Wissenschaft im Brennpunkt / Archiv /

 

Schneller, lauter, heißer

Exascale-Die nächste Generation von Supercomputern

Von Max Schönherr

Der chinesische Supercomputer Tianhe-2 ist derzeit der Schnellste der Schnellen und weit vom Exaflop entfernt.
Der chinesische Supercomputer Tianhe-2 ist derzeit der Schnellste der Schnellen und weit vom Exaflop entfernt. (picture alliance / dpa - Chang Xu)

Ohne dass es die meisten Menschen wissen, leben wir im Petascale-Zeitalter. So wie Autos an PS-Zahlen gemessen werden, verraten die digitalen Monster ihre Leistungsfähigkeit mit der Vorsilbe "Peta" für die Zahl 10 hoch 15, was nichts anderes ist als eine Billiarde.

Die größten Rechenzentren der Welt simulieren das Wetter, Crashtests, Solarstürme mit Supercomputern, die einige Petaflops schnell rechnen können. Konrad Zuses Z1 berechnete 1937 ungefähr eine "Fließkommaoperation" pro Sekunde. Jetzt gehen die großen IT-Forschungszentren langsam auf Exascale zu: 10 hoch 18 Fließkommarechnungen pro Sekunde (Flops). Damit werden Simulationen neuer Art möglich, viel höhere Genauigkeit bei Klimamodellen etwa. Vor allem aber reizt Hirnforscher das neue Supercomputing.

2018 soll die Exa-Marke erreicht sein. Die Hindernisse bis dahin sind erheblich: Wie kühlt man solche Elektronikmonster? Wie schreibt man Software dafür? Wie vernetzt man ihre Rechenkerne?


"Manuskript zur Sendung:"

Schneller, lauter, heißer


"Weiterführende Links:"


Seiten des Deutschlandradios:

          Im Rausch der Rechengeschwindigkeit
           (Computer & Kommunikation vom 05.10.13)

          Ein chinesisches Statement
           (Computer & Kommunikation vom 22.06.13)

          Neurowissenschaft scheibchenweise
           (Forschung aktuell vom 21.06.13)

          Simuliertes Hirn
           (Computer & Kommunikation vom 27.04.13)

          Hirngespinste
           (Wissenschaft im Brennpunkt vom 14.04.13)

          Erst simulieren, dann verstehen
           (Forschung aktuell vom 21.03.13)

          Takten bis zum Kollaps
           (Wissenschaft im Brennpunkt vom 23.12.12)

          Von der Rechenmaschine zum Supercomputer
           (Radiofeuilleton: Elektronische Welten vom 07.08.12)

          Hoch begehrtes Rechenmonster
           (Computer & Kommunikation vom 14.07.12)

          Rechenleistung für die Wissenschaft
           (Forschung aktuell vom 21.05.12)

          Rivalität der Supercomputer
           (Forschung aktuell vom 16.11.11)

          Das Petabyte-Zeitalter
           (Wissenschaft im Brennpunkt vom 09.10.11)


Links ins Netz:

          Uni Heidelberg: Arbeitsgruppe Ulrich Brüning

          DEEP (Europäisches Exascale-Projekt)

          FZ Jülich: Gehirnsimulation (Pressemitteilung v. 02.08.13)

          Supercomputer-Rangliste

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Wissenschaft im Brennpunkt

BiologieTiere haben Persönlichkeit

Den Schnabel voller Kot vom Nachwuchs fliegt eine Kohlmeise (Parus major) am 08.05.2014 aus einer Maueröffnung in Petersdorf im Landkreis Oder-Spree (Brandenburg).

Der eigene Dackel ist furchtsam und unselbstständig, der von nebenan forsch und eigensinnig - Tiere unterscheiden sich in ihrem Verhalten und ihrem Charakter. Diese Erkenntnis galt lange als unwissenschaftliches Laiendenken. Doch es gibt verblüffende Belege tierischer Individualität.

Visionen für den Verkehr Das Auto geht in die Luft

Ein einsitziges Luftfahrzeug fliegt mit drei horizontalen Rotoren an einer nur schemenhaft erkennbaren Stadtkulisse entlang.

Seit über 100 Jahren träumen Menschen von fliegenden Autos. Weit über 1000 Pioniere haben sich daran abgearbeitet, manche schafften es bis kurz vor Serienreife - und scheiterten dann doch. Ein alltagstaugliches Flugauto fährt bis heute nicht auf unseren Straßen. Nun wagt sich die nächste Generation an die anspruchsvolle Aufgabe.

FortpflanzungsmedizinFür immer fruchtbar?

Uterus-Transplantation: Das neugeborene Baby kurz nach der Geburt

Eine junge Frau kommt ohne Gebärmutter auf die Welt - und entbindet doch ein eigenes Kind. So geschehen in Göteborg, wo Ärzte einer 34-Jährigen die Gebärmutter einer Freundin transplantiert hatten. 36 Jahre nach der Geburt des ersten Retortenbabys wagt sich die Fortpflanzungsmedizin weit über die künstliche Befruchtung hinaus.