verbitterter Menschen.

MäzeneDas Kultur-Business

Goldene Bilderrahmen hängen an einer Wand. (picture alliance / Daniel Kalker )

Kunstwerke, Bücher und andere Artefakte zählen normalerweise zu den Werten, die es um jeden Preis zu fördern und zu verteidigen gilt. Entsprechend verehrt werden Verleger, Mäzene und Kunstsammler, die sich mit viel Idealismus, Verve - und nicht zuletzt mit ihrem eigenen Geld - für die schönen Künste in die Bresche werfen.

AbgehängtWie die Krise in das Leben der Franzosen eingreift

Eine französische Flagge weht im Wind.  (imago / Rainer Unkel)

Jeder vierte Franzose unter 25 Jahren ist arbeitslos. Rund fünf Millionen gelten als arm. Und die Armut breitet sich immer mehr aus. In Paris führt ein Obdachloser Interessierte an die Stätten des zunehmenden sozialen Elends. 2013 verteilten die "Resto du coeur" mehr als 130 Millionen kostenlose Mahlzeiten.